Autonomes Fahren: Fünf Schritte zur Autonomie

Für die einen ist das auto­nome Fah­ren ein Traum: tie­fen­ent­spannt im Auto Kaf­fee zu trin­ken und die Zei­tung zu lesen, wäh­rend Sen­so­ren und Steu­er­ge­räte ohne eige­nes Zutun das Auto sicher ans Ziel brin­gen.

Autonomes FahrenWäh­rend sich Park­platz und Mobi­li­täts–Apps einer immer grö­ße­ren Beliebt­heit erfreuen, steht die Mehr­zahl der deut­schen Auto­fah­rer fremd­ge­steu­er­ten Autos skep­tisch gegen­über.

Einer aktu­el­len Umfrage des Mei­nungs­for­schungs­in­sti­tuts forsa zufolge, hiel­ten 60 Pro­zent der Befrag­ten das auto­nome Fah­ren der­zeit nicht für erstre­bens­wert.

In wel­chem Umfang das Fahr­zeug die Auf­ga­ben des Fah­rers bei Bedarf über­neh­men kann und wie Mensch und Maschine auf der Straße heute und zukünf­tig inter­agie­ren, wird in meh­rere Ent­wick­lungs­schritte unter­teilt.

Dabei unter­schei­det man fünf Stu­fen der Fahrzeug-​​Automatisierung:

1. Assis­tier­tes Fah­ren

Assis­tenz­sys­teme unter­stüt­zen den Fah­rer, über­neh­men aber nicht das Steuer.

 

2. Teil­au­to­ma­ti­sier­tes Fah­ren

Die Sys­teme kön­nen ein­zelne Tätig­kei­ten wie Len­kung oder Bremse über­neh­men, der Fah­rer bleibt aber in der Ver­ant­wor­tung.

 

3. Hoch­au­to­ma­ti­sier­tes Fah­ren

In bestimm­ten Situa­tio­nen kann sich der Fah­rer län­ger vom Fahr­ge­sche­hen abwen­den.

 

4. Voll­au­to­ma­ti­sier­tes Fah­ren

Das Fahr­zeug fährt über­wie­gend selbst­stän­dig, der Fah­rer muss jedoch fahr­tüch­tig sein.

 

5. Auto­no­mes Fah­ren

Das Fahr­zeug über­nimmt alle Fahr­funk­tio­nen, die Per­so­nen im Wagen wer­den zu Pas­sa­gie­ren.

Vor– und Nach­teile des auto­no­men Fah­rens

Die Tech­nik steckt noch in den Kin­der­schu­hen, die Vor– und Nach­teile sind jedoch schon heute abzu­se­hen:

Die Reduk­tion von Stress, die Auto­fah­rern gleich­zei­tig mehr Frei­zeit ermög­licht und die ver­bes­serte Mobi­li­tät von älte­ren und ein­ge­schränk­ten Men­schen ste­hen recht­li­chen Pro­ble­men sowie hohen Kos­ten für Tech­nik und Infra­struk­tur gegen­über.

 

  Vor­teile   Nach­teile
Stress­ar­mes Fah­ren Recht­li­che Pro­bleme
Mehr Frei­zeit Teure Tech­nik
Höhere Mobi­li­tät für ältere und ein­ge­schränkte Men­schen Hohe Kos­ten für die Infra­struk­tur
Sen­kung der Unfall­zah­len

Trotz aller Bemü­hun­gen wer­den die ers­ten voll auto­no­men Fahr­zeuge wohl erst zwi­schen 2022 und 2025 auf den Markt kom­men. Hen­ning Kager­mann, Prä­si­dent der Deut­schen Aka­de­mie für Tech­nik­wis­sen­schaf­ten, ist über­zeugt, dass das auto­nome Fah­ren „eine tolle Sache ist, die für uns ein Plus an Frei­zeit und ein Minus an Stress bedeu­tet“.

Mobi­li­täts­ex­per­ten rech­nen aber erst ab 2030 mit einer nen­nens­wer­ten Ver­brei­tung von auto­no­men Fahr­zeu­gen.

Bil­der auf die­ser Seite: