Rot oder Schwarz? Worauf es beim Starthilfekabel ankommt

Das Starthilfekabel wird benötigt, um Starthilfe zu leisten, wenn das Auto nicht mehr anspringt. Dabei ist wichtig, dass die Leitungen korrekt angeschlossen werden. Aber auch die Qualität des Kabels spielt eine wesentliche Rolle.

Wenn die Batterie Ihres Fahrzeugs leer ist, kann ein Starthilfekabel eine große Hilfe sein. Das Überbrücken der Autobatterie mithilfe eines Starterkabels ist die klassische Lösung, um Starthilfe zu geben. Dafür ist nicht einmal ein Experte notwendig und auch Laien können das Auto fremdstarten. Wichtig ist dabei jedoch nicht nur das richtige Anschließen an die Autobatterie, sondern auch die Qualität des Starthilfekabels selbst.

Was ist ein Starthilfekabel?

Mit einem Starthilfekabel können Sie die Autobatterie eines Spenderfahrzeugs anzapfen und Ihr Auto durch Überbrückung der leeren Batterie starten. Das Zugreifen auf die Stromquelle eines anderen Fahrzeugs ist mit einem Starthilfekabel relativ einfach, denn sofern der Motor läuft, wird kein zusätzlicher Strom benötigt.

Das Überbrückungskabel besteht im Prinzip aus zwei elektrischen Leitungen, die nach außen hin isoliert sind. Damit man die Leitungen voneinander unterscheiden kann, haben sie unterschiedliche Farben: rot und schwarz. Im Inneren bestehen die Kabel meist aus Kupfer, alternativ aber auch aus kupferbeschichtetem Aluminium. Die Unterscheidung in Farben ist vor allem deswegen sinnvoll, um beim Gebrauch Fehler zu vermeiden und das Auto erfolgreich fremd zu starten.

Das sollten Sie beim Kauf berücksichtigen

Beim Kauf eines Starthilfekabels müssen Sie vor allem darauf achten, dass es die richtige Länge und auch den richtigen Querschnitt hat. Die meisten Starterkabel sind auf herkömmliche Otto-Motoren ausgelegt. Da Dieselmotoren jedoch besonders viel Energie beim Starten benötigen, muss der Querschnitt des Kabels entsprechend größer sein, damit auch mehr Strom fließen kann. Nur so lassen sich Elektronikschäden vermeiden.

Außerdem leiten Kupferkabel deutlich besser als Kabel aus Aluminium mit Kupferbeschichtung und sind auch länger haltbar.

Grundvoraussetzung für das erfolgreiche Fremdstarten ist aber zunächst, dass beide Autobatterien über die gleiche Spannung verfügen. Für Otto-Motoren gilt: Bei gut leitendem Kupfer reicht ein geringer Querschnitt, dieser muss aber mindestens 16 mm² betragen. Bei kupferbeschichtetem Aluminium muss der Querschnitt höher sein, nämlich mindestens 25 mm².

Auch die Polzangen bzw. Klemmen müssen hochwertig sein, um die Lebensdauer des Starterkabels zu erhöhen. Diese sollten nämlich so isoliert sein, dass die Beschichtung den Umgang sicherer macht und vor Stromschlägen schützt. Dabei empfehlen sich vor allem Kunststoffzangen.

Tipp

Starthilfekabel richtig anschließen

Damit die Starthilfe gelingt, müssen Autofahrer beim Anschließen des Starthilfekabels die richtige Reihenfolge beachten, um die Elektrik des Autos und die Batterie nicht zu beschädigen. Beginnen Sie immer mit dem roten Kabel und schließen Sie es zuerst an den Pluspol der vollen und dann an den Pluspol der leeren Batterie an. Dann wird das schwarze Kabel angeschlossen, nämlich zuerst an den Minuspol der vollen Batterie, dann an an einen Massepunkt, also ein Metallteil im Motorraum des leeren Fahrzeugs. Nach der geglückten Starthilfe müssen zunächst einige elektrische Verbraucher eingeschaltet werden, um schädliche Spannungsspitzen zu vermeiden. Erst dann können die Kabel gelöst werden, zuerst das Schwarze, dann das Rote.

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