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Fünf E-Auto Mythen - Was stimmt, was nicht?

Das E-Auto – Heilsbringer oder doch nur eine schlechte Übergangslösung? Dieses Thema wird nicht nur von Politikern und Experten diskutiert, sondern auch von Autofahrern, die mittlerweile von nahezu allen Autoherstellern mit verschiedenen elektrischen Fahrzeugen umworben werden. Wir haben für Sie die wichtigsten Mythen rund um das E-Auto geprüft.

Der Anteil von Batterie-Elektrofahrzeugen (BEV), kurz E-Autos am Pkw-Bestand in Deutschland beträgt rund 1,3 % (Stand 2022). Ein sehr geringer Anteil und dennoch sind die Diskussionen groß. Obwohl weiterhin sehr wenige E-Autos auf der Straße unterwegs sind und entsprechend wenige Autofahrer praktische Erfahrungen haben, spaltet das altbewährte Verkehrsmittel mit neuem Antrieb die Nation.

Wir möchten die Diskussionen rund um das Phänomen E-Auto versachlichen und haben kursierende Mythen genauer unter die Lupe genommen.

E-Auto Mythos 1: E-Autos haben eine erhöhte Brandgefahr

Die Brandgefahr eines Elektroautos ist nicht höher als die eines Pkw mit konventionellem Antrieb.  Zu diesem Fazit kommen die Dekra-Unfallforschung sowie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Ebenfalls werden brennende E-Autos von der Feuerwehr nicht als risikoreicher eingestuft. Das Löschen eines E-Autos ist zwar deutlich aufwendiger, da deutlich mehr Wasser zur Kühlung der Batterie verwendet werden muss, aber genau so komplex oder gefährlich wie bei einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor.

Der höhere Aufwand resultiert aus der meist in einem wasserdichten Gehäuse untergebrachten Batterie. Letztendlich kann der Brand erst dann gelöscht werden, wenn das Löschwasser bis ins Innere der Batterie vorgedrungen ist. Diesem Problem hat sich das österreichische Unternehmen Rosenbauer angenommen. Es hat ein Löschsystem entwickelt, das eine direkte Kühlung des Akkus ermöglicht und die Kettenreaktion der Zellen, die für die aufwendigen Löscharbeiten verantwortlich sind, verhindert.

E-Auto Mythos 2: E-Autos sind teuer

Der Anschaffungspreis für ein neues E-Auto ist im Vergleich zu einem Auto mit Verbrennungsmotor etwas höher. Insbesondere im mittleren und unteren Preissegment sind die Unterschiede aber nur noch minimal. So kostet ein neuer Golf in der Basisausstattung rund 29.000 Euro. Der in Komfort und Größe vergleichbare ID.3 wird mit rund 32.000 Euro veranschlagt.

Beim Thema Kosten müssen jedoch nicht nur die Anschaffungskosten berücksichtigt werden. Die Unterhaltskosten eines E-Autos sind deutlich geringer, da wesentlich weniger Teile gewartet und repariert werden müssen. Hinzu kommt, dass Strom heute und auch in Zukunft deutlich günstiger ist als Benzin oder Diesel. Ein weiterer Kostenvorteil: Die Beiträge für die Kfz-Versicherung fallen in der Regel deutlich geringer aus. Die Versicherer begründen dies damit, dass Fahrer von E-Autos oft sicherer unterwegs sind als Besitzer von Verbrennern.

Neben diesen fahrzeugbedingten Kostenvorteilen profitieren E-Auto Fahrer von mehreren staatlichen Subventionen. Die Kaufprämie des Staates und der Hersteller beläuft sich aktuell auf bis zu 7.500 €, sodass die meisten E-Autos auch bei den Anschaffungskosten die Führungsposition übernehmen. Zudem sind die Halter von E-Autos bis 2030 von der Kfz-Steuer befreit.

E-Auto Mythos 3: Laden ist kompliziert und dauert lange

Das Laden eines E-Autos ist noch lange nicht so komfortabel, wie das Betanken eines Autos mit Verbrennungsmotor. Die Ladeinfrastruktur ist weiterhin sehr unübersichtlich. Diverse Karten und Apps sind notwendig, um Zugriff auf alle Ladesäulen zu erhalten. Die Entwicklung ist aber sehr vielversprechend. Neben der wachsenden Anzahl und Vereinheitlichung öffentlicher Ladesäulen, haben auch Supermärkte, wie Aldi und Lidl Ladesäulen auf ihren Parkplätzen installiert, an denen Kunden während des Einlaufs günstig laden können.  

Für Besitzer einer Garage oder eines Parkplatzes mit Stromanschluss, die sich nicht auf die öffentliche Ladeinfrastruktur verlassen wollen, ist eine eigene Wallbox  eine sinnvolle Lösung. Hiermit lässt sich das eigene Fahrzeug bequem zu Hause aufladen. In Verbindung mit einer eigenen Photovoltaikanlage sind Sie nicht vom Strom Ihres Energieanbieters abhängig und laden zudem 100 % grünen Strom, wenn die Sonne ausreichend scheint. 

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ACV Ladekarte kostenlos für ACV Mitglieder

Mit dem ACV jagt Ihnen ein sinkender Akkustand im E-Auto keinen Schrecken mehr ein. Der ACV stellt seinen Mitgliedern auf Wunsch die kostenlose ACV Ladekarte von LichtBlick zur Verfügung und können damit zu fixen Preisen an über 200.000 öffentlichen Ladepunkten europaweit ihr E-Auto laden.  Weitere Infos zur ACV Ladekarte finden Sie hier.

E-Auto Mythos 4: Es gibt zu wenig Strom für Millionen neuer E-Autos

Die steigende Anzahl an E-Autos, die auf den Straßen unterwegs sind, bedeuten zwangsläufig, dass der Strombedarf steigt. In Deutschland wird jedoch nicht das Licht aus gehen, wenn weitere E-Autos zugelassen werden. Pro Jahr werden hierzulande 520 Terawattstunden Strom verbraucht, hierbei benötigen eine Millionen E-Autos jährlich rund 2,4 Terawattstunden. Dies entspricht einem Anteil von 0,5 % am gesamten Strombedarf. Das heißt im Umkehrschluss, dass 2030 ca. sieben Prozent des gesamten Stroms von E-Autos benötigt werden, wenn das Ziel der Bundesregierung (15 Millionen E-Autos bis 2030) erreicht wird.  

Die nachhaltige Nutzung von E-Autos hängt im Allgemeinen vom zukünftigen Ausbau der erneuerbaren Energien ab. Denn: Nur mit Strom aus Windkraft, Solarenergie oder Wasserkraft sind E-Autos umweltschonend unterwegs.

E-Auto Mythos 5: E-Autos brauchen sehr viele Rohstoffe

Während die CO2 Emissionen eines E-Autos über den gesamten Lebenszyklus (Produktion, Wartung, Fahrbetrieb und Entsorgung) hinweg geringer sind als die eines Verbrenners, ist der Bedarf an Rohstoffen laut Bundesumweltministerium höher. Insbesondere die problematische Gewinnung von Rohstoffen wie Lithium oder Kobalt und der damit in Zusammenhang stehende Wasserverbrauch stehen in der Kritik.

Maximilian Fichtner, Direktor am Helmholtz-Institut für elektrochemische Energiespeicherung verweist jedoch auf die Verhältnismäßigkeit und zieht einen interessanten Vergleich, der den Wenigsten bekannt sein wird: Für die Herstellung einer durchschnittlichen Antriebsbatterie (64 kWh) mit einer Lebensdauer von mindestens zehn Jahren,  wird so viel Wasser (ca. 4.000 Liter) benötigt, wie für 250 g Rindfleisch, zehn Avocados oder eine halbe Jeans.

Dennoch: Dieser problematische Eingriff in die Natur ist der größte Kritikpunkt. Umso wichtiger ist es, dass die Technik weiterentwickelt wird und der Rohstoffbedarf entsprechend sinkt. Hersteller Volkwagen verspricht beispielsweise mittelfristig den Kobalt-Anteil in Batterien von rund zwölf auf unter 5 Prozent zu senken und langfristig alte Batterien fast vollständig zu recyclen.  Wenn es gelingt E-Autos in eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft zu integrieren, kann das Ziel einer umweltschonenden Individualmobilität erreicht werden.

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Wir fahren mit Strom

ACV Podcast By the Way

Alle Zeichen stehen auf Elektro. Egal ob mit dem Auto, Fahrrad oder Roller, Strom als Antrieb wir immer populärer.

Unser Moderator Gerd Blank spricht mit ACV Social-Media-Manager Jean-Pascal Meiers über seine exklusiven Alltagserfahrungen als E-Fahrer.

Zusätzlich äußert sich Florian Walberg, Gründer von E-Roller-Hersteller Egret, über die Anfänge und Vorteile des neuen Fortbewegungsmittels.

Erfahren Sie in dieser Folge des ACV Podcasts "By the Way" alles über den E-Antrieb und seine Rolle in der Mobilitätswende.  Hier reinhören.  

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