Reifenpanne: Das richtige Verhalten

Reifenpanne - So kommen Sie trotzdem ans Ziel

Eine Reifepanne erfordert schnelles und besonnenes Handeln. Lesen Sie hier alles rund um Reifenwechsel und das richtige Sicherheits-Verhalten bei Pannen.

Sta­tis­ti­ken zei­gen, dass der durch­schnitt­li­che Auto­fah­rer alle 10 Jahre mit einer Rei­fen­panne rech­nen muss. Beson­ders bei vol­ler Fahrt auf der Auto­bahn kann eine Panne zur ech­ten Gefah­ren­quelle wer­den. Aber auch schon beim lang­sa­men Luft­ent­wei­chen auf­grund eines klei­nen Lochs, stellt eine Rei­fen­panne für viele Auto­fah­rer ein Alb­traum dar. In den meis­ten Fäl­len haben Sie keine andere Wahl, als den Rei­fen zu wech­seln. Wie Sie eine nahende Rei­fen­panne erken­nen und wie Sie in der aku­ten Situa­tion reagie­ren soll­ten, kön­nen Sie hier nach­le­sen.

Rei­fen­panne - Wie ver­hal­ten Sie sich rich­tig?

Pas­siert die Rei­fen­panne wäh­rend der Fahrt, ist das ober­ste Gebot: Ruhe bewah­ren! Ver­su­chen Sie nicht abrupt zu brem­sen, son­dern las­sen Sie Ihren Wagen lang­sam auf dem Sei­ten­strei­fen aus­rol­len. Danach gel­ten die glei­chen Sicher­heits­re­geln wie bei einem Unfall: Alle Mit­fah­rer soll­ten auf der fahr­bahn­ab­ge­wand­ten Seite aus­stei­gen und im bes­ten Fall eine Warn­weste tra­gen. Außer­dem müs­sen Sie Ihr Auto im ange­mes­se­nen Abstand durch ein Warn­drei­eck sichern. Manch­mal ist es aus Sicher­heits­grün­den sinn­voll, statt selbst einen Rei­fen­wech­sel vor­zu­neh­men, den mobi­len Pan­nen­dienst von ACV zu rufen. Gerade auf Auto­bah­nen ist das Risiko von Fol­geun­fäl­len sehr erhöht und jede unnö­tige Gefähr­dung sollte ver­mie­den wer­den.

Rei­fen­wech­sel

Falls Sie sich den­noch dazu ent­schei­den den Rei­fen­wech­sel selbst vor­zu­neh­men, gibt es einige Dinge auf die Sie unbe­dingt ach­ten müs­sen. Im Fol­gen­den erhal­ten Sie eine kleine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum rich­ti­gen Vor­ge­hen beim Wech­seln des kaput­ten Rei­fens mit einem Autoreifen-Pannenset. Beach­ten Sie in jedem Fall den Unter­schied zwi­schen Ersatz­rei­fen, der einen beschä­dig­ten Rei­fen voll­stän­dig ersetz­ten kann, und Not­lauf­rei­fen, der ledig­lich die Wei­ter­fahrt für eine kurze Stre­cke ermög­li­chen soll. Mit einem Notrad fah­ren Sie bitte nur wei­ter bis zur nächs­ten Werk­statt und über­schrei­ten nicht die Maxi­mal­ge­schwin­dig­keit von 80 km/h. Wer­fen Sie vor dem Rad­wech­sel einen Blick in die Bedie­nungs­an­lei­tung des Autos, um alle Beson­der­hei­ten Ihres Modells in den Vor­gang ein­zu­be­zie­hen.

Step-by-Step Rei­fen­wech­sel

  1. Hand­bremse anzie­hen & ers­ten Gang ein­le­gen, bzw. bei einem Auto­ma­tik­wa­gen auf die Park­stel­lung umstel­len.
  2. Mit Hilfe der spit­zen Seite des Rad­mut­ter­schlüs­sels ent­fer­nen Sie die Rad­kappe.
  3. Lösen Sie die Rad­mut­ter vor­erst nur mit einer hal­ben Umdre­hung.
  4. Heben Sie das Fahr­zeug mit dem Wagen­he­ber soweit an, dass ein Rei­fen­wech­sel mög­lich ist. Schen­ken Sie unbe­dingt den Sicher­heits­hin­wei­sen auf dem Wagen­he­ber Beach­tung.
  5. Schrau­ben Sie nun die Rad­mut­ter voll­stän­dig ab, neh­men Sie den kaput­ten Rei­fen ab und legen Sie ihn unter Ihr Auto.
  6. Setz­ten Sie das Reser­ve­rad an und zie­hen Sie alle Rad­mut­tern hand­fest an.
  7. Ver­stauen Sie den kaput­ten Rei­fen im Kof­fer­raum.
  8. Las­sen Sie den Wagen wie­der auf die Straße her­un­ter.
  9. Zie­hen Sie alle Rad­mut­tern sorg­fäl­tig über Kreuz fest.
  10. Ver­stauen Sie abschlie­ßend alle Uten­si­lien in Ihrem Wagen.
  11. Über­prü­fen Sie an der nächst­mög­li­chen Stelle den Rei­fen­druck des Reser­ve­r­ads und las­sen Sie die Rad­mut­tern noch­mal ordent­lich nach­zie­hen.

Rei­fen­panne? Alter­na­ti­ven zum Rei­fen­wech­sel

Reifenpanne - Alternativen zum ReifenwechselSoll­ten Sie es nicht mit einem geplatz­ten, son­dern ledig­lich mit einem plat­ten Rei­fen zu tun haben, kann tem­po­rär auch ein Reparatur-Set Abhilfe schaf­fen. Mit einem sol­chen Set kön­nen Sie einen beschä­dig­ten Rei­fen über­gangs­weise repa­rie­ren. Mit Hilfe des Rei­fen­füll­kom­pres­sors kön­nen so kleine Löcher von innen geschlos­sen wer­den. Jedoch dür­fen Rei­fen, die so repa­riert wur­den, nur mit gerin­ger Geschwin­dig­keit zur nächst­mög­li­chen Werk­statt gefah­ren wer­den, um dort sofort gegen einen neuen Rei­fen aus­ge­tauscht zu wer­den.

Eine wei­tere Alter­na­tive zum Rei­fen­wech­sel bie­ten soge­nannte Run-Flat-Reifen, die eine Rei­fen­panne nahezu aus­schlie­ßen. Bei die­sen Rei­fen zeigt Ihnen ledig­lich das Druck­kon­troll­sys­tem Ihres Autos einen Druck­ver­lust an und Sie kön­nen ohne Pro­bleme zur nächs­ten Werk­statt fah­ren. Jedoch sind diese Räder nicht nur teu­rer, son­dern auch schwe­rer als her­kömm­li­che Rei­fen.

Wenn Sie die vor­ge­stell­ten Tipps und Ver­hal­tens­wei­sen bei einer Rei­fen­panne beach­ten, muss die nächste Panne nicht zum abso­lu­ten Alb­traum wer­den. Trotz­dem schät­zen Sie Ihre Situa­tion immer rea­lis­ti­sch im Hin­blick auf Sicher­heits­ri­si­ken ein und rufen Sie im Not­fall lie­ber den mobi­len Pan­nen­dienst von ACV für pro­fes­sio­nelle Hilfe.

Gründe für eine Rei­fen­panne

Die häu­figste Ursa­che für eine Rei­fen­panne ist schlicht­weg Mate­ri­al­ab­nut­zung. Mit den Jah­ren ver­lie­ren Rei­fen zuneh­mend an Qua­li­tät und durch Material-Porosität kön­nen ver­hee­rende Schä­den ent­ste­hen. Ein unge­wöhn­li­ches Zie­hen auf eine Seite oder ver­än­derte Fahr­ge­räu­sche kön­nen unter ande­rem auf eine nahende Panne hin­wei­sen. Des­we­gen emp­fiehlt es sich, alle fünf bis sechs Jahre die Rei­fen voll­stän­dig aus­zu­wech­seln und bei lei­sen Anzei­chen eines Scha­dens zügig eine Werk­statt auf­zu­su­chen.

Außer­dem kann auch ein undich­tes Ven­til oder das Auf­fah­ren auf einen Bord­stein zu einer Rei­fen­panne füh­ren. Ein wei­te­rer Grund, wes­we­gen ein Rei­fen plat­zen oder Luft ver­lie­ren kann, ist das Fah­ren über einen spit­zen Gegen­stand. Eine bedachte Fahr­weise kann in vie­len Fälle schon vor­beu­gend wir­ken, trotz­dem kann eine Rei­fen­panne jedem zu jeder Zeit pas­sie­ren und dann gilt es vor­be­rei­tet zu sein.

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