Roadtrip für Anfänger – so wird die Rundreise ein Erfolg

Mit einem Roadtrip verbinden wir Abenteuerurlaub, Spaß, neue Erfahrungen, Überraschungen, das Kennenlernen neuer Menschen, das Entdecken unerwartet schöner Landschaften oder Reifenwechsel auf verregneten Landstraßen. Jeder Roadtrip ist ein einzigartiges Erlebnis. Und zwar von der Planung bis zur Rundreise selbst.

Doch so individuell Roadtrips auch sind, so haben sie alle einige wichtige Gemeinsamkeiten, die gerade von Anfängern beachtet werden sollten. Um keine bösen Überraschungen zu erleben, sollte ein Roadtrip gut geplant werden. Das gilt für die Strecke genauso wie für das Fahrzeug. Wir zeigen allen Anfängern, welche Fragen im Vorfeld zu klären sind und was sie bei der Planung beachten sollten.

Wohin soll die Reise beim Roadtrip gehen?

Einer der Vorteile eines Roadtrips ist, dass man in fast jeder Gegend der Welt seine Reise unternehmen kann. Jedoch sollten sich sowohl Anfänger als auch Profis immer zunächst überlegen, was sie von der Reise erwarten. Sind es die berühmten Highlights, die man unbedingt einmal sehen möchte? Oder soll der Roadtrip Entschleunigung bieten und den Entdeckergeist fördern? Denn nicht nur die bekannten Regionen mit beliebten Sehenswürdigkeiten sind einen Roadtrip wert. Auch in zunächst unscheinbaren oder sogar verstaubt geltenden Gegenden verbergen sich häufig sehenswerte Kleinode und eine bezaubernde Natur, in die man gerade auf einem Roadtrip entspannt und neugierig eintauchen kann. 

Steht die gewünschte Region fest, sollten Sie sich fragen: Welche Städte, Schlösser, Burgen oder landschaftlichen Highlights möchte ich in der Gegend besichtigen? Nichts ist ärgerlicher als hinterher festzustellen, dass man eine Sehenswürdigkeit nicht gesehen hat oder eine besondere Veranstaltung verpasst hat. Führt der Roadtrip einen ins Ausland, sollten Warnungen des Auswärtigen Amtes unbedingt beachtet werden.

Wie finde ich die passende Strecke?

Für einen Roadtrip eignen sich kreisförmige Routen, die den gleichen Start- und Endpunkt haben.

Für die Planung wählen Sie am besten als erstes eine Handvoll favorisierte Ziele aus, und planen erst dann die Route und alle weiteren gewünschten Stopps, die Sie unterwegs noch besuchen möchten.

Wollen sich die Lieblingsziele alle partout nicht sinnvoll in eine kreisförmige Route fügen? Dann können Sie alternativ mit einem gemieteten Fahrzeug auch nur in eine Richtung fahren, welches Sie dann am Endpunkt des Roadtrips wieder abgeben und von dort aus mit dem Flugzeug oder Zug zurückkehren.

Wie viel sollte ich fahren?

Gerade Anfänger sollten sich für eine kürzere und unkomplizierte Strecke entscheiden. Dies gilt insbesondere, wenn man in ein Land mit schlecht ausgebauten Straßen fährt. Schließlich möchte man bei einem Roadtrip möglichst viel erleben und nicht ständig am Steuer sitzen. Außerdem sollten sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene bei einem Roadtrip die eigene Energie nicht überschätzen. Auch das Fahren und ständige unterwegs sein auf längeren Strecken kann auf Dauer anstrengend sein und viel von der Energie rauben, die man vielleicht lieber in einen Ausflug oder das Ausprobieren einer neuen Sportart stecken würde.

Wann fahre ich am besten auf einen Roadtrip?

Bei der Planung eines Roadtrips sollten Sie immer die Reisezeit beachten. Welches Wetter erwartet mich vor Ort? Sind in der Region, in die ich fahre, gerade Ferien und viele Menschen unterwegs? Oder liegt ein Teil meiner Route auf einer stark befahrenen Reisestrecke? Niemand verbringt gerne einen Tag lang im Stau oder in der Schlange vor dem Eintritt zu einer Sehenswürdigkeit. Wer nicht darauf angewiesen ist, während der Ferien zu verreisen, für den ist antizyklisches Reisen Gold wert. Dabei können selbst Tage einen Unterschied machen – das gilt im Übrigen auch während der Hochsaison, auch dann kann es helfen, einen oder zwei Tage früher oder später zu fahren.

Mit wem soll ich auf eine Rundreise gehen?

Im Voraus sollte man sich gut überlegen, wen man auf einem Roadtrip als Begleitung haben möchte. Den Partner? Die Familie? Den besten Freund bzw. die beste Freundin? Mehrere befreundete Paare?

Auf jeden Fall sollte es jemand sein, auf den man sich selbst in den stressigsten Situationen absolut verlassen kann. Außerdem gehört zu einem Roadtrip – gerade wenn man gemeinsam in einem Wohnmobil unterwegs ist und nicht im Hotel übernachtet – sehr viel Nähe und es ist meist nur wenig Alleinzeit möglich. Daher ist es auch bei Personen, die sich gut kennen, hilfreich, wenn alle Reisende sich grundsätzlich vor der Reise abstimmen, was ihnen jeweils unterwegs besonders wichtig ist, damit sie auf ihre Kosten kommen.

Welche Kosten muss ich einplanen?

Ein Roadtrip kostet Geld, auch wenn man mit dem eigenen Fahrzeug unterwegs ist. Neben den Kosten für Sprit sollten auch Übernachtungen (falls man mit dem Auto fährt), Lebensmittel oder Restaurantbesuche sowie Eintrittspreise für Sehenswürdigkeiten einkalkuliert werden. Außerdem können auch Kosten wie Maut oder Vignetten auf Sie zukommen.

Woran muss ich noch denken?

Ob man den Roadtrip nun im Auto oder im Wohnwagen bestreitet – die Unterkünfte bzw. Campingplätze sollten bereits im Voraus gebucht werden. Gerade in der Hochsaison kann es sein, dass Sie mehrere Monate vorher buchen müssen. Wer eine rechtzeitige Buchung verpasst, muss dann unter Umständen seine Routenplanung kurzfristig über Bord werfen und umplanen. 

Eine Checkliste speziell für die Reise mit dem Auto zu schreiben ist ein absolutes Muss, bevor man einen Roadtrip unternimmt. Mit einer solchen Packliste vergisst man weder wichtige Dokumente, noch spezielle Dinge für Reisen mit dem Auto, wie etwa einen Adapter für das Laden des Smartphones im Zigarettenanzünder. 

Rundreise – besser mit Auto oder Wohnmobil?

Je nachdem, wohin die Rundreise gehen soll und wie viel Geld man zur Verfügung hat, haben beide Fahrzeuge ihre Vor- und Nachteile.

Die Vorteile des eigenen Autos bzw. eines Mietwagens liegen in den niedrigeren Spritpreisen auf Grund eines niedrigeren Verbrauchs. Außerdem kann überall geparkt werden. Zu den Nachteilen zählt hingegen, dass Übernachtungen in Hotels oder Jugendherbergen notwendig sind, was je nach Stadt sehr teuer werden kann. Außerdem kann das Essen nicht selbst zubereitet werden, so dass man zwangsläufig auf Restaurants oder Cafés angewiesen ist. Auch der reduzierte Platz für Gepäck spielt eine große Rolle, gerade wenn man länger unterwegs ist. Zu bedenken ist auch, dass man keine eigene Sanitäreinrichtung hat.

Für das Wohnmobil spricht auf einem Roadtrip die Übernachtungsmöglichkeiten auf Campingplätzen, ein eigenes Bett und eine eigene Sanitäreinrichtung mit Toilette und Dusche. In der vollausgestatteten Küche an Bord eines Wohnmobils kann das Essen jeden Tag frisch zubereitet werden. Zu den Nachteilen zählen hingegen höhere Spritpreise auf Grund eines höheren Verbrauchs sowie eine schwierige Parkplatzsuche vor allem in Städten. Die meisten Campingplätze liegen in der Regel am Stadtrand, so dass man auf öffentliche Verkehrsmittel oder Fahrrad angewiesen ist, um beispielsweise die Innenstadt zu besichtigen.
 

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