Ein Dienstfahrrad kann für Arbeitnehmer und Arbeitgeber von Vorteil sein, um nicht nur Zeit, sondern auch Geld zu sparen. Lesen Sie hier, wie das Prinzip funktioniert und wie Sie Ihren Chef überzeugen.
Mit dem Dienstfahrrad sparen
Im Jahr 2012 wurde das Dienstwagenprivileg auch auf Fahrräder ausgeweitet, seitdem werden Fahrräder und Autos steuerlich gleichwertig behandelt. Wie bei einem klassischen Dienstwagenmodell kann also die Firma dem Arbeitnehmer ein Fahrrad zur Verfügung stellen und der Arbeitnehmer darf das Bike nicht nur dienstlich, sondern auch privat nutzen.
Und das kann sich bei einem hochwertigen Fahrrad richtig lohnen. Die private Nutzung ist ein sogenannter geldwerter Vorteil. Dieser Prozentsatz war zu Beginn des Dienstwagenprivilegs für Fahrräder 2012 bei einem Prozent des Listenpreises, sank dann 2019 auf 0,5 Prozent und liegt seit 2020 nur noch bei 0,25 Prozent, den Sie als Arbeitnehmer versteuern müssen. Um den monatlichen geldwerten Vorteil zu bestimmen, darf die Bezugsgröße auf volle 100 Euro abgerundet werden.
Seit 2019 gibt es außerdem eine weitere Regelung. Bekommen Sie das Dienstfahrrad zusätzlich zum Gehalt ohne eigene finanzielle Beteiligung, bleibt das Fahrrad als Gehaltsextra für Sie sogar steuer- und abgabenfrei.
Gute Argumente für den Arbeitgeber
Aber nicht nur für Sie als Arbeitnehmer, sondern auch für Ihren Arbeitgeber lohnt es sich aus mehreren Gründen, Ihnen ein Dienstfahrrad zur Verfügung zu stellen:
- Der Arbeitgeber kann die Anschaffung und die laufenden Kosten wie Versicherung oder Wartung als Betriebsausgabe absetzen und zahlt damit weniger Steuern.
- Ein Dienstrad motiviert den Mitarbeiter in ähnlicher Weise wie ein Dienstwagen.
- Wer mit dem Fahrrad zur Arbeit kommt, ist fitter und arbeitet produktiver.
- Der Mitarbeiter beansprucht keinen Parkplatz für einen Dienstwagen oder den eigenen Pkw.
- Die Möglichkeit, ein Dienstfahrrad zu erhalten, erhöht die Attraktivität des Arbeitgebers für Bewerber und Mitarbeiter.
- Über spezielle Anbieter für Dienstfahrräder reduziert sich der Verwaltungsaufwand.
Wenn Sie Interesse an einem Dienstfahrrad haben, können Sie Vorteile mit Ihrem Chef abwägen, die Dienstfahrräder für das Unternehmen und die Mitarbeiter haben könnten. Unterstützung erhalten Sie auch bei verschiedenen Anbietern für Dienstfahrräder wie JobRad.org, die etwa über Kopperationen mit Fahrradhändlern verfügen oder das Unternehmen mit Know-how dabei unterstützen können, Dienstfahrräder für die Mitarbeiter anzubieten.