Wohnmobil mieten – worauf Sie achten müssen

Sie möchten fremde Länder und Regionen auf eigene Faust entdecken und überall dort bleiben, wo es Ihnen gerade gefällt? Wenn Sie sich ein Wohnmobil mieten, können Sie diese Freiheit ohne dauerhafte Kosten genießen. Hier finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten!

Wann sollten Sie ein Wohnmobil buchen?

Wohnwagen zum Mieten sind mittlerweile weltweit sehr beliebt. Da bleibt nicht aus, dass es in der Hochsaison zu Engpässen kommen kann. Buchen Sie also frühzeitig, damit Sie am Ende nicht leer ausgehen. Aber nicht nur deshalb lohnt sich frühes Buchen. Vermieter weltweit bieten Frühbucherrabatte bis zu 15 % und weitere Frühbucher-Specials an.

Buchen Sie Ihre Reise in der Hochsaison deshalb am besten sechs bis acht Monate im Voraus. Schauen Sie sich erst nach einem geeigneten Flug um, suchen Sie dann ein geeignetes Wohnmobil und mieten Sie zeitnah und parallel.

Tipp

Wohnmobil-Preisvergleich

Auf der Website www.camperdays.de können Sie verschiedene Angebote weltweit vergleichen und auch direkt buchen. Dabei wird Ihnen bei den meisten Angeboten auch die Verfügbarkeit angezeigt.

Wer darf ein Wohnmobil mieten und fahren?

Mindestalter:

In den meisten Ländern liegt das Mindestalter zum Mieten eines Wohnmobils bei 21 Jahren. In einigen Ländern können bestimmte Camper auch schon mit 18 Jahren gemietet werden – dies ist jedoch die Ausnahme.

Führerschein:

In Europa benötigen Sie zum Mieten und Fahren eines Wohnmobils einen Führerschein der Klasse C, wenn das Fahrzeug ein Gesamtgewicht von 3,5 t übersteigt. Fahrer müssen dabei seit mindestens drei Jahren im Besitz eines gültigen Führerscheins dieser Klasse sein. Zum Mieten eines Campers oder eines kleinen Wohnmobils unter 3,5 t reicht die Führerscheinklasse B aus. Wichtig ist hierbei auch, dass der Fahrer den Führerschein schon länger als ein Jahr besitzt. In anderen Ländern, wie beispielsweise Australien, Neuseeland, Kanada oder den USA, dürfen Sie alle angebotenen Mietwohnmobile mit einem Führerschein der Klasse B fahren. Wichtig ist dabei aber, dass Sie in Australien und Neuseeland neben dem deutschen Führerschein zum Mieten eines Wohnmobils auch zwingend einen internationalen Führerschein benötigen.

Kreditkarte:

Mittlerweile wird zum Mieten eines Wohnmobils oder eines Campers weltweit eine Kreditkarte benötigt. Ohne eine gültige Kreditkarte können Sie die Kaution, welche für das Fahrzeug vor Ort fällig wird, nicht hinterlegen und dürfen somit nicht mieten.

Wohnmobil mieten: Fahrzeug und Ausstattung

Fahrzeugtyp:

Haben Sie sich für einen Wohnmobil-Urlaub entschieden, so sollten Sie sich zunächst überlegen, welches Fahrzeug am besten zu Ihren Vorstellungen passt. Soll es möglichst günstig sein und dafür mit einer Basis-Ausstattung? Oder soll es möglichst luxuriös sein? Wie viele Schlafplätze brauchen Sie? Benötigen Sie einen Generator, ein WC und eine Dusche oder reicht Ihnen ein Camper ohne Badezimmer mit Landstromanschluss? Das sind alles Fragen, die Sie sich im Vorfeld der Wohnmobil-Miete stellen sollten.

Leistungen:

Informieren Sie sich vor der Buchung, welche Zusatzleistungen im Angebot inklusive sind oder ob die Leistungen kostenpflichtig angeboten werden. Ist beispielsweise ein zusätzlicher Fahrer im Preis inkludiert? Oder ist die Endreinigung des Fahrzeugs kostenfrei?

Ausstattung:

Klären Sie vor der Buchung, welche Ausstattungen im Angebot bereits inklusive sind. Einige Vermieter, vor allem in Europa und den USA, berechnen zusätzliche Gebühren für die Bereitstellung von Bettwäsche oder für die Küchenausstattung. Tipp: Hier lohnt es sich meistens, einen eigenen Schlafsack mitzunehmen oder aber die Ausstattung vor Ort günstig zu kaufen, statt beim Vermieter zu mieten.

Kilometer:

In den meisten Ländern dürfen Sie mit dem Mietwohnmobil so viele Kilometer fahren, wie Sie möchten. In den USA und Kanada sind jedoch keine Kilometer im Basispreis der Vermieter inklusive. Diese müssen Sie separat bei der Buchung hinzubuchen. Dabei sind verschiedene Kilometerpakete buchbar.

Wohnmobil mieten – welche Versicherung brauchen Sie?

In der Regel enthalten alle Angebote im Basispaket eine Vollkaskoversicherung mit Selbstbeteiligung. Bei einigen Vermietern, vor allem in Australien und Neuseeland, kann die Selbstbeteiligung dieser Versicherung jedoch bis zu 7500 Australische Doller betragen. Reduziert werden kann sie dabei durch den Abschluss einer zusätzlichen Versicherung beim Vermieter (Premium-Paket).

Oft lohnt sich auch der Abschluss einer externen Zusatzversicherung, die von verschiedenen deutschen Versicherungsgesellschaften angeboten wird. Diese Versicherung erstattet die bezahlte Selbstbeteiligung im Schadenfall.

Eine Haftpflichtversicherung ist in allen Angeboten inklusive. Achten Sie jedoch darauf, dass die versicherte Summe mindestens 1.000.000 € beträgt. Ansonsten empfiehlt sich auch hier der Abschluss einer zusätzlichen Versicherung bei einem externen Versicherer.

Was muss bei der Abholung beachtet werden?

Das Reisemobil ist gemietet und jetzt kann es eigentlich direkt losgehen, oder? Noch nicht ganz. Beachten Sie noch einige Kleinigkeiten, bevor Sie losfahren. Dann wird Ihre Wohnmobil-Reise garantiert zum vollen Erfolg.

  • Erholen Sie sich vor der Abfahrt. Nach einem Langstreckenflug sollten Sie sich erst einmal eine Pause gönnen, bevor Sie mit dem Wohnmobil weite Strecken fahren. In den USA und auch in Kanada ist es durch die Vermieter vorgeschrieben, dass Sie erst einen Tag nach Ankunft das Fahrzeug übernehmen dürfen.
  • Kontrollieren Sie das Fahrzeug bei der Übernahme auf eventuelle Schäden oder sonstige Mängel an der Karosserie, aber auch im Innenraum. Lassen Sie diese im Mietvertrag des Vermieters unbedingt eintragen.
  • Fragen Sie bei der Wohnmobilvermietung nach und lassen Sie sich bei der Übernahme unbedingt zeigen, wie das Wohnmobil zu fahren ist und wie die einzelnen Ausstattungen funktionieren. Wie wird beispielsweise der Abwassertank geleert? Wenn Sie sich unsicher sind, dann üben Sie das Fahren auf dem Parkplatz der Station, um ein Gefühl für die Größe des Wohnmobils zu bekommen.

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