So erhalten Sie eine Kaufprämie für Elektroautos

Mit der Kaufprämie für Elektroautos will die Bundesregierung den Erwerb von elektrischen Fahrzeugen fördern. Wie genau das funktioniert und welche Bedingungen es gibt, erfahren Sie hier!

Elektromobilität ist die Zukunft der Fortbewegung und wird immer mehr zum Trend. Schon jetzt sind zahlreiche Elektrofahrzeuge auf den Straßen unterwegs. Um den Kauf von Elektroautos weiter zu fördern, hat die Bundesregierung 2016 eine Kaufprämie aufgesetzt.

Ziel war es, bis 2020 eine Million Elektroautos auf deutsche Straßen zu bringen. Das hat bislang nicht geklappt, weshalb die Fördersumme im Februar 2020 noch einmal um bis zu 50 Prozent erhöht wurde. Zudem wurde die Laufzeit des Programms bis 2025 verlängert. Im Rahmen des Corona-Hilfspakets gab es zuletzt eine zweite Erhöhung, bei der der Staat seinen Förderbeitrag verdoppelt. Die Maßnahme ist zunächst bis Ende 2021 befristet. Statt „Umweltbonus“ heißt das ganze nun außerdem „Innovationsprämie“. 

Kaufprämie: So viel gibt der Staat dazu

Der Bonus kommt Käufern von reinen Elektroautos und Plug-in-Hybriden zugute. Für reine E-Autos mit einem Nettolistenpreis bis 40.000 Euro beträgt der staatliche Zuschuss 6.000 Euro, die Hersteller selbst steuern weitere 3.000 Euro dazu, so dass unter dem Strich 9.000 Euro stehen. E-Autos oberhalb von 40.000 Euro werden vom Bund nun mit 5.000 Euro gefördert, inklusive Industrie-Anteil beträgt der Zuschuss 7.500 Euro. 

Oberhalb von 65.000 Euro gibt es keine Förderung mehr – weder für reine E-Mobile noch für Plug-in-Hybride. Für letztere wird bis zu einem Nettolistenpreis von 40.000 Euro ein Nachlass von 6.750 Euro fällig. Bei teureren Modellen beträgt der Kundenvorteil noch 5.625 Euro. Darüber hinaus sinkt bei beiden Antriebsarten die Mehrwertsteuerlast: Zum einen durch die bis Ende 2020 geltende allgemeine Reduzierung von 19 auf 16 Prozent, zum anderen durch den um den Herstelleranteil reduzierten Kaufpreis. 
 

Voraussetzungen für die Kaufprämie

Um sich für die Kaufprämie zu qualifizieren, sind einige Anforderungen zu erfüllen::

  • Es muss sich bei den Elektro- oder Hybridfahrzeugen um Neuwagen oder junge Gebrauchte aus erster Hand handeln.
  • Außerdem muss das Auto mindestens sechs Monate auf den Antragsteller zugelassen bleiben.
  • Das Fahrzeugmodell muss außerdem auf der Positivliste des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) stehen, das für die Kaufprämie zuständig ist. Interessenten können sie online einsehen.

 

ACV Vorteil

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So beantragen Sie den Umweltbonus

Einen Antrag auf Förderung von elektrisch betriebenen Fahrzeugen können Sie auf der Seite des Bafa online ausfüllen. Neben persönlichen Daten muss der Antragsteller Angaben dazu machen,

  • ob das Elektroauto gekauft wurde oder ob es sich um ein privates bzw. gewerbliches Leasing handelt.
  • Auch genaue Angaben zum Fahrzeug selbst sind notwendig, darunter Hersteller, Fahrzeugart, Kaufdatum und Netto-Kaufpreis.

Zusammen mit dem Antrag müssen Sie auch den Kauf- bzw. Leasingvertrag einreichen, damit geprüft werden kann, ob Ihr Fahrzeug für die Kaufprämie infrage kommt.

Prämie für Elektroautos und Plug-in-Hybride ist begrenzt

Da der Etat für den Umweltbonus auf 2,5 Milliarden Euro begrenzt ist, endet die Laufzeit der Prämie, sobald das Geld vollständig vergeben wurde. In den ersten drei Jahren seit Sommer 2016 wurden lediglich 400 Millionen Euro abgerufen, zuletzt hatte die Nachfrage aber deutlich angezogen. Wer also überlegt, bei der Anschaffung eines Neuwagens mit Elektroantrieb oder eines Plug-in-Hybriden von der Umweltprämie zu profitieren, sollte nicht zu lange warten. 

 

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