Panne im Tunnel

Panne oder Unfall im Tunnel - so verhalten Sie sich richtig

Für viele Autofahrer eine beängstigende Situation: Ein Unfall oder eine Panne im Tunnel. Wir zeigen Ihnen, wie Sie sich bei einer Panne und beim Durchfahren eines Tunnels am besten verhalten.

Auf dem täg­li­chen Weg zur Arbeit oder bei der Fahrt in den ver­dien­ten Urlaub – als Auto­fah­rer pas­sie­ren wir regel­mä­ßig Tun­nel. Schon das Durch­fah­ren eines Auto­tun­nels emp­fin­den viele Men­schen als unan­ge­nehm. Im Tun­nel gibt es kein Tages­licht, wenig Platz und es ist laut. Wenn es zu einem Unfall oder einer Panne im Tun­nel kommt, ist es daher beson­ders wich­tig, sich rich­tig zu ver­hal­ten.

 

Panne im Tunnel

Unfall oder Panne im Tun­nel: Ver­hal­ten im Not­fall

Kommt es zu einem Unfall oder einer Panne im Tun­nel, soll­ten Sie sich zu Ihrer eige­nen und der Sicher­heit ande­rer unbe­dingt rich­tig ver­hal­ten. Bei Stau soll­ten Sie die Fens­ter schlie­ßen und den Motor abstel­len. So schüt­zen Sie sich vor den gif­ti­gen Abga­sen. Bei einem Unfall oder einer Panne fah­ren Sie, wenn mög­lich, zur nächs­ten Pan­nen­bucht. Wenn das nicht geht, par­ken Sie so weit rechts wie mög­lich, schal­ten das Warn­blink­licht an und stel­len den Motor aus.

 

Auf kei­nen Fall soll­ten Sie aus­stei­gen und Ihr Fahr­zeug schie­ben – die Gefahr, im Tun­nel über­fah­ren zu wer­den, ist groß.

 

Las­sen Sie beim Ver­las­sen des Autos den Schlüs­sel ste­cken. Das hilft Ein­satz­kräf­ten gege­be­nen­falls, Ihr Fahr­zeug schnell aus dem Tun­nel zu brin­gen. Zie­hen Sie eine Warn­weste an, beob­ach­ten Sie den Ver­kehr und sichern Sie die Stelle mit einem Warn­drei­eck. Beach­ten Sie die Flucht­schil­der, um zu Not­aus­gän­gen und SOS-Nischen zu gelan­gen. Wenn Sie diese auf­grund von Rauch oder zu wenig Beleuch­tung schlecht erken­nen kön­nen, gehen Sie immer dicht an der Wand ent­lang. Bei einem Brand oder einer Panne im Tun­nel infor­mie­ren Sie die Ret­tungs­kräfte am bes­ten über die Not­rufs­ta­tio­nen, die Sie alle 150 m fin­den. So kann Ihr genauer Stand­ort direkt geor­tet wer­den. Falls nötig, leis­ten Sie nach dem Hil­fe­ruf erste Hilfe und war­ten auf die Ret­tungs­kräfte. Ande­ren­falls ver­las­sen Sie den Tun­nel durch die Not­aus­gänge – Sie fin­den sie alle 300m.

Ver­hal­ten im Tun­nel – das ist grund­sätz­lich zu beach­ten

Auf­grund der spe­zi­el­len Gege­ben­hei­ten in Tun­neln sollte man sich beim Durch­fah­ren an einige Regeln hal­ten. So kön­nen viele Zwi­schen­fälle ver­mie­den wer­den. Beim Ein­fah­ren in den Tun­nel stel­len Sie das Abblend­licht ein und set­zen gege­be­nen­falls die Son­nen­brille ab. Da sich die Abgase im Tun­nel stauen, stel­len Sie Ihr Lüf­tung bzw. Kli­ma­an­lage auf Umluft. Schal­ten Sie das Radio ein und wäh­len Sie den Ver­kehrs­funk. Im Tun­nel ist es beson­ders wich­tig, die Geschwin­dig­keits­be­gren­zung ein­zu­hal­ten – diese kann sich auch im Ver­lauf des Tun­nels noch ändern. Genauso wich­tig ist das Ein­hal­ten des Sicher­heits­ab­stands: Für Pkws gilt ein Min­dest­ab­stand von 50 m, für Lkws 100 m. Im Mont Blanc-Tunnel gilt sogar ein Sicher­heits­ab­stand von 150 m. Was eigent­lich selbst­ver­ständ­lich sein sollte, einige Auto­fah­rer aber lei­der nicht beach­ten: Hören Sie auf kei­nen Fall auf Kom­man­dos des Navi­ga­ti­ons­ge­räts. Es kann im Tun­nel den Emp­fang ver­lie­ren.

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