Alternativen zum Golf: 5 gute Gebrauchte

Der VW Golf ist Deutschlands beliebtestes Auto – und auch als Gebrauchter noch entsprechend teuer. Wir stellen vor: fünf preiswerte und nicht unbedingt schlechtere Alternativen

Kia Ceed: Mit Langzeit-Garantie

Ganz schön cool kommt er daher, dieser Koreaner – und das gilt nicht nur für die Karosserie. Kia hat bei der seit 2012 gebauten zweiten Generation des kompakten Ceed auch im Interieur die letzten Reste fernöstlicher Billigheimerei über Bord geworfen und bietet den Insassen ein ebenso wohnliches wie funktional einwandfreies Ambiente. Bei der Technik sind sich die Koreaner treu geblieben. Solide Verarbeitung, ein braves Fahrwerk und relativ moderate Motorisierungen (3 Benziner, 2 Diesel) reichen für normale Ansprüche völlig aus.

Und um die Zuverlässigkeit muss man sich hier keine Sorgen machen: Selbst vier Jahre alte Exemplare, die zu Preisen ab 9000 Euro gehandelt werden, verfügen dank der bei Kia üblichen Sieben-Jahres-Gewährleistung noch über eine Garantielaufzeit von drei weiteren Jahren.

Alfa Romeo Giulietta: Starker Charakter

Alfa Romeo – das klingt schon mal ganz anders als Volkswagen. Und die seit 2010 gebaute Giulietta wirkt auch optisch ganz anders als ein Golf: nicht sachlich und kantig, sondern extravagant und sportlich. Im Innenraum bietet sie lässige Eleganz statt niedersächsischer Perfektion, auf der Rückbank allerdings auch etwas weniger Platz als der Platzhirsch in der Kompaktklasse.

Doch bei einem Alfa geht es weniger um rationale Werte als vielmehr um Fahrspaß – und da hat die Giulietta einiges zu bieten: Vier Benziner und drei Dieselmotoren mit Leistungen von 105 bis 235 PS stehen zur Wahl, eine ziemlich direkte Lenkung und das straff abgestimmte Fahrwerk unterstreichen ebenfalls ihren sportlichen Charakter. Durchaus attraktiv ist auch das Preisniveau: Vier Jahre alte Exemplare sind schon ab 9000 Euro zu finden.

Volkswagen Polo: So groß wie ein Golf II

Wer einen Golf sucht, kauft keinen Polo, sollte man meinen. Vielleicht aber doch: Denn der bis 2014 gebaute Polo V ist fast exakt genauso lang und breit wie ein Golf der zweiten Generation – und der hat doch damals auch gereicht, oder? Mit fast vier Meter Länge ist der Polo ohnehin kein echter Kleinwagen mehr, bietet fast genauso viel Komfort und eine ähnlich üppige Motorenpalette wie ein Golf. Schließlich ist allgemeines Downsizing angesagt, und damit kommen auch Faktoren wie kleinere Parklücken, geringerer Verbrauch und bessere Handlichkeit ins Spiel.

Gar nicht zu reden vom Preisvorteil: Vier Jahre alte Polos in gutem Zustand gibt es schon ab 8000 Euro.

Ford Focus: Der Unscheinbare

Was der Golf in Deutschland, ist der Ford Focus weltweit: das meistverkaufte Modell überhaupt. Und das kommt nicht von ungefähr. Unter der eher unauffälligen Karosse der seit 2011 gebauten aktuellen Generation verbirgt sich ebenso solide wie hochwertige Technik. Das aufwendige Fahrwerk zählt zu den besten in dieser Klasse, die Motoren sind durch die Bank robust und liefern Temperament für jeden Geschmack: Besonders sparsam sind die 1,0-Liter-Dreizylinder– Benziner und der 1,6-Liter-Diesel, für Leistungshungrige empfiehlt sich der Focus ST mit 250-PS-Turbo-Triebwerk.

Gewöhnungsbedürftig ist lediglich das nicht sonderlich intuitiv gestaltete Cockpit, bei dessen Bedienung nicht selten die Betriebsanleitung konsultiert werden muss. Doch darüber trösten die günstigen Preise hinweg: Einen ordentlichen Focus aus dem Baujahr 2012 findet man ab etwa 9000 Euro.

Škoda Octavia: Raumriese auf Golf-Basis

Zugegeben, die etwas biedere Optik ist nicht jedermanns Sache. Abgesehen davon ist der Škoda Octavia der zweiten Generation – gebaut von 2004 bis 2012 – jedoch in fast allen Belangen der bessere Golf. Denn unter dem Blech steckt die Technik des Wolfsburger Bestsellers – und sein Interieur fällt nicht nur im Passagierabteil noch großzügiger aus: Der ohnehin schon 560 Liter große Kofferraum lässt sich bei Bedarf auf ein Volumen von 1560 Litern erweitern. Hinzu kommt ein großes Antriebsspektrum mit zahlreichen Benzinern, Diesel-Motoren, sportlichen RS-Triebwerken sowie einer Erdgas-Variante.

Verzichten muss man bei Škoda nur auf das hochwertige VW-Ambiente. Die tschechischen Modelle sind schlichter gestrickt, dafür aber auch deutlich günstiger eingepreist. Für einen Golf VI des Baujahrs 2012 werden in der Regel noch fünfstellige Kurse aufgerufen, einen gleich alten Octavia gibt es schon für 8000 Euro.

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