Fahrradhelm Kind Test

Fahrradhelme für Kinder im Test

Die Tragequote bei Fahrradhelmen steigt seit Jahren, vor allem bei Kindern bis 10 Jahren. Das ist erfreulich, denn sie gehören zu einer gefährdeten Gruppe im Straßenverkehr. Der ACV zeigt Ihnen worauf Sie beim Kauf achten sollten und stellt die aktuellen Ergebnisse der Stiftung Warentest vor.

Fahr­rad­helme schüt­zen vor gefähr­li­chen Ver­let­zun­gen und kön­nen sogar Leben ret­ten. Erfreu­li­che Zah­len bestä­ti­gen, die meis­ten Kin­der tra­gen einen Helm. 2014 waren 69 % der Kin­der zwi­schen 6 und 10 Jah­ren mit Helm unter­wegs.

Im Gegen­satz zu ande­ren Län­dern gilt in Deutsch­land keine Helm­tra­ge­pflicht beim Fahr­rad­fah­ren – auch nicht für Kin­der. Der ACV emp­fiehlt allen Eltern mit gutem Bei­spiel vor­an­zu­ge­hen und Kin­der von Beginn an, an das Tra­gen von Fahr­rad­hel­men zu gewöh­nen. Die Aus­wahl an Fahr­rad­hel­men für Kin­der ist groß, so dass die Kauf­ent­schei­dung nicht leicht ist.

Wor­auf Sie beim Kauf von Fahr­rad­hel­men für Kin­der ach­ten müs­sen

  • Größe

Ein Fahr­rad­helm muss opti­mal sit­zen, um den Kopf vor Ver­let­zun­gen zuver­läs­sig schüt­zen zu kön­nen. Das heißt, er darf weder zu eng sit­zen, noch zu groß sein und nach vorne oder hin­ten rut­schen, da sonst Stirn oder Hin­ter­kopf nicht aus­rei­chend geschützt wer­den, son­dern er muss waa­ge­recht sit­zen. Der Kop­f­um­fang des Kin­des lässt sich mit­hilfe eines Maß­ban­des um Stirn und Hin­ter­kopf fest­stel­len. Ori­en­tie­ren Sie sich beim Kauf an die genauen CM-Angabe des Kop­f­um­fangs und ver­trauen Sie nicht auf die XS, S, M, L - Grö­ßen­an­ga­ben der Her­stel­ler, denn sie wei­chen von­ein­an­der ab.

  • Kinn­rie­men

Ein hoch­wer­ti­ger Kinn­rie­men ist ent­schei­dend für den rich­ti­gen Sitz des Fahr­rad­helms. Dabei ist beson­ders wich­tig, dass er zuver­läs­sig schließt und von Kin­dern leicht bedient wer­den kann. Ach­ten Sie dar­auf, dass der Kinn­rie­men nicht drückt und von dem Kind als stö­rend emp­fun­den wird.

  • Gewicht

Das Gewicht der qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­gen Kin­der­fahr­rad­helme unter­schei­det sich heut­zu­tage nicht mehr erheb­lich.

  • Prüf­zei­chen

Fahr­rad­helme müs­sen bestimmte Sicher­heits­an­for­de­run­gen und Tests bestehen, um als ver­kehrstaug­lich ein­ge­stuft zu wer­den. Das GS-Siegel wird vom TÜV ver­ge­ben und bestä­tigt dem Modell die Erfül­lung aller Kri­te­rien.

  • Lüf­tung und Innen­aus­stat­tung

Damit es unter dem Helm, vor allem im Som­mer, nicht zum Hit­ze­s­tau kommt, arbei­ten viele Her­stel­ler ent­spre­chende Lüf­tungs­schlitze ein, die im bes­ten Fall mit Insek­ten­net­zen ver­klei­det sind. Zusätz­li­chen Tra­ge­kom­fort leis­ten die Pols­ter im Inne­ren des Fahr­rad­helms. Sie las­sen sich nor­ma­ler­weise zum Rei­ni­gen her­aus­neh­men.

Stif­tung Waren­test – von vier Model­len raten die Tes­ter ab

Im aktu­el­len Test der Stif­tung Waren­test schnei­det der Nut­case Little Nutty für 70 Euro für Klein­kin­der am bes­ten ab. Auf dem zwei­ten Platz lan­den die Modelle Abus Anuki für 38 Euro und Alpina Ximo Flash für 43 Euro. Bei den Model­len für Kin­der ab ca. 10 Jah­ren belegt das Modell Cra­toni Akino den ers­ten Platz, dicht dahin­ter das Modell Bell Side­track Child. Beide Helme sind für 40 Euro erhält­lich.

Drei Fahr­rad­helme mit Gift

In drei Model­len wie­sen die Prü­fer der Stif­tung Waren­test eine Sub­stanz nach, die im Ver­dacht steht, Krebs zu erzeu­gen. Die Sub­stanz befand sich in Gur­ten und Pols­tern. Stif­tung Waren­test rät von den Model­len Abus Scra­per Kid, Melon Urban Active und Giro Scamp Mips ab.

Zu große Fahr­rad­helme sind gefähr­lich

Den Ergeb­nis­sen der Tes­ter nach, wei­sen die Modelle Melon Urban Active und O’Neil Dirt Lid Kids eine zu große Helm­schale für kleine Kin­der­köpfe auf und damit einen schlech­ten Sitz und zu viel Spiel­raum. Diese Helme kön­nen bei einem Crash leicht ver­rut­schen.
Pro­duk­ti­ons­da­tum beach­ten

Nach einem Sturz auf den Kopf, muss grund­sätz­lich ein neuer Helm her, auch wenn der alte nicht sicht­bar beschä­digt ist. Zudem altert das Mate­rial, des­halb rät die Stif­tung Waren­test von dem Kauf von älte­ren Hel­men ab. Das Pro­duk­ti­ons­da­tum ist in der Helm­schale neben den Gebrauchs­hin­wei­sen ange­bracht.

Bilder auf dieser Seite: