Grundsätzlich sind Sie nicht dazu verpflichtet, im Anhörungsbogen Angaben zum Sachverhalt zu machen. Dennoch können Sie nicht das Zurückschicken des Anhörungsbogens umgehen oder gar das Schreiben in den Papiermüll werfen. Denn einige Angaben sind durchaus verpflichtend und dienen der Prüfung von personenbezogenen Daten. So müssen Sie Angaben zum Fahrzeugführer machen, der den Verkehrsverstoß begangen hat. Name, Adresse, Geburtsort und Staatsangehörigkeit sind Pflichtangaben, die im Anhörungsbogen gemacht werden müssen.
Wurde der Bogen bereits maschinell vorausgefüllt, müssen falsche Personenangaben von Ihnen korrigiert werden. Kommen Sie dieser Verpflichtung nicht nach, droht ein zusätzliches Bußgeld von bis zu 1.000 Euro.
Alle weiteren Angaben im Anhörungsbogen sind freiwillig. Welche Angaben verpflichtend sind und welche von Ihnen nicht zwingend ausgefüllt werden müssen, können Sie auch dem Anhörungsbogen selbst entnehmen.
Sofern Sie Angaben im Anhörungsbogen machen möchten, sollten Sie nur Informationen preisgeben, die Sie entlasten. Das gilt insbesondere für die Frage nach dem Fahrer des Kraftfahrzeuges: Sind Sie nicht selbst gefahren, können Sie im Anhörungsbogen Angaben zu der Person machen, die zum Tatzeitpunkt das Auto führte. Handelt es sich dabei um nahe Verwandte, verlobte oder verschwägerte Personen, sind Sie nicht dazu verpflichtet, Angaben zur Person zu machen. Hier profitieren Sie also vom Zeugnisverweigerungsrecht.
Aber: Geben Sie dennoch an, nicht selbst Fahrzeugführer gewesen zu sein, um die Vorwürfe gegen Ihre Person zu entkräften.