Mit Kindern kann eine Nachtfahrt gut funktionieren: Viele Kinder schlafen im dunklen Auto schnell ein, besonders wenn sie bequem angezogen sind und vertraute Dinge dabeihaben. Gerade für Kinder, die schnell unter Reiseübelkeit leiden, kann eine Nachtfahrt angenehmer sein, weil sie einen großen Teil der Strecke verschlafen.
Doch auch wenn viele Eltern froh sind, wenn ihre Kinder während der Fahrt ruhig schlafen, sollten besonders bei Fahrten mit Babys regelmäßige Pausen eingeplant werden. Empfohlen wird, spätestens nach etwa zwei Stunden Fahrt eine Pause einzulegen, da die halb sitzende Position in der Babyschale Rücken und Atmung belasten kann. Das gilt natürlich auch für Fahrten tagsüber.
Auch bei älteren Kindern sollten Eltern auf die Schlafposition achten. Wenn die Muskeln im Tiefschlaf entspannen, kippt der Kopf oft nach vorne oder die Kinder rutschen tief in den Sitz. Das kann zu Nackenschmerzen führen und dazu, dass der Sicherheitsgurt nicht mehr optimal anliegt. Verfügt der Kindersitz über eine Ruheposition, sollte diese bereits vor der Abfahrt eingestellt werden. Ergonomische Schlafkissen können zusätzlich unterstützen.
Unabhängig vom Alter der Kinder lohnt es sich, auch für Wachphasen gut vorbereitet zu sein und alles Wichtige griffbereit zu haben. Denn wer nachts auf dem Beifahrersitz lange nach dem Kuscheltier, der Trinkflasche oder Snacks suchen muss, sorgt schnell für Unruhe im Auto.
Für Wachphasen sind Hörspiele, Bücher oder ruhige Spiele oft besser geeignet als lange Bildschirmzeit. Helle Displays können Kinder wieder wacher machen, besonders wenn die kleinen Mitfahrer lange auf Tablet oder Smartphone schauen. Falls Bildschirme doch zur Beschäftigung genutzt werden, helfen eine gedimmte Helligkeit, Nachtmodus oder Blaufilter.
Gleichzeitig gilt: Schlafende Kinder auf der Rückbank sind kein Grund, die Strecke ohne Pause durchzufahren. Auch Fahrerinnen und Fahrer brauchen regelmäßige Erholung.