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Opel Grandland X Hybrid4: Die sparsame Kraft

Drei Motoren, 300 PS, 6,1 Sekunden von null auf 100 km/h, 235 km/h Spitze: klingt nicht gerade nach sparsam. Ist der neue Opel aber – wenn man ihn richtig nutzt.

Jetzt hat auch Opel seinen ersten Plug-in-Hybrid (PHV). Das Mittelklasse-SUV mit dem etwas sperrigen Namen Grandland X Hybrid4 ist ab sofort im Handel und kostet mindestens 51.165 Euro. Viel Geld für keine 4,50 Meter Auto.

Aber im Franko-Rüsselsheimer – die PHV-Schwestermodelle Peugeot 3008 und DS 7 Crossback fahren mit exakt demselben Antriebskonzept vor – arbeitet schließlich starkes Paket aus zwei E-Motoren (vorn/hinten) und einem 1,6-Liter-Turbobenziner. Wer das Gaspedal richtig durchdrückt, wird überrascht sein.

Bei jeder Gelegenheit an die Steckdose

Entspannt fahren und bei jeder Gelegenheit ab an die Steckdose, so lautet das Konzept des Grandland. Knapp 60 reine Elektrokilometer sind drin, danach schaltet sich der Verbrenner ein. Theoretisch, denn in der Praxis dürften die meisten Kunden wohl im Hybrid-Modus fahren, der stets den optimalen Mix berechnet, häufig schnell wechselnd oder gleichzeitig mit E-Antrieb und Verbrenner. Natürlich gibt es auch einen reinen E-Antrieb, zum Beispiel für den Stadtverkehr. Über das mittige Display lässt sich zudem eine Batteriereserve einstellen, etwa für die letzten Kilometer durch das Wohngebiet. Clever.

Daneben gibt es noch zwei weitere Modi: „Allrad“ und „Sport“, letzterer für schnell gefahrenen Autobahnetappen. Dann sind allerdings die offiziellen 1,6 Liter Verbrauch schnell Makulatur. Auch, weil der Grandland mit 1,9 Tonnen rund 370 Kilogramm mehr wiegt als der konventionelle Benziner gleichen Hubraums.

Bildergalerie Opel Grandland X Hybrid4

Batterie voll – nach zwei oder sieben Stunden

Wie jedes PHV kann der Opel sein Sparpotenzial also nur entfalten, wenn er häufig an die Steckdose kommt. Die Lithium-Ionen-Batterie fasst 13,2 kW/h, das Aufladen dauert an der Haushaltssteckdose bei 1,8 kW Ladeleistung über sieben Stunden. An einer Wallbox werden über den serienmäßigen Lader 3,7 kW angeboten, gegen 500 Euro Aufpreis für ein schnelleres On-Board-Ladegerät geht es mit 7,4 kW noch fixer und die Batterie ist nach knapp zwei Stunden wieder voll.

Übrigens: Platz gibt es im Grandland zwar für alle Passagiere genug, der Kofferraum ist im Hybrid aber kleiner, denn irgendwo muss die ganze Technik ja hin. Statt 514 Liter (bis 1.652) muss sich der der Hybrid-Fahrer mit 390 Litern (bis 1.528) begnügen.

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Förderung vom Staat

Wenn die Umweltprämie demnächst auf brutto rund 4.100 Euro erhöht wird, sinkt der Einstandspreis auf 47.060 Euro. Und der fürs Frühjahr 2020 angekündigte Grandland X Hybrid mit nur einem E-Motor und reinem Frontantrieb wird ab 44.190 Euro zu haben sein, nach Abzug der Förderung von 4.927 Euro (brutto) sind dann vom Käufer noch 39.260 Euro zu zahlen. Und: Wer ein E-Auto oder einen PHV als Dienstwagen fährt, versteuert den geldwerten Vorteil nur mit 0,5 statt wie sonst mit einem Prozent monatlich.
 

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