Tanken zu bestimmten Zeiten soll sich auf den Spritpreis auswirken. Besonders gerne wird unter Sparfüchsen dabei der Montagmorgen empfohlen. Fakt ist: Kraftstoffpreise können durchaus im Tagesverlauf schwanken – sind aber nachweislich nicht an bestimmten Wochentagen günstiger.
Wer sparen möchte, fährt idealerweise zwischen 18 und 19 Uhr oder zwischen 20 und 22 Uhr die Tankstelle an. In diesem Zeitfenster sind die Spritpreise tatsächlich häufig niedriger als den Rest des Tages.
Markante Spitzen ergeben sich im Tagesverlauf gegen 7 Uhr, gegen 10 Uhr, gegen 13 Uhr, gegen 16 Uhr und vor 18 Uhr.
Ebenfalls in diesen Bereich fällt die Empfehlung zum sogenannten Tanktourismus. Dazu werden vor allem in grenznahen Gebieten die Tankstellen im benachbarten Ausland genutzt. In Ländern wie Polen, Frankreich und Österreich macht sich der niedrigere Spritpreis auf jeden Fall bemerkbar, lohnt sich aber nur für Autofahrer, die in Grenznähe wohnen.
Achtung: Auf Vorrat im Ausland tanken ist nicht unproblematisch. Nach dem Willen des Gesetzgebers darf aus Sicherheitsgründen abseits vom Volltanken nur eine maximale Menge von 20 Litern Benzin in zusätzlichen Behältern gelagert und im Auto mitgeführt werden. Die Einfuhr aus dem EU-Ausland ist ebenfalls auf 20 Liter begrenzt: Eine höhere Menge muss nachversteuert werden. Wird Benzin aus einem nicht EU-Land nach Deutschland eingeführt, werden dafür sogar Zollgebühren fällig.
Übrigens droht bei komplett leerem Tank juristischer Ärger, denn: Bleibt ein Auto auf der Autobahn liegen, weil der Tank leer ist, droht ein Bußgeld. Nach § 23 der Straßenverkehrsordnung (kurz: StVO) muss der Fahrer in jedem Zeitpunkt dafür sorgen, dass das Fahrzeug fahrbereit ist – dazu gehört auch die Versorgung mit Kraftstoff.