Auf Urlaubsfahrten mutiert der Pkw oft zum Packesel. Doch die Grenzen der Beladung sind schneller erreicht, als man glaubt. Dann droht nicht nur Ärger mit der Polizei, sondern auch ein erhöhtes Unfallrisiko. Wir zeigen, wie Sie Ihr Auto platzsparend und sicher beladen.
Erlaubte Zuladung kennen
Wie viel Sie zuladen dürfen, ergibt sich aus der Differenz zwischen dem zulässigen Gesamtgewicht (ZGG, Feld F.1) und dem Leergewicht (Feld G) Ihres Fahrzeugs. Beide Angaben finden Sie in der Zulassungsbescheinigung Teil I, meist auf der Rückseite des Dokuments. Im Leergewicht ist ein Fahrer mit 75 Kilogramm bereits enthalten – alle weiteren Personen, Gepäckstücke oder Zubehörteile (z. B. Dachbox, Fahrradträger) zählen zur Zuladung.
Beachten Sie, dass Sonderausstattungen wie Schiebedach, Allradantrieb, Automatik oder größere Felgen das tatsächliche Leergewicht eines Fahrzeugs deutlich erhöhen können, ohne dass diese Gewichtszunahme in den Papieren zwingend berücksichtigt ist. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann das Fahrzeug auf einer öffentlichen Waage – etwa bei einem Wertstoffhof oder landwirtschaftlichen Betrieb – wiegen lassen oder Bordcomputer bzw. geeignete Apps zur groben Gewichtsschätzung nutzen.
Wichtig zu wissen: Eine Überladung kann das Fahrverhalten beeinträchtigen, den Bremsweg verlängern und zu Schäden am Fahrzeug führen. Bei Überschreitung der zulässigen Gesamtmasse oder unzureichender Ladungssicherung drohen Bußgelder von bis zu 75 Euro und ein Punkt in Flensburg (§ 22 StVO i. V. m. Bußgeldkatalog).
Strafzettel wegen Überladung? ACV steht Ihnen zur Seite
ACV-Mitglieder erhalten bei rechtlichen Fragen eine kostenlose Erstberatung – auch bei Bußgeldern durch Überladung oder anderen Verkehrsverstößen. Eine von vielen starken Zusatzleistungen, die unseren Pannenschutz sinnvoll ergänzen.
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Gut beladen - noch besser abgesichert
Selbst die beste Vorbereitung schützt nicht vor allen Risiken. Und wenn im Urlaub doch mal etwas passiert, ist schnelle Hilfe entscheidend. ACV-Mitglieder profitieren von europaweiter Pannenhilfe, rund um die Uhr.
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Mit Zusatzlast angepasst fahren
Auch wenn es keine gesetzliche Höchstgeschwindigkeit für beladene Fahrzeuge gibt, gilt ein Richtwert von 130 km/h. Dachboxen und Trägersysteme erhöhen den Luftwiderstand und machen das Fahrzeug anfälliger für Seitenwind. Auch Assistenzsysteme wie Spurhalte- oder Notbremsassistenten können bei hoher Beladung in ihrer Funktion eingeschränkt sein.
Eine angepasste Fahrweise trägt zur Stabilität bei, senkt den Verschleiß und reduziert den Kraftstoffverbrauch, der mit zunehmendem Gewicht spürbar ansteigt.
Reifendruck rechtzeitig prüfen
Bei voller Beladung steigt die Belastung der Reifen. Zu niedriger Druck führt zu Hitze, höherem Verschleiß und erhöhtem Risiko für Reifenplatzer. Hersteller empfehlen je nach Achslast eine Druckerhöhung von 0,5 bis 1,0 bar.
Die richtigen Werte finden Sie meist in der Tankklappe oder im Türrahmen der Fahrerseite. Der Reifendruck sollte bei kalten Reifen geprüft werden – idealerweise direkt vor der Abfahrt.
► Das Wichtigste auf einen Blick