Bike Sharing: günstig, umweltfreundlich, flexibel

Ob Nextbike, Call a Bike oder ein anderer Anbieter – das Bike Sharing in Deutschland boomt! Vor allem in urbanen Räumen kommen die Leihfahrräder immer mehr zum Einsatz. Aber worin liegen die Vorteile? Kann man sich auf alle verlassen oder sollte man von bestimmten Anbietern lieber die Finger lassen? Wir liefern die Antwort auf diese und weitere Fragen.

Einfach auf ein Fahrrad am Straßenrand steigen, kurz per App buchen und losfahren – mit Bike Sharing ist das möglich! Die Bezeichnung Bike Sharing setzt sich aus den englischen Wörtern für Fahrrad (bike) und teilen (share) zusammen. Der Name ist also Programm: Beim Bike Sharing handelt es sich um eine moderne Form des Fahrradverleihs, das mit hoher Flexibilität punktet.

Das Prinzip ähnelt dem des Carsharings – und ist perfekt geeignet für Sightseeing-Touren oder Besorgungen in der Stadt ganz ohne Auto! 

Bike Sharing vs. Mietfahrrad-Konzept: die Unterschiede 

Jeder kennt den klassischen Fahrradverleih. Das Konzept des Bike Sharings ist zwar ähnlich, da man ein Fahrrad auf Zeit nutzt, doch es gibt einige Unterschiede. 

  • Nutzungsdauer: Während Sie beim Fahrradverleih vorher festlegen, dass Sie das Fahrrad etwa für einen ganzen Tag buchen, können Sie beim Bike Sharing während der Nutzung flexibel und minutengenau entscheiden, ob Sie das Rad noch länger benötigen.
  • Abrechnung: Sie zahlen daher beim Bike Sharing nur für die tatsächlich genutzte Zeit.
  • Öffnungszeiten: Beim Bike Sharing müssen Sie keine Öffnungszeiten des Verleihs beachten, da die Buchung via App oder Webseite geschieht. 
  • Buchung: Kann beim Bike Sharing spontan geschehen. Beim Fahrradverleih müssen Sie häufig Sicherheiten hinterlegen (etwa den Führerschein), beim Bike Sharing reicht eine Registrierung per App oder Website und Hinterlegung der Zahlungsverbindung.
  • Rückgabe: Die Rückgabe ist beim Bike Sharing flexibler, da es zumeist keine festen Stationen oder zumindest viele in der Stadt verteilte Rückgabepunkte gibt.

So erkennen Sie einen seriösen Bike Sharing Anbieter

Ob Call a Bike, Limebike oder Nextbike – es gibt immer mehr Anbieter für diese neue Möglichkeit, spontan ein Fahrrad zu nutzen. Insgesamt gilt aber für Bike Sharing: Sowohl der Fahrkomfort als auch das Ausleihsystem und die Preise können von Anbieter zu Anbieter variieren. Doch kann man die Räder bei jedem beliebigen Anbieter problemlos ausleihen? Stiftung Warentest hat den Test gemacht.

Die beiden besten Anbieter sind Nextbike und Call a Bike (Deutsche Bahn) – beide haben die Note „Gut“ erhalten. Die Fahrräder, vor allem auch wichtige Funktionen wie die Bremsen, sind sehr sicher und auch der Datenschutz ist in Ordnung.

Die anderen vier getesteten Anbieter (Byke, Donkey Republic, Limenbike und Mobike) haben ein „Mangelhaft“ erhalten. Geprüft wurde unter anderem die Sicherheit (insbesondere die Bremsfunktion), die Kennzeichnung des zulässigen Gesamtgewichts, der Luftdruck in den Reifen sowie die Verarbeitung. Die mangelhafte Note wurde auch aufgrund des fragwürdigen Datenschutzes vergeben. Die Apps der Anbieter übermitteln mehr Daten, als für ihre Funktion erforderlich ist. Besonders kritisch: Die von Mobike übermittelten Daten werden teilweise unverschlüsselt versendet. Auch die Nutzerfreundlichkeit der Apps der vier Anbieter lässt zu wünschen übrig.

Bike Sharing: Vor dem Losfahren

Der jeweilige Anbieter ist für die vorschriftsgemäße Ausstattung und die Verkehrstüchtigkeit der Fahrräder zuständig. Wir empfehlen Ihnen dennoch, ein Fahrrad vor der Benutzung auf seinen Zustand zu überprüfen: Ist der Drahtesel verkehrstüchtig und verfügt er über alle sicherheitsrelevanten Teile? Sollte dies nicht zutreffen oder haben Sie andere Bedenken in Bezug auf die Sicherheit des Fahrrads, sollten Sie das dem Anbieter mitteilen und sich für ein anderes Rad entscheiden

Stellen Sie den Sattel vor Fahrtantritt auf die richtige Höhe ein. Das sorgt nicht nur für gemütliches Fahren, sondern trägt auch zu Ihrer Sicherheit bei. Der Sattel sollte sich etwa auf der Höhe Ihres Hüftknochens befinden, wenn Sie neben dem Fahrrad stehen. 

Ohne Helm geht nichts! Die Sicherheit des Bike Sharings hängt auch von Ihrem Zubehör wie insbesondere einem Fahrradhelm ab. Hierzulande gibt es zwar keine Helmpflicht, da ein Fahrradunfall schlimme Folgen haben kann, sollten Sie Ihren Kopf jedoch immer schützen.

Bike Sharing: Schäden während der Fahrt

Und was, wenn es während der Nutzung einmal zu einem Sachschaden kommt? Da es sich nicht um Ihr eigenes Fahrrad handelt, müssen Sie für diesen aufkommen. Achtung: Bei den meisten Bike Sharing Betreibern besteht keine automatische Haftpflichtversicherung. Vor der ersten Nutzung sollten Sie daher Ihren eigenen Versicherungsschutz prüfen. In der Regel springt die eigene Privat-Haftpflichtversicherung bei Schäden am Eigentum von Dritten und auch bei Personenschäden ein.

    Sicherheit

    Bike Sharing: 4 Tipps zur Sicherheit

    1. Fahren Sie möglichst immer auf dem Radweg und achten Sie auf Fußgänger. Natürlich sollten Sie auch die allgemeinen Verkehrsregeln beachten.
    2. Beherzigen Sie im urbanen Umfeld unsere fünf Tipps zum sicheren Fahrradfahren in der Stadt.
    3. Um den Missbrauch durch eine dritte Person zu vermeiden, sollten Sie das Bike Sharing niemals aus der Ferne aktivieren. Öffnen Sie das Schloss des Rads also erst, wenn Sie sich bei diesem befinden.
    4. Um weitere Gebühren nach der Fahrt zu vermeiden, müssen Sie die Ausleihe immer beenden.

    Bike Sharing: Perfekte Ergänzung im Mobilitätsmix

    Das Bike Sharing ist längst viel mehr als ein Trend. Es handelt sich um eine nachhaltige Ergänzung zu öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus und Bahn. Wer im städtischen Raum auf ein eigenes Auto verzichtet, für den kann Bike Sharing eine praktische Option sein, um von A nach B zu kommen:

    • Das Bike Sharing ist wesentlich günstiger als ein gemietetes Auto und die Fahrt per öffentlichem Nahverkehr. In Berlin kann man beispielsweise bereits für einen Euro 30 Minuten lang mit dem Fahrrad fahren.
    • Gegenüber einem Auto hat das Bike in verstopften Städten den Vorteil, dass man schnell von A nach B kommt – Staus können problemlos umfahren werden. Die Parkplatzsuche gehört mit dem Bike Sharing der Vergangenheit an. Man nutzt seine Zeit also effektiver.
    • Wer zur Arbeit radelt, tut nicht nur seinem Portemonnaie, sondern auch seinem Körper etwas Gutes – Fahrradfahren ist gesund und bringt den Kreislauf in Schwung. Die Psyche profitiert ebenfalls von der körperlichen Bewegung während des Arbeitsweges.
    • Im Vergleich zum eigenen Fahrrad hat Bike Sharing den Vorteil, dass Sie das Rad flexibel abstellen können, wenn Sie es nicht mehr benötigen, etwa um in die Bahn umzusteigen. Sie sparen sich außerdem die Wartung und Diebstahlschutz eines eigenen Fahrrades.
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    Sind Sie schon teilweise oder ganz vom Auto aufs Fahrrad umgestiegen? Dann sind Sie beim ACV genau richtig!

    Als drittgrößter Automobilclub in Deutschland bieten wir unseren Mitgliedern nicht nur Hilfe, wenn es um das Auto geht. Ebenso sind wir für alle unsere Mitglieder auch der starke Partner für Fahrradfahrer rund um Panne und Unfall und bringen Sie dank ACV Fahrradschutzbrief auch auf zwei Rädern immer sicher ans Ziel.

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