Das richtige Verhalten bei Autounfall: Was tun, wenn’s gekracht hat?

Ein Autounfall kann schneller passieren, als man denkt. Wie das korrekte Verhalten am Unfallort auszusehen hat und was zu tun ist, erfahren Sie hier — mit Checkliste zum Ausdrucken!

Wenn’s im Straßenverkehr plötzlich kracht, ist das für die meisten Verkehrsteilnehmer eine Ausnahmesituation. Zwar ereignen sich jährlich mehrere Millionen Verkehrsunfälle, aber wenn es einem selbst passiert, wissen viele Verkehrsteilnehmer oft nicht, wie sie sich verhalten sollen oder sind sogar von der Situation überfordert.

Ein korrektes und bedachtes Vorgehen sind jedoch wichtig, um den Straßenverkehr und sich selbst nicht weiter zu gefährden. Deswegen sollten Sie sich rechtzeitig informieren, was im Ernstfall zu tun ist. In erster Linie gilt: Ruhe bewahren.

Die wichtigsten Schritte im Überblick:

  • Unfallstelle sichern
  • Erste Hilfe leisten
  • Polizei benachrichtigen
  • Beweise sichern
  • Unfall und Angaben der Beteiligten dokumentieren
  • Unfallstelle räumen
  • Schaden bei der Versicherung melden

Nachfolgend erfahren Sie im Detail, wie Sie Schritt für Schritt vorgehen und worauf Sie dabei achten müssen. In unserer pdf-Checkliste: Verhalten nach Unfall zum Herunterladen haben wir ebenfalls alle Infos in Kürze zusammengefasst.

So verhalten Sie sich bei einem Autounfall richtig

1. Unfallstelle sichern

Zunächst ist es wichtig, dass Sie die Unfallstelle absichern, um andere Verkehrsteilnehmer zu warnen und eine Gefährdung weiterer Personen und Fahrzeuge auszuschließen. Am besten tun Sie dies, indem Sie die Warnblinkanlage des Fahrzeugs einschalten und das Warndreieck aufstellen. Auf Landstraßen muss es mindestens 100 Meter vor der Unfallstelle platziert werden, auf Autobahnen sogar mindestens 200 Meter. Beachten Sie außerdem, dass die Beleuchtung des Fahrzeugs eingeschaltet ist, tagsüber und nachts. So können Sie noch besser auf die Unfallstelle aufmerksam machen.

2. Erste Hilfe leisten

Als nächstes schauen Sie nach, ob bei dem Autounfall jemand verletzt wurde. Falls dies der Fall ist, muss erste Hilfe geleistet werden. Bei schweren Verletzungen sollten Sie außerdem den Rettungsdienst benachrichtigen. Falls Sie kein Handy dabei haben, können Notrufe innerorts auch über Telefonzellen oder auf Autobahnen über Notrufsäulen abgesetzt werden.

3. Polizei benachrichtigen

Grundsätzlich gilt, dass Sie bei einem Autounfall auch die Polizei benachrichtigen müssen, vor allem bei Verletzten und Sachschäden, insbesondere bei Verkehrsunfällen auf der Autobahn. Das kann im Nachhinein den Prozess der Schadensregulierung vereinfachen, da die Polizei die Aussagen der Unfallbeteiligten aufnimmt und bewertet.

4. Beweise sichern

Wenn Sie die Notrufe getätigt haben, ist es wichtig, den Unfall im Detail festzuhalten. Das können Sie tun, indem Sie den Unfallort fotografieren und so schon rechtzeitig Beweise sichern. Die Fotos sollten aus verschiedenen Richtungen aufgenommen werden, um einen guten Einblick in die Situation zu gewähren.

Auch die Schäden, Bremsspuren oder Glassplitter sollten fotografiert werden. Dies kann später eine Hilfe sein, um den Unfall zu rekonstruieren. Sollten Sie nicht die Möglichkeit zum Fotografieren haben, ist auch eine Unfallskizze hilfreich.

5. Unfall und Angaben der Beteiligten dokumentieren

Das richtige Verhalten am Unfallort hilft später bei der Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen bei der Versicherung. Hierfür sollten Sie alle wichtigen Angaben zum Autounfall dokumentieren. Notieren Sie sich dazu:

  • Datum
  • Ort
  • Uhrzeit des Unfalls
  • die entstandenen Schäden

Darüber hinaus müssen die wichtigsten Daten aller Beteiligten festgehalten werden, dazu gehören Name und Anschrift der Halter, Fahrzeugführer und der Verletzten sowie die Kennzeichen. Lassen Sie sich vom Unfallgegner unbedingt Personalausweis und Fahrzeugschein zeigen.

Sofern Sie alle wichtigen Daten beisammen haben, schreiben Sie einen Unfallbericht. Im Notfall reicht dafür sogar ein Schmierzettel. Wichtig ist nur, dass dieses Protokoll am Ende von allen Beteiligten unterschrieben wird. Schuldanerkenntnisse sollten in diesem Unfallbericht auf keinen Fall ausgesprochen werden, um Ärger mit der Versicherung zu verhindern.

Einen Unfallbericht können Sie auch bequem über die ACV Co-Pilot App erstellen lassen. Hier finden Sie auch eine Checkliste für das richtige Verhalten bei einem Autounfall zum Nachlesen.

6. Unfallstelle räumen

Ist vor Ort mit der Polizei und den Beteiligten alles geklärt, kann die Unfallstelle geräumt werden. Vor der Weiterfahrt sollten Sie jedoch Ihr Fahrzeug überprüfen. Sollte es aufgrund entstandener Schäden nicht fahrtüchtig sein, muss es abgeschleppt werden. Ein Abschleppdienst kann unkompliziert mit einem Anruf in der Notrufzentrale des ACV organisiert werden. Wenn Sie jedoch weiterfahren können, dürfen Sie nicht vergessen, das Warndreieck wieder einzupacken.

7. Schaden bei der Versicherung melden

Wenn Sie den Versicherungsschutz in Anspruch nehmen wollen, müssen Sie zuletzt Ihre Versicherung über den Autounfall in Kenntnis setzen und die entsprechenden Daten weitergeben. Die Meldefrist für Versicherungsfälle beträgt dabei eine Woche.

ACV Vorteil

Checkliste zum Download

Nach einem Unfall die Ruhe bewahren, fällt nicht leicht. Damit Sie im Ernstfall an alles denken, haben wir hier für Sie eine Checkliste zum Download bereitgestellt: Checkliste: Verhalten bei Autounfall. Ausdrucken, ins Auto legen – und bei einem Unfall die wichtigsten Punkte Schritt für Schritt durchgehen.

Ist das Auto nach Abwicklung des Unfalls nicht mehr fahrbereit, muss es abgeschleppt werden. Dann hilft die Pannenhilfe des ACV. Ein kurzer Anruf in der ACV Notrufzentrale unter +49 221.75 75 75 oder per Knopfdruck in der ACV Co-Pilot App genügt und der Abschleppdienst ist innerhalb kürzester Zeit bei Ihnen vor Ort.

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