| Rubrik: Pres­se­mit­tei­lun­gen emp­feh­len

ACV for­dert Ver­brau­cher­in­ter­es­sen im Fokus des Diesel-​Gipfels

Köln, 01.08.2017. Am Mitt­woch emp­fan­gen Ver­kehrs­mi­nis­ter Alex­an­der Dobrindt (CSU) und Umwelt­mi­nis­te­rin Bar­bara Hendricks (SPD) Poli­ti­ker und Ver­tre­ter der Auto­in­dus­trie in Ber­lin, um eine Lösung für sau­bere Die­sel­au­tos zu fin­den, so dass keine Fahr­ver­bote nötig sind.

Vor dem Diesel-​Gipfel erneu­ert der ACV Automobil-​Club Ver­kehr seine For­de­run­gen:

• Es müs­sen Nach­rüst­mög­lich­kei­ten für Ver­brau­cher betrof­fe­ner Euro-​5 und Euro-​6-​Fahrzeuge beschlos­sen wer­den, so dass diese Diesel-​Pkws künf­tig die Euro-​6-​Grenzwerte im rea­len Fahr­be­trieb ein­hal­ten.

• Eine neue Motor­soft­ware auf­zu­spie­len reicht nicht aus. Wirk­same Abgas­nach­bes­se­run­gen zur Reduk­tion von Stick­oxi­den müs­sen durch den Ein­bau einer SCR-​Abgasreinigungstechnik erfol­gen.

• Der Ver­brau­cher darf nicht mit den Kos­ten für not­wen­dige Nach­rüs­tun­gen belas­tet wer­den. Statt­des­sen muss die volle Kos­ten­über­nahme der Nach­rüs­tungs­lö­sun­gen durch die Her­stel­ler garan­tie­ret wer­den.

• Neue Diesel-​Pkw dür­fen künf­tig nur dann für den Stra­ßen­ver­kehr zuge­las­sen wer­den, wenn sie die Grenz­werte für Luft­schad­stoffe im Real­be­trieb ein­hal­ten.

• Das deut­sche Rechts­sys­tem muss zukünf­tig Sam­mel­kla­gen zulas­sen, an denen sich meh­rere Auto­fah­rer betei­li­gen kön­nen. Nur so wird Ver­brau­chern end­lich die Macht­lo­sig­keit im Abgas­skan­dal gegen die Auto­in­dus­trie genom­men.

Lars Wage­ner, Vor­sit­zen­der der ACV Geschäfts­lei­tung:

WagenerDie aktu­elle über­trie­bene For­de­rung nach Fahr­ver­bo­ten für Die­sel­fahr­zeuge ist die fal­sche Ant­wort auf die Frage nach sau­be­rer Luft. Effek­tive Nach­rüs­tun­gen und ein lang­fris­ti­ger Plan für den Die­sel, auf den sich der Ver­brau­cher ein­stel­len kann, müs­sen auf den Tisch.
Der Wert­ver­lust ihres Fahr­zeugs und Fahr­ver­bote trä­fen einen Groß­teil der Die­sel­fah­rer ins Mark. Der Ver­brau­cher darf nicht durch die große Nähe zwi­schen Auto­in­dus­trie und Poli­tik der letz­ten Jahr­zehnte bestraft wer­den. Die­ser unglück­li­chen Bezie­hung muss auf dem Diesel-​Gipfel ein Ende gesetzt wer­den. Nur wenn der Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter sau­bere Die­sel und kos­ten­neu­trale Nach­rüst­lö­sun­gen betrof­fe­ner Fahr­zeuge durch­setzt, kön­nen er und die Her­stel­ler das Ver­trauen der Auto­fah­rer zurück­ge­win­nen.“


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Lars Wage­ner, Vor­sit­zen­der der Geschäfts­lei­tung des ACV Automobil-​Club Ver­kehr
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