So erhalten Sie eine Kaufprämie für Elektroautos

Mit der Kaufprämie für Elektroautos (offiziell: „Umweltbonus“) will die Bundesregierung den Erwerb von elektrischen Fahrzeugen fördern. Wie genau das funktioniert und welche Bedingungen es gibt, erfahren Sie hier!

Elektromobilität ist die Zukunft der Fortbewegung und wird immer mehr zum Trend. Schon jetzt sind zahlreiche Elektrofahrzeuge auf den Straßen unterwegs. Um den Kauf von Elektroautos zu fördern, hat die Bundesregierung deswegen 2016 eine Kaufprämie aufgesetzt.

Ziel war es, bis 2020 eine Million Elektroautos auf deutsche Straßen zu bringen. Das hat bislang nicht geklappt, weshalb die Fördersumme im Februar 2020 noch einmal um bis zu 50 Prozent erhöht wurde. Zudem wurde die Laufzeit des Programms bis 2025 verlängert.

Umweltprämie: So viel gibt der Staat dazu

Der Umweltbonus kommt Käufern von reinen Elektroautos und Plug-in-Hybriden zugute. Für reine E-Autos mit einem Nettolistenpreis  bis 40.000 Euro beträgt der Zuschuss 6.000 Euro netto. Weil auch ein Teil der Mehrwertsteuer entfällt, profitieren Käufer insgesamt in einer Höhe von 6.570 Euro auf den Bruttopreis. Bei Plug-in-Hybridfahrzeugen bis 40.000 Euro Nettolistenpreis beträgt die Kaufprämie 4.500 Euro (brutto: 4.928 Euro).

Zwischen 40.000 und 65.000 Euro sinkt die Fördersumme: auf 5.000 Euro für Elektroautos (5.475 Euro) beziehungsweise 3.750 Euro (4.106 Euro) für Plug-in-Hybride. Oberhalb von 65.000 Euro Listenpreis wird gar nicht mehr gefördert.

Voraussetzungen für die Kaufprämie

Um die Kaufprämie beantragen zu können, sind einige Anforderungen zu erfüllen:

  • Es muss sich bei den Elektro- oder Hybridfahrzeugen um Neuwagen handeln, die nach dem 04. November 2019 zugelassen wurden.
  • Außerdem muss das Auto mindestens sechs Monate auf den Antragsteller zugelassen bleiben.
  • Grundsätzlich gilt, dass Autos, deren CO2-Ausstoß unter 50 Gramm pro Kilometer liegt, beim Kauf mit der Prämie unterstützt werden.

Das Fahrzeugmodell muss außerdem auf der Positivliste des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) stehen, das für die Kaufprämie zuständig ist. Interessenten können sie online einsehen.

 

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So beantragen Sie den Umweltbonus

Einen Antrag auf Förderung von elektrisch betriebenen Fahrzeugen können Sie auf der Seite des Bafa online ausfüllen. Neben persönlichen Daten muss der Antragsteller Angaben dazu machen,

  • ob das Elektroauto gekauft wurde oder ob es sich um ein privates bzw. gewerbliches Leasing handelt.
  • Auch genaue Angaben zum Fahrzeug selbst sind notwendig, darunter Hersteller, Fahrzeugart, Kaufdatum und Netto-Kaufpreis.

Zusammen mit dem Antrag müssen Sie auch den Kauf- bzw. Leasingvertrag einreichen, damit geprüft werden kann, ob Ihr Fahrzeug für die Kaufprämie infrage kommt.

 

Prämie für Elektroautos und Plug-in-Hybride ist begrenzt

Da für den Umweltbonus insgesamt 1,2 Milliarden Euro zur Verfügung stehen, endet die Laufzeit der Prämie, sobald das Geld vollständig vergeben wurde. In den ersten drei Jahren seit Sommer 2016 wurden lediglich 400 Millionen Euro abgerufen.

Dass die Nachfrage so mau bleibt, und dass das noch vorhandene Geld die sechs Jahre bis 2025 reicht, ist allerdings unwahrscheinlich. Wer also überlegt, bei der Anschaffung eines Neuwagens mit Elektroantrieb oder eines Plug-in-Hybriden von der Umweltprämie zu profitieren, sollte nicht zu lange warten.

 

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