Kaufberater: Fahrradmarkt 2016

Bei Fahrrädern ist es wie im richtigen Leben: Qualität kostet etwas mehr. Einen halben Tausender muss mindestens anlegen, wer auf Dauer Freude an seinem Drahtesel haben will.

Natürlich kann man auch bei Aldi, Lidl oder Tchibo Fahrräder kaufen. Auf dem Papier bieten sie viel Rad für wenig Geld, doch die günstigen Preise kommen nicht von ungefähr: Überall da, wo man es nicht auf Anhieb sieht, wurde gespart – und das trübt auf Dauer die Freude am Radeln. Deshalb stellen wir Ihnen hier fünf Räder vor, die auch nach Jahren noch Spaß machen.

Sportlich: Winora Vatoa

Rund 550 Euro kostet das Crossover-Modell aus dem Schweinfurter Familienbetrieb Winora, das die technischen Merkmale eines Trekking-Rads mit der Optik eines coolen Crossbikes kombiniert.

Ein sportlicher Lenker, 21-Gang-Schaltung und Scheibenbremsen von Shimano sind ebenso serienmäßig wie der Alu-Rahmen, die Federgabel und ein Nabendynamo. Der 15 Kilo leichte Hingucker taugt für die City ebenso wie für längere Touren und leichtes Gelände.

Klassich: Fairdale Daybird

Das vom ehemaligen BMX-Star Taj Mihelich im texanischen Austin gegründete Unternehmen Fairlane ist noch relativ neu im Geschäft. Doch das hindert die Amerikaner nicht daran, gute Räder zu bauen.

Mit dem Modell Daybird erwirbt man ein puristisch gestyltes Cityrad mit stabilem Stahlrahmen und klassischem Charme, aber ohne jeglichen Schnickschnack. Immerhin ist eine Dreigang-Nabenschaltung im Preis (650 Euro) inbegriffen. Wer auch nachts radeln will, muss sich eine Beleuchtungsanlage hinzukaufen.

Knackig: Felt QX70

Ebenfalls aus den USA stammt das Felt QX70 – ein 15 Kilo leichtes Trekkingrad mit Alu-Rahmen und guter Ausstattung: Eine Federgabel absorbiert grobe Stöße, V-Bremsen von Tektro garantieren ordentliche Verzögerung, die Stromkabel verlaufen im Rahmen und ein Shimano-Schaltwerk mit 24 Gängen sichert optimalen Vortrieb in jeder Lebenslage.

Dem Firmenziel, die besten Fahrräder der Welt zu bauen, entspricht das QX70 zwar nicht ganz, aber in seiner Preisklasse (750 Euro) muss man nach ähnlichen Qualitäten lange suchen.

Gemütlich: Koga F3 2.0R

Auf den ersten Blick sieht es aus wie ein x-beliebiges Holland-Rad. Beim genaueren Hinschauen aber zeigt sich, dass das Velo des renommierten niederländischen Herstellers stilistisch und technisch ganz weit vorn liegt: Gestaltung, Verarbeitung und Funktionalität sind vom Feinsten.

Die charakteristische Form der Rahmenrohre und die hochwertige Ausstattung (8-Gang-Nabenschaltung, integrierte Kabel, Nabendynamo und LED-Beleuchtung) haben aber auch ihren Preis: 1099 Euro.

Elektrisch: Haibike Sduro

Ein fetzig gestyltes und gleichermaßen touren wie alltagstaugliches Pedelec für nicht ganz so üppig gefüllte Geldbeutel bietet der deutsche Hersteller Haibike mit dem Sduro Trekking SL. Zum Preis von 2299 Euro gibt es zwar keine Vollfederung, wohl aber viel Fahrspaß und solide Komponenten. Dazu zählen ein im Alu-Rahmen integrierter und leise laufender Yamaha-Mittelmotor, eine Zehngang-Schaltung (Shimano Deore), Scheibenbremsen von Tektro und ein ebenso kompaktes wie leistungsfähiges Ladegerät.

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