Fahrradhelme für Kinder im Test

Kinder sollten immer einen Fahrradhelm tragen, damit sie auf zwei Rädern gut geschützt unterwegs sind. Der ACV stellt die aktuellen Ergebnisse der Stiftung Warentest vor – das Prüfunternehmen hat 19 Fahrradhelme für Kinder getestet.

Fahrradhelme schützen vor gefährlichen Verletzungen und können sogar Leben retten. Im Gegensatz zu anderen Ländern gilt in Deutschland keine Helmtragepflicht beim Fahrradfahren – auch nicht für Kinder.

Der ACV empfiehlt trotzdem allen Eltern ihre Kinder, von Beginn an, an das Tragen von Fahrradhelmen zu gewöhnen. Dann können Kinder unbeschwert Fahrrad fahren und die Eltern müssen sich weniger Sorgen machen, wenn der Nachwuchs aufs Rad steigt.

Die Auswahl an Fahrradhelmen für Kinder ist groß, so dass die Kaufentscheidung nicht leicht fällt. Wir stellen hier die aktuellen Ergebnisse von Stiftung Warentest vor, damit Sie beim Kauf die richtige Entscheidung treffen.

Stiftung Warentest – das sind die Sieger

Stiftung Warentest nimmt regelmäßig Fahrradhelme für Kinder unter die Lupe. Im aktuellen Test hat das Prüfunternehmen 19 Fahrradhelme für Kinder getestet. Fünf Helme sind besonders empfehlenswert.

  • In der Kategorie Fahrradhelme für Kleinkinder schneidet dabei der Nutcase Little Nutty für 70 Euro am besten ab. Auf dem zweiten Platz landen gleich zwei Modelle Abus Anuki für 38 Euro und Alpina Ximo Flash für 43 Euro.
  • Bei den Modellen für Kinder ab ca. 10 Jahren belegt das Modell Cratoni Akino den ersten Platz, dicht dahinter das Modell Bell Sidetrack Child. Beide Helme sind für ca. 40 Euro erhältlich.

Testergebnis: Drei Fahrradhelme mit Gift

Doch nicht alle Modelle überzeugten: In drei Modellen wiesen die Prüfer der Stiftung Warentest eine Substanz nach, die im Verdacht steht, Krebs zu erzeugen. Die Substanz befand sich in Gurten und Polstern. Stiftung Warentest rät aufgrund dieser Funde in Fahrradhelmen für Kinder von den Modellen Abus Scraper Kid, Melon Urban Active und Giro Scamp Mips ab.

Den Ergebnissen der Tester nach, weisen die Modelle Melon Urban Active und O’Neil Dirt Lid Kids eine zu große Helmschale für kleine Kinderköpfe auf und damit einen schlechten Sitz und zu viel Spielraum. Diese Helme können bei einem Crash leicht verrutschen. Nach einem Sturz auf den Kopf muss übrigens grundsätzlich ein neuer Helm her, auch wenn der alte nicht sichtbar beschädigt ist. Zudem altert das Material, deshalb rät die Stiftung Warentest von dem Kauf von älteren Helmen ab. Das Produktionsdatum ist in der Helmschale neben den Gebrauchshinweisen angebracht.

Wer den ganzen Test nachlesen und alle Ergebnisse herunterladen möchte, kann dies auf der Webseite von Stiftung Warentest tun.

Tipp

Worauf Sie beim Kauf von Fahrradhelmen für Kinder achten müssen

Damit Sie auch den passenden Helm für Ihr Kind finden, haben wir Ihnen hier die wichtigsten Kaufkriterien zusammengestellt. Nur mit dem passenden Helm ist Ihr Kind auch wirklich optimal geschützt.

  • Größe: Ein Fahrradhelm muss optimal sitzen, um den Kopf vor Verletzungen zuverlässig schützen zu können. Das heißt, er darf weder zu eng sitzen, noch zu groß sein und nach vorne oder hinten rutschen, da sonst Stirn oder Hinterkopf nicht ausreichend geschützt werden, sondern er muss waagerecht sitzen. Der Kopfumfang des Kindes lässt sich mithilfe eines Maßbandes um Stirn und Hinterkopf feststellen. Orientieren Sie sich beim Kauf an die genauen CM-Angabe des Kopfumfangs und vertrauen Sie nicht auf die XS, S, M, L – Größenangaben der Hersteller, denn sie weichen voneinander ab.
  • Kinnriemen: Ein hochwertiger Kinnriemen ist entscheidend für den richtigen Sitz des Fahrradhelms. Dabei ist besonders wichtig, dass er zuverlässig schließt und von Kindern leicht bedient werden kann. Achten Sie darauf, dass der Kinnriemen nicht drückt und von dem Kind als störend empfunden wird.
  • Gewicht: Das Gewicht der qualitativ hochwertigen Kinderfahrradhelme unterscheidet sich heutzutage nicht mehr erheblich.
  • Prüfzeichen: Fahrradhelme müssen bestimmte Sicherheitsanforderungen und Tests bestehen, um als verkehrstauglich eingestuft zu werden. Das GS-Siegel wird vom TÜV vergeben und bestätigt dem Modell die Erfüllung aller Kriterien.
  • Lüftung und Innenausstattung: Damit es unter dem Helm, vor allem im Sommer, nicht zum Hitzestau kommt, arbeiten viele Hersteller entsprechende Lüftungsschlitze ein, die im besten Fall mit Insektennetzen verkleidet sind. Zusätzlichen Tragekomfort leisten die Polster im Inneren des Fahrradhelms. Sie lassen sich normalerweise zum Reinigen herausnehmen.

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