Kindersitze im Test

Kindersitze im Test: neue Modelle auf dem Prüfstand

Kin­der­sitze bedeu­ten Sicher­heit für Ihren Nach­wuchs. Stif­tung Waren­test hat 16 neue Kin­der­sitze getes­tet. Wel­che Sitze emp­feh­lens­wert sind, und wel­che Sie lie­ber im Regal las­sen, erfah­ren Sie hier.

16 neue Kin­der­sitze hat die Stif­tung Waren­test geprüft, aber nur neun von ihnen erhiel­ten das Prä­di­kat „gut“. Drei Modelle erwie­sen sich als „man­gel­haft“.

Zunächst die gute Nach­richt: Sicher­heit ist bei Kin­der­sit­zen nicht unbe­dingt eine Frage des Prei­ses. In ekla­tan­ter Weise zeigte sich das bei den fünf getes­te­ten Baby­scha­len, die der neuen EU-​Sicherheitsverordnung R129 ent­spre­chen, mit dem Kür­zel i-​Size ver­se­hen sind und für Kin­der bis zu einem Alter von 15 Mona­ten ent­ge­gen der Fahrt­rich­tung mon­tiert wer­den müs­sen.

Sichere Kindersitze

Ein güns­ti­ger Kin­der­sitz ist der Beste

Als Bes­ter im Test erwies sich das Modell Aton Q von Cybex, das mit sehr gutem Unfall­schutz und ein­fa­cher Hand­ha­bung punk­tete und schon für rund 200 Euro zu kau­fen ist. Nicht ganz so über­zeu­gend, aber immer noch mit „gut“ bewer­tet, schnitt der Sirona M2 von Cybex zum Preis von 410 Euro ab. Ein glat­tes „man­gel­haft“ dage­gen kas­sierte das Model „Rebl“ des hol­län­di­schen Anbie­ters Nuna. Der mit 550 Euro zweit­teu­erste Test­kan­di­dat löste sich bei einem simu­lier­ten Auf­prall von sei­nem Unter­bau und kippte in Rich­tung Vor­der­sitz.

Pho­en­ix­fix von Kiddy: Mit Prall­kis­sen statt Gurt­sys­tem

Eine ähn­li­che Dis­kre­panz im Ver­hält­nis von Qua­li­tät zu Preis ermit­telte die Stif­tung auch bei der Prü­fung der Sitze, die der alten, aber immer noch gül­ti­gen Norm R44 ent­spre­chen und sich nicht an der Größe des Kin­des, son­dern am Gewicht ori­en­tie­ren. Test­sie­ger wurde hier der neue Pho­en­ix­fix von Kiddy (259 Euro), der sich für Kin­der mit einem Kör­per­ge­wicht von 9 bis 36 Kilo eig­net, bei dem das Kind mit einem Prall­kis­sen statt von einem Gurt­sys­tem gesi­chert wird und ihm so mehr Bewe­gungs­frei­heit ver­mit­telt als ein fest­ge­zurr­ter Hosen­trä­ger­gurt.

Cybex Aton Q i-size
Der Cybex Aton Q i-​Size war der beste Kin­der­sitz im Test – bei einem Preis von nur rund 200 Euro
Kiddy phoenixfix
Der Kiddy Pho­en­ix­fix ver­mit­telt dem Kind dank Pral­liks­sen mehr Bewe­gungs­frei­heit als ein Sitz mit Gurt

Kein Ruh­mes­blatt für Recaro

Die bil­li­ge­ren Test­kan­di­da­ten in die­ser Klasse kamen über ein „befrie­di­gend“ (Rubi XP von Maxi Cosi) bzw. „aus­rei­chend“ (Door­groei von Hema und Belina SP luxe von Nania) nicht hin­aus, wäh­rend der teu­erste Sitz im Test eben­falls spek­ta­ku­lär ver­sagte: Am Modell Optia (370 Euro) vom renom­mier­ten Her­stel­ler Recaro bogen sich die vier Fang­ha­ken der Isofix-​Basis beim Auf­prall­test so weit auf, dass sich der Sitz von sei­ner Basis löste und in hohem Bogen in Rich­tung Wind­schutz­scheibe flog.

Immer­hin rea­gierte Recaro schnell auf das kata­stro­phale Test­er­geb­nis des Optia-​Sitzes: Nach einer Über­prü­fung teilte das Unter­neh­men mit, dass eine Charge der Isofix-​Basis nicht der gewünsch­ten Mate­ri­al­be­schaf­fen­heit ent­spricht und daher kos­ten­los aus­ge­tauscht wer­den kann. Dabei han­delt es sich um Pro­dukte mit Seri­en­num­mern von ER01000000 bis ER01017825. Wei­tere Infor­ma­tio­nen zur Aus­tausch­ak­tion fin­den Sie im Inter­net auf der Web­seite von Recaro.

Tabelle Kindersitzgrößen

Wel­cher Kin­der­sitz für wel­ches Alter?

Kin­der­sitze wer­den nach zwei Nor­men ver­kauft: i-​Size-​Sitze ori­en­tie­ren sich an der Größe eines Kin­des, die ältere Norm R44 bezieht sich auf das Gewicht der Insas­sen. Die Über­sicht der Stif­tung Waren­test gibt eine grobe Ein­schät­zung, zu wel­chem Alter die ange­bo­te­nen Grup­pen pas­sen.