Grundsätzlich legt die Straßenverkehrsordnung (kurz: StVO) fest, wann geblinkt werden muss, nämlich in zwei Fällen: Bei einem Richtungswechsel und bei einem Spurwechsel.
So steht in § 9 Abs. (1) StVO, dass der Blinker immer dann gesetzt werden muss, wenn der Autofahrer die Fahrtrichtung ändern will. Das ist beim Abbiegen der Fall, aber auch beim Wenden. Durch das Blinken wird den anderen Verkehrsteilnehmern angezeigt, dass es zu einem Wechsel der Fahrtrichtung kommt. Diese können das eigene Fahrverhalten dann entsprechend anpassen.
Wichtig zu wissen: Der Blinker muss auch dann gesetzt werden, wenn der Autofahrer einer abknickenden Vorfahrtstraße folgt – also wenn er seine Fahrtrichtung ändert. Hier spielt es keine Rolle, dass er auf der Vorfahrtstraße bleibt. Ebenfalls erforderlich ist der Blinker, wenn der Autofahrer abbiegen möchte, ganz egal, ob dies auf einer separaten Abbiegespur erfolgt oder nicht. Die Tatsache, dass für den Abbiegevorgang eine eigene Spur vorhanden ist, ersetzt nach den geltenden Vorschriften nicht, dass zusätzlich der Blinker gesetzt wird.
Ebenfalls sieht die StVO in § 7 Abs. (5) vor, dass der Autofahrer den Wechsel der Fahrspur per Blinker anzeigen muss. Besonders wichtig ist dies im täglichen Verkehr bei Überholvorgängen: Hier hat der Autofahrer den Spurwechsel rechtzeitig anzukündigen. Als rechtzeitig gilt nach allgemeiner Auffassung, wenn der Blinker mindestens dreimal geleuchtet hat.