Die Anschnallpflicht gilt auch während der Schwangerschaft. Viele Schwangere haben jedoch Bedenken, dass der Sicherheitsgurt bei einer Vollbremsung oder einem Unfall dem ungeborenen Kind schaden könnte. Ein richtig angelegter Dreipunktgurt bietet jedoch wichtigen Schutz für Mutter und Kind. Ohne ihn besteht unter anderem die Gefahr, dass der Bauch gegen das Lenkrad oder andere Fahrzeugteile prallt.
Der Beckengurt muss möglichst tief unterhalb des Bauches verlaufen und eng an den Hüftknochen anliegen. Er darf nicht über dem Bauch liegen. Der Schultergurt verläuft über die Schulter, zwischen den Brüsten und seitlich am Bauch vorbei.
Beide Gurtabschnitte sollten straff und ohne Verdrehungen sitzen. Der Schultergurt darf weder unter dem Arm noch hinter dem Rücken verlaufen. Wenn vorhanden, hilft die Höhenverstellung des oberen Gurtpunktes, den Verlauf an die Körpergröße anzupassen.
Drückt der Gurt unangenehm, sollten zunächst Gurtführung und Sitzposition überprüft werden. Bei anhaltenden Beschwerden ist ärztlicher Rat sinnvoll.
Zusätzliche Gurtadapter sind nicht erforderlich. Bei Crashtests verbesserten die untersuchten Systeme die Sicherheit nicht; teilweise erhöhten sie die Belastungen und das Verletzungsrisiko. Entscheidend ist der korrekte Sitz des serienmäßigen Dreipunktgurtes.