Früher sah man die Starthilfe durch Muskelkraft relativ häufig. Heute ist das Anschieben zumindest bei neueren Autos jedoch keine Option mehr. Im ungünstigsten Fall kann unverbrannter Kraftstoff in den Katalysator gelangen und diesen schwer beschädigen, es kann aber auch zu Schäden an der Kupplung kommen.
Im Zweifel lohnt sich ein Blick in die Bedienungsanleitung der Fahrzeugs; wird dort das Anschieben nicht ausdrücklich erwähnt, sollten Sie davon eher Abstand nehmen.
Ist das manuelle Anschieben tatsächlich eine Option, geht man wie folgt vor:
- Schalten Sie alle im Fahrzeug befindlichen Verbraucher aus
- Kuppeln Sie Ihren Wagen in den 2. oder 3. Gang aus
- Nun wird die Zündung eingeschaltet
- Anschieben des Fahrzeugs, bis 10 km/h erreicht sind
- Schließen Sie nun die Kupplung ein und geben gleichzeitig Gas
Aber Achtung: Beim Anschieben darf das Lenkradschloss nicht eingerastet sein. Zudem muss bedacht werden, dass Bremskraftverstärker und Servopumpe der Lenkung bei ausgeschaltetem Motor nicht zur Verfügung stehen.
Das Anschieben ist selbst bei Fahrzeugen, bei denen es funktioniert, nur eine Notoption. Besser ist in jedem Fall die Starthilfe per Überbrückungskabel. Ist kein Spenderfahrzeug in der Nähe, hilft ein Pannendienst oder auch ein herbeigerufener und dafür bezahlter Taxifahrer. Alternativ sind im Handel Starthilfegeräte mit eigenem Akku erhältlich, mit denen beim Überbrücken auf ein Spenderauto verzichtet werden kann.