Rückenschmerzen im Auto: was dagegen hilft

Millionen von Autofahrern leiden unter Rückenschmerzen beim Autofahren. Doch das liegt nicht immer am Sitz, sondern oft auch an der falschen Einstellung. Wir erklären, wie Sie Rückenschmerzen beim Autofahren vermeiden.

Verspannungen führen zu Rückenschmerzen

Das weiß jeder, der sich auf einer langen Urlaubsfahrt infolge schlechter Sitzposition schon einmal den Rücken krumm gemacht hat. Verspannungen und daraus resultierende Konzentrationsmängel sind die Folge, und der Grund dafür liegt in der Natur der Sache: Der Mensch ist für den aufrechten Gang geschaffen und nicht zum dauerhaften Sitzen gemacht. Doch es gibt Abhilfe: Mit einer passenden Sitzeinstellung lassen sich Rückenschmerzen beim Autofahren vermeiden.

So stellen Sie Ihren Autositz gegen Rückschmerzen richtig ein

  • Sitzfläche Nicht horizontal, sondern leicht ansteigend einstellen, damit der Oberschenkel nach Möglichkeit komplett aufliegt. Der Freiraum zwischen Sitz und Kniekehle sollte zwei bis drei Fingerbreit betragen.
  • Abstand zu Lenkrad und Pedalen Das Knie sollte bei durchgetretener Kupplung noch leicht angewinkelt sein. Liegt der Handballen auf dem Lenkrad, dürfen die Schultern den Lehnenkontakt nicht verlieren.
  • Höhe Immer so hoch wie möglich sitzen. Darauf achten, dass der Abstand zwischen Kopf und Dach etwa eine Handbreit beträgt. Neben der besseren Übersicht positioniert sich so auch das Becken richtig.
  • Rückenlehne Empfehlenswert ist eine leicht zurückgelehnte Haltung in einem offenen Winkel von rund 100 Grad. Das entlastet Muskulatur und Bandscheiben.
  • Kopfstütze Eine möglichst hohe Position wählen. Ideal ist es, wenn sich die Oberkante der Stütze und der Scheitel auf einer Höhe befinden.

Rückenschmerzen beim Autofahren: der ideale Sitz

Generell sollten Autositze über eine möglichst lange Sitzfläche und eine leicht S-förmige Rückenlehne verfügen, die mindestens bis zu den Schultern reicht. Ausgeprägte Wangen an Sitzfläche und Lehnen sorgen für mehr Seitenhalt, und der Komfort definiert sich nicht unbedingt durch eine weiche Polsterung. Straff gefederte Sitze erweisen sich auf längeren Strecken meist als die bequemere Alternative.

Gesunde Sitze sind noch keine Standardausstattung

Der Aufwand für die Sitzanlage macht bei den Herstellern im Schnitt zehn Prozent der gesamten Produktionskosten eines Fahrzeugs aus. Das sind Investitionen, die sich lohnen. Denn wer beim Autofahren gut sitzt, fährt nicht nur sicherer, sondern auch besser. Leider zählen rückengerechte Autositze nach Ansicht der Aktion Gesunder Rücken (AGR) jedoch keinesfalls zur Standardausstattung unserer Autos, sondern sind häufig nur für Oberklassemodelle oder in Kombination mit einer teuren Zusatzausstattung erhältlich.

Auf die Einstellung kommt es an

Allerdings ist auch der beste Sitz sinnlos, wenn die Position nicht stimmt. Manchmal passen Fahrer und Sitz im auserkorenen Traumauto einfach nicht zusammen – und daher sollte man schon bei der ersten Probefahrt darauf achten, ob sich eine angenehme Einstellung finden lässt.

Das könnte Sie auch interessieren: