Mobilität erhalten: ACV unterstützt Hilfsaktion für die Ukraine

Die individuelle Mobilität sichern und Menschen bei einer Fahrzeugpanne helfen, das ist die Kernkompetenz des Automobil-Club Verkehr (ACV). Deshalb zögerte der Club auch nicht, als ihn kürzlich die Anfrage einer Hilfsinitiative für die Ukraine erreichte.

Das Helfer-Team um Niels Thormählen (Mitte) mit zwei der Spenden-Fahrzeuge. (Bild: Martina Goyert)

In dem vom Krieg erschütterten Land sind viele private Pkw inzwischen defekt oder zerstört. Ersatzteile wie z.B. Reifen sind schwer zu beschaffen oder gar nicht verfügbar. Eine Gruppe privater Helfer um den Geschäftsmann Niels Thormählen (44) aus Köln machte sich deshalb im Konvoi dorthin auf den Weg, um die Not mit sechs gebrauchten, aber intakten Fahrzeugen samt Hilfsgütern etwas zu lindern. Der ACV stellte nicht nur die Pannenhilfe auf der 1.500 Kilometer langen Reise sicher, sondern übernahm auch die Kosten für den benötigten Kraftstoff und die Rückreise der Helfer.

Acht Wochen lang hatte die achtköpfige Gruppe ihre abenteuerliche Reise vorbereitet. Mit unermüdlichem Engagement sammelten Thormählen und sein Team rund 20.000 Euro Spendengelder ein, womit dann die Gebrauchtwagen erworben und mit diversen Sachspenden beladen werden konnten. Die Fahrzeuge, ältere SUV mit Diesel und Allradantrieb, aber auch normale Pkw sowie ein neunsitziger Transporter, sind inzwischen in der Ukraine angekommen. Einige gehen an Hilfsorganisationen vor Ort, andere an das ukrainische Militär. Bei der Durchführung erwies sich das persönliche Netzwerk von Niels Thormählen als äußerst nützlich: Der ehemalige Vertriebsprofi für Osteuropa verfügt über exzellente Kontakte in die Ukraine, nicht nur geschäftlich, sondern auch privat. "Der Krieg geht mir persönlich sehr nahe", so Thormählen, "deshalb kam mir der Gedanke, selbst etwas zu unternehmen. Ich weiß, wie dringend die Autos dort gebraucht werden."

Rund vier Tage waren die Helfer unterwegs. Dabei erlebten sie schneeglatte Straßen, Beinahe-Unfälle, Autobahn-Sperrungen, Polizei-Kontrollen und penible Zöllner, die sie acht Stunden am Grenzübergang nahe der Stadt Uschgorod warten ließen. Dennoch kam der Spaß in der Gruppe nicht zu kurz. ACV Geschäftsführer Holger Küster zeigte sich begeistert von der Hilfsaktion: "So viel Engagement ist einfach ansteckend. Ich bin stolz, dass der ACV einen kleinen Beitrag zum Gelingen der Aktion beitragen durfte und erleichtert, dass alles glattgelaufen ist." Eindrücke von der Hilfsaktion vermittelt ein Video, das unterwegs gedreht wurde und unter diesem Link einzusehen ist.

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