Sicher im Straßenverkehr unterwegs an Karneval

Sicher unter­wegs an Kar­ne­val: Was für Auto­fah­rer wich­tig ist

An Karneval sollten Autofahrer das Fahrzeug am besten zu Hause stehen lassen. Alkohol am Steuer, Sichtbehinderung durch Kostüme oder ein Parkplatz in der Karnevalszone können unschöne Folgen haben – für den Fahrer und sein Fahrzeug.

Wenn im Früh­jahr wie­der die Jecken und Nar­ren unter­wegs sind, herrscht in eini­gen Regio­nen Aus­nah­me­zu­stand. Aber im Stra­ßen­ver­kehr gibt es auch an Fasching oder Kar­ne­val keine Nar­ren­frei­heit.

Kein Alko­hol am Steuer

Beson­ders bei Alko­hol am Steuer hört der Spaß auf, denn bereits ab 0,3 Pro­mille wer­den Seh- und Reak­ti­ons­ver­mö­gen beein­träch­tigt. Das soll­ten auch Fahr­rad­fah­rer beher­zi­gen, denn auf dem Fahr­rad kön­nen schlimme Unfälle pas­sie­ren, wenn man sein Fahr­zeug nicht mehr rich­tig im Griff hat oder auf Gefah­ren zu lang­sam reagiert. Ab 0,5 Pro­mille dro­hen 500 € Buß­geld, Punkte in Flens­burg und Fahr­ver­bot. Für Fahr­an­fän­ger in der Pro­be­zeit und junge Men­schen bis 21 Jahre gilt ohne­hin die Null-Promille-Grenze.

Sicher im Straßenverkehr unterwegs an Karneval
An Karneval sollten Sie aus mehreren Gründen das Auto stehen lassen und auf Bus und Bahn umsteigen.

Das Auto an Kar­ne­val ein­fach ste­hen las­sen

Vor­sicht auch vor Rest­al­ko­hol: Auto­fah­rer soll­ten sich nach einer durch­fei­er­ten Nacht auch am nächs­ten Mor­gen nicht auf die Restalkohol-Angaben aus Apps oder Online-Promillerechnern ver­las­sen. Bes­ser ist es, direkt auf Bus und Bahn aus­zu­wei­chen. Denn ist bei einem Unfall Alko­hol im Spiel, kann es teuer wer­den, da der Ver­si­che­rungs­schutz wegen gro­ber Fahr­läs­sig­keit ver­lo­ren gehen kann. Wer auf dem Fahr­rad übri­gens mit 1,6 Pro­mille oder mehr erwischt wird, kann sogar den Pkw-Führerschein ver­lie­ren. Las­sen Sie daher das Auto und das Fahr­rad nach einer inten­si­ven Kar­ne­vals­feier grund­sätz­lich ste­hen und wei­chen Sie auf den ÖPNV oder Taxis aus. Und das nicht nur wegen Ihrer eige­nen Sicher­heit und der Ihrer Mit­fah­rer, son­dern auch, um Ärger zu ver­mei­den – schließ­lich gibt es an Kar­ne­val deut­lich mehr Kon­trol­len durch die Poli­zei.

Kos­tüm oder Maske sind im Auto tabu

Muss es doch ein­mal das Auto sein, ver­zich­ten Sie wäh­rend der Fahrt lie­ber auf aus­la­dende Kos­tüme, üppige Perü­cken und Mas­ken. Schon klei­nere Behin­de­run­gen durch die Ver­klei­dung erhö­hen das Unfall­ri­siko – etwa wenn Sie durch eine Clown­s­maske nicht die gesamte Straße im Blick haben oder mit klo­bi­gen Gum­mi­stie­feln Ihr Fein­ge­fühl beim Brem­sen ein­bü­ßen. Auch laut Gesetz dür­fen Sicht, Gehör und die Bewe­gungs­frei­heit des Fah­rers nicht beein­träch­tigt sein. Wer mit Kos­tüm einen Unfall baut, han­delt fahr­läs­sig und ris­kiert Stra­fen und Pro­bleme mit der Ver­si­che­rung. Wenn Sie mit einer Maske in eine Ver­kehrs­kon­trolle gera­ten, müs­sen Sie zudem mit einem Buß­geld rech­nen, da Auto­fah­rer ihr Gesicht nicht ver­ste­cken dür­fen.

Abseits der Kar­ne­vals­zone par­ken

Sicher Parken an Karneval verhindert kaputte AußenspiegelNicht nur Besu­cher, son­dern auch Anwoh­ner von Kar­ne­vals­zo­nen soll­ten an den jecken Tagen an ihr Fahr­zeug den­ken. Damit auch das Auto unbe­scha­det durch die Kar­ne­vals­zeit kommt, soll­ten Sie Ihr Fahr­zeug in Gara­gen oder abseits von Umzü­gen und Par­ty­mei­len abstel­len, um nicht auf Schä­den wie abge­bro­che­nen Spie­geln und kaput­ten Schei­ben sit­zen zu blei­ben. Infor­mie­ren Sie sich am bes­ten vorab, ob Kar­ne­vals­um­züge in der Nähe Ihres Park­plat­zes geplant sind, denn oft schlän­geln sich regio­nale Umzüge auch durch Neben­stra­ßen. Dadurch wer­den Park­plätze plötz­lich zu Hal­te­ver­bots­zo­nen – Städte kön­nen mit nur drei Tagen Vor­lauf mobile Hal­te­ver­bots­schil­der auf­stel­len.