Neben Tempolimits und Mautregelungen gelten in einigen europäischen Ländern weitere Vorschriften für Wohnwagen-Gespanne. Dazu zählen beispielsweise Mitführpflichten, Kennzeichnungen oder besondere Ausrüstungsvorschriften. Informieren Sie sich vor Reiseantritt über die geltenden Bestimmungen Ihres Reiselandes.
Belgien
Auf dreispurigen Autobahnen dürfen Wohnwagen-Gespanne den linken Fahrstreifen nicht zum Überholen nutzen.
Deutschland
Die Gasanlage muss seit Juni 2025 alle zwei Jahre geprüft werden. Zudem gilt auf dreispurigen Autobahnen ein Überholverbot für Wohnwagen-Gespanne auf dem linken Fahrstreifen.
Frankreich
Liegt das zulässige Gesamtgewicht Ihres Gespanns über 3,5 Tonnen, müssen an beiden Seiten und am Heck des Wohnwagens „Angles Morts“-Aufkleber (Warnung vor dem toten Winkel) angebracht werden.
Italien
Überstehende Ladung, etwa ein Fahrradträger am Heck, muss mit einer rot-weiß gestreiften Warntafel gekennzeichnet werden.
Niederlande
Für gebremste Wohnanhänger ist eine Abreißleine vorgeschrieben, die fest an einer geeigneten Öse oder Halterung befestigt werden muss. Ein bloßes Überwerfen der Seilschlaufe über den Kugelkopf genügt nicht.
Österreich
Bei Stau auf Autobahnen ist eine Rettungsgasse zu bilden. Fahrzeuge auf der rechten Spur dürfen den Pannenstreifen bei Bedarf mitbenutzen. Auf einzelnen Passstraßen gelten für Gespanne besondere Fahrverbote oder Einschränkungen.
Schweiz
Wie in Deutschland und Belgien dürfen Gespanne auch hier auf dreispurigen Autobahnen die ganz linke Spur nicht zum Überholen nutzen.
Spanien
Überschreitet das Gespann aus Auto und Wohnwagen eine Gesamtlänge von 12 Metern, müssen am Heck des Anhängers gelb-rote Heckmarkierungstafeln angebracht werden. Warnwesten sollten für alle Insassen griffbereit im Fahrzeug liegen.