Gebrauchtwagen Cabrio

Gebrauchte Cabrios: Fahrspaß zum Spartarif

Cabrio­fah­ren muss nicht teuer sein. Für jede Menge Fahr­spaß in Früh­ling und Som­mer stel­len wir fünf gebrauchte Cabrios zu Prei­sen unter 10.000 Euro vor, die auch im Alter noch ihren Preis wert sind

Audi A4: Der Ele­gante

Audi A4 Cabriolet
Solide Tech­nik und zeit­los schö­nes Design: Audi A4 Cabrio

Gebaut wurde die offene Ver­sion des Typs B6 nur von 2002 bis 2006 – und man mag es kaum glau­ben: Ist das Audi A4 Cabrio wirk­lich schon so alt? Die Karos­se­rie des bei Kar­mann in Osna­brück gebau­ten Vier­sit­zers besticht immer noch mit zeit­lo­ser Ele­ganz – und dazu passt auch das klas­si­sche Stoff­dach, das bei schö­nem Wet­ter voll­au­to­ma­tisch hin­ter der Rück­bank ver­schwin­det. Auch der Innen­raum kann sich bei gut gepfleg­ten Exem­pla­ren selbst nach zehn Jah­ren noch sehen las­sen.

Karos­se­rie und Fahr­werk sind solide, auf­pas­sen muss man bei den Moto­ren: Eine noto­ri­sche Schwach­stelle bei den Ben­zi­nern ist der Zahn­rie­men, der spä­tes­tens nach 150 000 Kilo­me­tern aus­ge­wech­selt wer­den sollte, um teu­ren Motor­schä­den vor­zu­beu­gen. Die öko­no­mischste Alter­na­tive ist der 163 PS starke 1.8 T, die kul­ti­vier­teste Wahl ist der 3.0 V6 mit 220 PS. Gepflegte Audi A4 mit weni­ger als 150 000 Kilo­me­tern auf dem Tacho fin­det man schon um die 7000 Euro.

Mazda MX-​5: Der Klas­si­ker

GEBRAUCHTWAGEN MazdaMX-5
Bie­tet viel Fahr­spaß, aber wenig Platz: Mazda MX-​5

Front­mo­tor, Heck­an­trieb, zwei Sitze, ein win­zi­ger Kof­fer­raum und ein Dach, das sich im Hand-​umdrehen nach hin­ten weg­klap­pen lässt – das sind die klas­si­schen Wesens­züge eines Road­s­ters. Auch die dritte Gene­ra­tion des Mazda MX-​5, die von 2005 bis 2015 gebaut wurde, bezieht ihren Reiz aus der Qua­li­tät des Weg­las­sens – und das bezieht sich nicht nur auf die knap­pen Maße, son­dern auch auf die mode­rate Moto­ri­sie­rung. Mehr als die 126 PS des Basis­mo­tors braucht man nicht, um mit dem 1200 Kilo­gramm leich­ten MX-​5 jede Menge Fahr­spaß zu haben.

Der wird auch durch die Tech­nik nicht getrübt: Selbst zehn Jahre alte Exem­plare haben in der Regel beim TÜV nichts zu befürch­ten. Ein­zi­ger Wer­muts­trop­fen: Rund um die Türen und den Kof­fer­raum­de­ckel blüht manch­mal schon der Rost. Hier sollte man genau hin­schauen, bevor man rund 8000 Euro in den MX-​5 inves­tiert. Zu die­sem Preis gibt es gut erhal­tene Modelle mit noch fünf­stel­li­gem Tachostand.

Por­sche Box­ter: Der Ver­kannte

Porsche Boxter
Nur echt mit Spiegelei-​Scheinwerfern: der erste Boxs­ter

Zuge­ge­ben: Optisch haut der Ur-​Boxster, gebaut von 1996 bis 2004, kei­nen vom Hocker. Unter dem schlicht geform­ten Blech ver­ber­gen sich aber echte Porsche-​Werte: Der direkt hin­ter dem Cock­pit instal­lierte und 204 PS starke 2,5-l-Sechszylinder-Boxer macht den Boxs­ter nicht nur sehr schnell (240 km/​h), son­dern auf­grund sei­ner Ein­bau­lage zwi­schen den Ach­sen auch aus­ge­spro­chen hand­lich. Der Kleine wedelt leicht­fü­ßi­ger um die Ecken als sein gro­ßer Bru­der 911, teilt sich mit ihm aber lei­der auch die Macken der ers­ten Wasserboxer-​Generation: undichte Kurbelwellen-​Simmerringe und diverse Pro­bleme mit Kol­ben und Zylin­der­kopf.

Ansons­ten muss man allen­falls auf ästhe­ti­sche Ein­schrän­kun­gen gefasst sein. Das Cock­pit wirkt bil­lig – und die bon­bon­far­be­nen Lackie­run­gen der 90er-​Jahre des Box­ter sind nicht jeder­manns Sache, was sich aber oft auch preis­min­dernd aus­wirkt: Für weni­ger als 10 000 Euro fin­det man Fahr­zeuge, die noch keine 100 000 Kilo­me­ter auf dem Buckel haben.

Smart fortwo: Der Win­zige

smart fortwo cabrio
Nicht schnell, aber nach oben offen: Smart Fortwo Cabrio

Cabrio­fah­ren ist keine Frage der Größe, son­dern der Ein­stel­lung. Für Lieb­ha­ber fri­scher Stadt­luft und betu­li­cher Landstraßen-​Passagen bil­det das Smart Cabrio der ers­ten Gene­ra­tion (2000 bis 2007) daher eine preis­güns­tige Alter­na­tive. Wie seine geschlos­se­nen Brü­der bie­tet auch der offene Smart Platz für zwei Per­so­nen und passt quer in jede Park­lü­cke, kann aber bei Bedarf per Dach­rollo und her­aus­nehm­ba­ren Sei­ten­hol­men mit unbe­grenz­ter Kopf­frei­heit auf­war­ten – und dann ist es neben­säch­lich, ob 45, 54 oder 61 PS für den Vor­trieb sor­gen.

Nicht egal ist jedoch der Zustand des Fahr­zeugs: Tür– und Fens­ter­dich­tun­gen wer­den beim Smart ebenso gerne undicht wie der Motor, was man schon an den Ölfle­cken auf dem Stell­platz erkennt. Schon ab 3000 Euro fin­den sich gepflegte Smart fortwo höhe­ren Alters, aber mit gerin­ger Lauf­leis­tung.

VW Eos: Der Ble­cherne

Volkswagen Eos
Das Dach-​Puzzle schließt nicht immer dicht: VW Eos

Ein ble­cher­nes Klapp­dach hat einen unbe­streit­ba­ren Vor­teil: Man kann ohne Kom­fort­ein­bu­ßen damit selbst durch den här­tes­ten Win­ter fah­ren. Das gilt auch für das Cabrio-​Coupé von VW, das 2006 auf der Platt­form des Golf ent­stand und abge­se­hen vom deut­lich klei­ne­ren Kof­fer­raum mit den glei­chen Vor­zü­gen auf­war­tet. Hier han­delt es sich nicht um einen Sport­wa­gen, son­dern um einen ebenso soli­den wie kom­for­ta­blen Glei­ter, der auf­grund sei­nes hohen Gewichts mit dem 115-​PS-​Basismotor nur zäh in die Gänge kommt. Emp­feh­lens­wert ist vor allem der 140-​PS-​Diesel, des­sen bäri­ges Dreh­mo­ment die 1,6 Ton­nen ver­ges­sen lässt.

Nicht ver­ges­sen sollte man vor dem Kauf des VW Eos aber eine Dich­tig­keits­prü­fung: Was­ser­ein­brü­che am Dach sind hier nicht sel­ten – viel­leicht ist das der Grund dafür, dass gebrauchte Eos recht güns­tig zu haben sind: Für rund 8000 Euro sind Modelle mit Lauf­leis­tun­gen unter 100 000 Kilo­me­tern auf dem Markt.