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Vorsicht Rutschpartie: Sicher fahren bei Eis und Schnee

Der Winter bedeutet selbst für erfahrene Autofahrer eine Herausforderung, vor allem bei Schnee und glatter Fahrbahn. Mit diesen Tipps können Sie auch bei Eis und Schnee cool bleiben und richtig reagieren.

Auch wenn es jedes Jahr dasselbe ist, wird es leider immer wieder vergessen: Autofahrer sollten in der kalten Jahreszeit ihre Fahrweise den Straßenverhältnissen anpassen. Das bedeutet:

  • Immer genügend Abstand zu anderen Verkehrsteilnehmern halten.
  • Aufmerksamer fahren und immer damit rechnen, dass auch ein anderer sein Fahrzeug nicht mehr so gut unter Kontrolle hat.
  • Geschwindigkeit drosseln, denn wegen rutschiger oder schneebedeckter Fahrbahn verlängert sich der Bremsweg.

Ein gutes Fahrsicherheitstraining übt das Fahren auf unterschiedlichen Straßenbedingungen. Und auch mit den vier folgenden Tipps für besondere Situationen wie Anfahren oder ausbrechendes Fahrzeug sollten Sie mit den winterlichen Verhältnissen gut zurechtkommen:

1. ANFAHREN UND BREMSTEST

Um das Durchdrehen der Reifen beim Anfahren zu verhindern, sollten Sie im zweiten Gang gefühlvoll und langsam die Kupplung kommen lassen und vorsichtig Gas geben. Da sich bei winterlichen Straßenverhältnissen der Bremsweg deutlich verlängert, rät der ACV nach dem Anfahren einen vorsichtigen Bremstest durchzuführen. Dadurch gewinnen Sie ein Gefühl für den Untergrund und für die Reaktion Ihres Fahrzeugs.

2. UNTERTOURIG FAHREN

Fahren Sie bei schneebedeckten Straßen mit niedriger Drehzahl und vermeiden Sie ruckartige Fahrmanöver. Oberhalb der Schrittgeschwindigkeit reagiert ein Fahrzeug kaum noch auf ruckartiges Bremsen oder Lenken. Besondere Vorsicht ist beim Abbiegen und beim Einfahren in eine Kurve geboten. Beim Fahren in Senken sollten Sie ebenfalls im Winter vorsichtig sein, denn dort sammelt sich schnell Nässe, die bei niedrigen Temperaturen gefriert und die Straße in eine spiegelglatte Fahrbahn verwandelt.

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Pannenhilfe des ACV

Falls Sie trotzdem einmal von der Fahrbahn abkommen sollten oder im Schnee feststecken, hilft Ihnen natürlich die Pannenhilfe des ACV.

Ein kurzer Anruf in der ACV Notrufzentrale unter +49 221.75 75 75 oder ein Knopfdruck per ACV Co-Pilot App genügt, und Pannen– oder Abschleppdienst sind innerhalb kürzester Zeit bei Ihnen vor Ort.

3. ÜBER– ODER UNTERSTEUERN

Durch die geringen Reibwerte auf winterlichen Straßen kann es passieren, dass die Reifen die Haftung zur Fahrbahn verlieren. In Kurven oder auch auf gerader Strecke, zum Beispiel bei zu hohem Leistungseinsatz oder durch plötzliche Lenkbewegungen, kann dies zu kritischen instabilen Fahrzuständen führen. Dann kommt es zu Über- oder Untersteuern:

Die Seitenführung der Hinterräder reißt ab, an der Vorderachse folgt das Fahrzeug nicht mehr dem eingeschlagenen Lenkwinkel und wandert aus der Kurve. In modernen Pkw helfen allerdings verschiedene Assistenzsysteme, die Situation zu kontrollieren: ABS verhindert das Blockieren der Räder beim Bremsen, Anti-Schlupf-Systeme wirken Traktionsverlusten entgegen, also dem Durchdrehen der angetriebenen Räder. ESP hilft das Fahrzeug zu stabilisieren, wenn es ins Rutschen gerät. Allerdings: Ab einem gewissen Punkt lässt die Physik sich natürlich auch mit Technik nicht mehr überlisten. Deshalb sollten Sie auf glatten Straßen besonders vorsichtig fahren.

4. FAHREN HINTER RÄUMFAHRZEUGEN

Da die Straßenverhältnisse vor dem Räumfahrzeug schlechter sind als dahinter, sollten Sie die  breiten Fahrzeuge nicht überholen. Dies ist nur erlaubt, wenn der Straßenzustand das Überholen gefahrlos erlaubt.

Halten Sie genügend Abstand zu dem Räumfahrzeug, damit herumfliegende Streupartikel und Salz den Lack Ihres Autos nicht beschädigen. Achten Sie beim Abstellen Ihres Autos darauf, dass Sie den Räumfahrzeugen bis zu 4,5 m Durchfahrtsbreite einräumen.

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