E Bike Test

Neue Pedel­ecs und E-Bike-Modelle für alle!

Elektrisch mobil? Geht doch! Die Fahrradindustrie produziert Pedelecs und E-Bikes für jeden Geschmack: vom Klapprad für Pendler bis zu Mountainbikes für große Touren. Wir stellen neue Modelle vor.

E-Bike-Klapprad
Elektro-Klapprad: Das „Pluto“ von Flyer passt in fast jeden Kof­fer­raum

Die Zweirad-Branche steht unter Strom: Mehr als drei Mil­lio­nen Elek­tro­fahr­rä­der sind schon jetzt auf Deutsch­lands Stra­ßen unter­wegs, für 2016 ver­mel­det der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) einen neuen Ver­kaufs­re­kord von 605 000 E-Bikes in Deutsch­land.

Und für den Boom gibt es gute Gründe: E-Bikes mutie­ren immer mehr zum Lifestyle-Accessoire und über­zeu­gen auch mit ratio­na­len Vor­zü­gen: Sta­tis­ti­sch betrach­tet ist jede zweite Pkw-Stadtfahrt kür­zer als fünf Kilo­me­ter – und auf sol­chen Dis­tan­zen ist das E-Bike nicht nur die schnel­lere, son­dern auch die umwelt­freund­li­chere Alter­na­tive.

Selbst Fal­t­rä­der rol­len schon elek­tri­sch

Zusätz­li­che Anreize bie­ten die Her­stel­ler mit einem brei­ten Spek­trum an attrak­ti­ven Model­len. Im Unter­schied zu den eher klo­big und anti­quiert wir­ken­den Pedel­ecs der ers­ten Gene­ra­tion kom­men stän­dige neue Modelle auf den Markt, denen man den elek­tri­schen Zusatz­an­trieb kaum ansieht – und das gilt nicht nur für das Fal­trad „Pluto“ von Flyer (ab 3399 Euro), das sich zur Not mal eben unter den Arm klem­men lässt und auch als Autofahrer-Beiboot im Kof­fer­raum taugt. Selbst sta­bile Touren- und City­rä­der wie das neue Koga „E-Xite N8“ (ab 3399 Euro) oder das Sinus „Tria“ (ab 2599 Euro) kom­men inzwi­schen recht ele­gant daher – ganz zu schwei­gen von den schwer ange­sag­ten Moun­tain­bikes: Ganz neu im Han­del bei­spiels­weise sind das voll­ge­fe­derte „Delite Moun­tain“ von Riese & Mül­ler und der „E-Finder“ von Velo­t­raum – beide beein­dru­cken mit spor­ti­ver Optik, neh­men selbst län­ge­ren Stei­gun­gen ihren Schre­cken, lie­gen preis­lich aber schon jen­seits der 4000-Euro-Marke.

E-Bike-Modelle sind jetzt smart und nach­hal­tig

Vanmoof Electrified S
Aufs Wesent­li­che redu­ziert: „Elec­tri­fied S“ von Van­moof

Immer mehr Biker gön­nen sich auch extra­va­gant gestylte Räder wie etwa das smarte „Elec­tri­fied S“ des nie­der­län­di­schen Her­stel­lers Van­moof (ab 2798 Euro), bei dem der Akku so wie die Front- und Rück­leuch­ten in den Rah­men inte­griert sind. Weni­ger dem Design als viel­mehr der Nach­hal­tig­keit ver­pflich­tet fühlt sich dage­gen das Kie­ler Start-up my Boo, das die solide Basis sei­ner Räder im Rah­men eines sozia­len Pro­jekts in Ghana aus Bam­bus fer­ti­gen lässt. Der nach­wach­sende Roh­stoff ist extrem sta­bil und leicht, eig­net sich damit laut Her­stel­ler per­fekt für die Pro­duk­tion von Fahr­rad­rah­men und ver­leiht dem Bambus-Bike „my Volta“ (ab 3999 Euro) eine ganz spe­zi­elle Optik.

Pedelec oder E-Bike: Die Leis­tung macht den Unter­schied

Auch bei der Tech­nik schrei­tet die Evo­lu­tion voran: Hoch­wer­tige Pedel­ecs ver­fü­gen in der Regel über einen 250-Watt-Mittelmotor, hydrau­li­sche Schei­ben­brem­sen und form­schön inte­grierte Akkus. Viele Modelle las­sen sich auch als echte E-Bikes ordern: 500-Watt-Motoren erlau­ben dann Geschwin­dig­kei­ten bis zu 45 km/h und las­sen sie damit juris­ti­sch zu Mofas mutie­ren: Sie benö­ti­gen ein Ver­si­che­rungs­kenn­zei­chen und dür­fen nur auf Rad­we­gen fah­ren, die spe­zi­ell für Mofas aus­ge­wie­sen sind. Mehr Leis­tung kos­tet aber auch mehr Strom – und wer sicher­ge­hen will, sollte sich sicher­heits­hal­ber einen Ersatz­akku leis­ten. Die Inves­ti­tion von min­des­tens 250 Euro redu­ziert die Reich­wei­ten­angst ebenso wie das Risiko, sein strom­lo­ses Rad müh­sam zur nächs­ten Steck­dose stram­peln zu müs­sen.

Ohne­hin ist die elek­tri­sch unter­stützte Rade­lei kein ganz bil­li­ges Ver­gnü­gen, wenn man von den oft frag­wür­di­gen Discounter-Schnäppchen mal absieht. Rund 2000 Euro sollte man beim Fach­händ­ler für ein ordent­lich ver­ar­bei­te­tes und tech­ni­sch ein­wand­freies E-Bike min­des­tens anle­gen – und auch die War­tungs­kos­ten lie­gen wegen der kom­ple­xen Elek­tro­nik und dem höhe­ren Brem­sen­ver­schleiß höher als bei aus­schließ­lich mus­kel­be­trie­be­nen Fahr­rä­dern. Doch das kann die Inves­ti­ti­ons­be­reit­schaft der Pedelec-Fans offen­bar nicht trü­ben. Laut einer Stu­die des Inter­net­por­tals e-bike-finder lag der durch­schnitt­li­che Ver­kaufs­preis für ein elek­tri­fi­zier­tes Zwei­rad im ver­gan­ge­nen Jahr bei 3287 Euro.

Hier stel­len wir Ihnen die genann­ten E-Bike-Modelle zum Durchkli­cken vor: