Verkehrsgerichtstag fordert Fahrtrainings für Pedelec-Fahrende

Die Sicherheit von Radfahrenden muss gezielt verbessert werden, damit die Unfallzahlen im Straßenverkehr weiter sinken. Ein sinnvolles Mittel hierfür sind Fahrtrainings für die Nutzer von Pedelecs, insbesondere wenn es sich um ältere Verkehrsteilnehmer handelt.

Der Automobil-Club Verkehr ACV hat  beim 60. Verkehrsgerichtstag (VGT) in Goslar angeregt, dass der Fachhandel seine Kunden beim Pedelec-Kauf zur Teilnahme an einem solchen Fahrtraining motivieren soll. Erfreulicherweise hat der zuständige Arbeitskreis diese Anregung in seine diesjährigen Empfehlungen übernommen.

Zuvor hatte der Leiter der Unfallforschung der Versicherer, Siegfried Brockmann, Zahlen zum Unfallgeschehen präsentiert. Demnach war im Jahr 2021 etwa jeder Dritte tödlich verletzte Radfahrer mit einem Pedelec unterwegs (372 Getötete, davon 131 Pedelecnutzer = 35%). Die Gruppe der Senioren ist besonders stark vertreten. Der Sprecher des ACV, Gerrit Reichel, erklärt dazu: „Pedelecs ermöglichen durch ihre bequeme Tretunterstützung einen beträchtlichen Mobilitätsgewinn. Dies führt allerdings auch dazu, dass Menschen aufs Rad steigen, die ohne Motorkraft nicht oder nicht mehr fahren würden. Deshalb ist es wichtig, sich mit dem besonderen Fahrverhalten eines Pedelecs erst vertraut zu machen. Lenken üben, Ausweichen und Bremsen trainieren, das ist wichtig!“ Zu begrüßen ist auch die Empfehlung des 60. VGT, die Verkehrsausbildung für Kinder und Jugendliche zu intensivieren. Entsprechende Inhalte sollen in die Lehrpläne aufgenommen werden.

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