verkehrskontrolle

Rechte und Pflichten bei einer Verkehrskontrolle

Wenn Sie in eine routinemäßige Verkehrskontrolle geraten, drohen Ihnen keine Konsequenzen, wenn Sie sich an die Vorschriften halten. Erfahren Sie hier, wozu Sie als Fahrer verpflichtet sind und was Sie nicht tun müssen.

Wer häu­fig mit dem Auto unter­wegs ist, wird frü­her oder spä­ter viel­leicht die Erfah­rung machen, von der Poli­zei für eine Ver­kehrs­kon­trolle ange­hal­ten zu wer­den. Das muss natür­lich nicht sofort hei­ßen, dass der Fah­rer etwas fal­sch gemacht hat. Laut der Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung kann die Poli­zei jeder­zeit, über­all und ereig­nis­un­ab­hän­gig eine Ver­kehrs­kon­trolle bei Teil­neh­mern des öffent­li­chen Stra­ßen­ver­kehrs durch­füh­ren. Das dür­fen jedoch nur Poli­zei­voll­zugs­be­amte, die auch deut­lich als sol­che zu erken­nen sind. Kon­trol­len wer­den ver­mehrt an Fei­er­ta­gen und zur Abend­zeit durch­ge­führt, letzt­lich vor allem zur Gewähr­leis­tung der Ver­kehrs­si­cher­heit. Fah­rer, die Dro­gen oder Alko­hol kon­su­miert haben, kön­nen so schnell aus dem Ver­kehr gezo­gen wer­den, um eine Gefähr­dung ande­rer Ver­kehrs­teil­neh­mer aus­zu­schlie­ßen.

Ver­kehrs­kon­trolle – Pflich­ten des Fah­rers

verkehrskontrolleBei einer Ver­kehrs­kon­trolle sind Sie dazu ver­pflich­tet, auf ein ent­spre­chen­des Zei­chen der Poli­zei zu reagie­ren und anzu­hal­ten. Zwar kön­nen Sie zunächst im Fahr­zeug blei­ben, müs­sen aller­dings Motor und Radio abschal­ten sowie die Scheibe run­ter­las­sen. Wer­den Sie jedoch dazu auf­ge­for­dert, müs­sen Sie aus dem Auto aus­stei­gen.

Da die Kon­trolle meist eine Über­prü­fung des Fahr­zeugs und des Fahr­zeug­füh­rers ein­schließt, müs­sen Sie stets Ihre Per­so­na­lien ange­ben und Füh­rer­schein sowie Fahr­zeug­schein vor­zei­gen. Geben Sie den Beam­ten außer­dem die Mög­lich­keit, sich vom Zustand und der Bela­dung des Autos zu über­zeu­gen. Laut Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung müs­sen Sie bewei­sen, dass Sie Warn­drei­eck und Ver­bands­kas­ten mit sich füh­ren.

 

Was darf die Poli­zei nicht?

Wich­tig ist, dass Sie Ihre Rechte ken­nen, denn abge­se­hen von den selbst­ver­ständ­li­chen Pflich­ten müs­sen Sie nicht allen Anwei­sun­gen der Poli­zei Folge leis­ten. Sie haben zwar eine Dul­dungs­pflicht bei der Poli­zei­kon­trolle, grund­sätz­lich aber keine Mit­wir­kungs­pflicht. Vor Ort sind Sie zum Bei­spiel nicht dazu ver­pflich­tet, Alkohol- oder Dro­gen­tests durch­zu­füh­ren. Auch eine Urin­probe müs­sen Sie bei Anfrage nicht abge­ben. In bei­den Fäl­len gilt, dass Sie dies unbe­dingt nur dann tun soll­ten, wenn Sie über­haupt kei­nen Alko­hol oder Dro­gen kon­su­miert haben und der Test mit Sicher­heit nega­tiv aus­fällt.

Außer­dem müs­sen Sie weder Ihr Handy noch die Inhalte von trans­por­tier­ten Taschen über­prü­fen las­sen. Alles, was über die Über­prü­fung des Zustands und der Bela­dung hin­aus­geht, kön­nen Sie grund­sätz­lich ver­wei­gern, sofern Sie freund­lich blei­ben. Dar­über hin­aus haben Sie auch das Recht auf Aus­sa­ge­ver­wei­ge­rung. Wenn die Beam­ten Sie in ein Gespräch ver­wi­ckeln, sind Sie nicht dazu ver­pflich­tet, genaue Anga­ben zur Sache zu machen.

Beson­ders wich­tig ist, dass Sie einer frei­wil­li­gen Blut­ent­nahme nie­mals zustim­men soll­ten, da Sie dadurch alle Rechte ver­lie­ren. Erst durch einen rich­ter­li­chen Beschluss ist die Blut­ent­nahme bin­dend. Wenn Gefahr in Ver­zug besteht, ist die Blut­ent­nahme zwar auch ohne Beschluss mög­lich, aller­dings müs­sen dafür bereits kon­krete Hin­weise auf Alkohol- oder Dro­gen­miss­brauch vor­lie­gen. Ohne Beschluss und ohne unmit­tel­bare Gefahr gilt die Blut­ab­nahme durch Poli­zei­be­amte als Kör­per­ver­let­zung.

So ver­hal­ten Sie sich rich­tig bei einer Ver­kehrs­kon­trolle

verkehrskontrolleBei einer Ver­kehrs­kon­trolle ist es wich­tig, dass Sie Ruhe bewah­ren und Ihren Pflich­ten nach­kom­men. Wenn die Poli­zei Ihnen also das Zei­chen zum Anhal­ten gibt, soll­ten Sie dar­auf reagie­ren und die Kon­trolle auf kei­nen Fall ver­wei­gern. Blei­ben Sie im Gespräch ruhig und höf­lich. Drü­cken Sie sich außer­dem bedacht aus, um sich nicht durch eine miss­ver­ständ­li­che Aus­sage selbst zu belas­ten. Hal­ten Sie sich jedoch nicht an die Vor­schrif­ten, kann das ein Buß­geld­ver­fah­ren zur Folge haben. Wenn die Kon­trolle der Beam­ten aktiv ver­wei­gert oder erschwert wird, ist auch ein Straf­ver­fah­ren wegen Wider­stands gegen Voll­stre­ckungs­be­amte mög­lich. Im Gespräch ist es rat­sam, dass Sie ruhig und höf­lich blei­ben.