Gebrauchtwagen Garantie

Garantie und Gewährleistung beim Kauf eines Gebrauchtwagens

Beim Kauf eines Gebraucht­wa­gens wird zwi­schen Gewähr­leis­tung und Garan­tie unter­schie­de­nen. Hier erfah­ren Sie den Unter­schied der Begriff­lich­kei­ten und wie Sie als Käu­fer nicht auf einem mög­li­chen Scha­den sit­zen blei­ben.

Es gibt zwei Rege­lun­gen, die einem Ver­brau­cher beim Kauf eines Gebraucht­wa­gens Sicher­heit geben sol­len: Zum einem die gesetz­lich ver­pflich­tende Gewähr­leis­tung des Händ­lers und zum ande­ren die frei­wil­lige Garan­tie. Unter der Gewähr­leis­tung ver­steht man die min­des­tens ein Jahr lau­fende Nach­bes­se­rungs­pflicht des Händ­lers für Män­gel am Gebraucht­wa­gen, die schon wäh­rend des Über­ga­be­zeit­punk­tes bestan­den. Die Garan­tie hin­ge­gen ist eine frei­wil­lige Leis­tung des Ver­käu­fers und umschließt auch die Haf­tung für gewisse Män­gel. Wann diese Män­gel auf­ge­tre­ten sind spielt dabei übli­cher­weise keine Rolle. Wie lange die Garan­tie läuft und wel­che Wagen­teile sie umfasst, ist von Ver­trag zu Ver­trag unter­schied­lich.

Lesen Sie hier nach, in wel­chen Fäl­len Sie von der Gewähr­leis­tung nach Sach­män­gel­haf­tung Gebrauch machen kön­nen und wann die Garan­tie greift.

Gebrauchtwagen Garantie

Gebrauchtwagen-​Gewährleistung

Die Gewähr­leis­tung beruht auf der im BGB fest­ge­hal­te­nen Sach– und Rechts­män­gel­haf­tung. Diese besagt, dass ein Händ­ler für die Män­gel­frei­heit eines Gebraucht­wa­gens haf­tet und dazu ver­pflich­tet ist, beim Auf­tre­ten von Män­geln den Wagen wie­der in den ver­spro­che­nen Zustand zurück zu ver­set­zen. Dabei muss der Ver­käu­fer auch soge­nannte ver­steckte Män­gel besei­ti­gen, die erst nach der Über­gabe auf­ge­tre­ten sind, aber auf­grund von Alter und Beschaf­fen­heit des Gebraucht­wa­gens nicht hät­ten auf­tre­ten dür­fen. Nicht vom Ver­käu­fer über­nom­men wer­den jedoch Schä­den, die durch Ver­schleiß ent­stan­den sind. Die Sach­män­gel­haf­tung kann nicht durch irgend­wel­che Klau­seln im Kauf­ver­trag aus­ge­he­belt wer­den, sie gilt jedoch nur bei einem Geschäft zwi­schen einem Unter­neh­mer und einer Pri­vat­per­son.

Die Gewähr­leis­tungs­frist beträgt ins­ge­samt 2 Jahre, wobei nur in den ers­ten sechs Mona­ten auto­ma­tisch davon aus­ge­gan­gen wird, dass der Scha­den auch schon wäh­rend des Kaufs bestand. Danach muss der Käu­fer bewei­sen, dass der Man­gel nicht auf­grund von Bedie­nungs­feh­lern auf­ge­tre­ten ist. Beach­ten Sie unbe­dingt, dass Sie in ers­ter Linie ein Recht auf Nach­er­fül­lung haben. Das heißt, dass Sie dem Ver­käu­fer die Mög­lich­keit geben müs­sen, inner­halb einer gewis­sen Frist den Scha­den zu besei­ti­gen. Sie kön­nen nicht ein­fach eine Werk­statt Ihrer Wahl auf­su­chen und sich dann das Geld für die Repa­ra­tur zurück­er­stat­ten las­sen. Sollte der Man­gel auch nach meh­re­ren Repa­ra­tur­ver­su­chen nicht beho­ben wer­den kön­nen, haben Sie das Recht auf Rück­tritt vom Ver­kaufs­ver­trag.

Garan­tie bei Gebraucht­wa­gen

Die Garan­tie ist bei Gebraucht­wa­gen zwar nicht vor­ge­schrie­ben, aber viele Händ­ler bie­ten Sie den­noch als frei­wil­li­gen Ser­vice an. Häu­fig ist die Garan­tie dann im Ver­kaufs­preis ent­hal­ten oder kann gegen Auf­preis dazu erwor­ben wer­den. Dabei muss die Garan­tie als eine Art Ver­spre­chen des Händ­lers gewer­tet wer­den, sich im Fall von bestimm­ten Män­geln um deren Repa­ra­tur zu küm­mern. Häu­fig umfasst die­ses Ver­spre­chen jedoch nur bestimmt Fahr­zeug­bau­teile und bei der Über­nahme der Repa­ra­tur­kos­ten ist eine Selbst­be­tei­li­gung des Käu­fers vor­ge­se­hen. Im Vor­feld soll­ten Sie also die Garan­tie­be­din­gun­gen ganz genau durch­le­sen um sich über Umfang, Lauf­zeit und Kos­ten der Garan­tie Ihres Gebraucht­wa­gens zu infor­mie­ren. Übri­gens hat die Garan­tie kei­nen Ein­fluss auf die Gebrauchtwagen-​Gewährleistung, diese muss immer noch erfüllt wer­den.

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