Bußgeldkatalog LKW

Bußgeldkatalog Lkw: Diese Strafen drohen

Der Lkw-​​Bußgeldkatalog regelt alle Stra­fen für Ver­ge­hen mit Nutz­fahr­zeu­gen in Deutsch­land. Fah­rer von so gro­ßen Vehi­keln müs­sen ganz beson­ders ver­ant­wor­tungs­be­wusst han­deln – wir geben Ihnen einen Über­blick, wel­che Stra­fen bei Ver­ge­hen dro­hen.

Bußgeldkatalog LKW

Tau­sende Lkw, Trans­por­ter und Nutz­fahr­zeuge sind jeden Tag auf den deut­schen Stra­ßen unter­wegs. Sie kön­nen eine beson­dere Gefah­ren­quelle sein: Unfälle von Vehi­keln die­ser Grö­ßen­ord­nung haben meist schwer­wie­gende Fol­gen. Auch des­we­gen sind die Stra­fen für Ver­ge­hen ganz genau gere­gelt. Der Lkw Buß­geld­ka­ta­log umfasst vier große Berei­che:

  • Geschwin­dig­keit
  • Lenk– und Ruhe­zei­ten
  • Über­la­dung
  • Abstand

Erfah­ren Sie hier, wel­che Stra­fen der Lkw Buß­geld­ka­ta­log vor­sieht.

Geschwin­dig­keit: Hohe Buß­gel­der und Fahr­ver­bot

Ein häu­fi­ger Grund für Buß­gel­der ist der Ver­stoß gegen eine Geschwin­dig­keits­be­gren­zung. Inner­orts beträgt die zuge­las­sene Höchst­ge­schwin­dig­keit für Lkw bei 50 km/​h. Außer­orts gilt für Nutz­fahr­zeuge mit einer zuläs­si­gen Gesamt­masse zwi­schen 3,5 und 7,5 Ton­nen eine Höchst­ge­schwin­dig­keit von 80 km/​h – Nutz­fahr­zeuge mit einem Gesamt­ge­wicht über 7,5 Ton­nen und Fahr­zeuge mit Anhän­ger dür­fen eine Geschwin­dig­keit von 60 km/​h nicht über­schrei­ten.

Bei einem Ver­stoß gegen die erlaubte Höchst­ge­schwin­dig­keit wer­den laut Buß­geld­ka­ta­log Lkw Buß­gel­der zwi­schen 20 und 680 Euro fäl­lig. Auch Lkw-​​Fahrer haben bei zu hoher Geschwin­dig­keit Punkte und ab 26 km/​h zu schnell auch ein Fahr­ver­bot zu befürch­ten.

Lenk– und Ruhe­zei­ten

Beim Füh­ren von Fahr­zeu­gen sollte der Fah­rer stets aus­ge­ruht und kon­zen­triert sein. Vor allem Berufs­fah­rer legen täg­lich große Stre­cken zurück. Für Sie gel­ten ganz bestimmte Ruhe– und Lenk­zei­ten. Wenn zum Bei­spiel die täg­li­che Ruhe­zeit um 2 Stun­den unter­schrit­ten wird, zieht das laut Buß­geld­ka­ta­log Lkw eine Strafe von 60 Euro für den Fah­rer mit sich – der Hal­ter des Fahr­zeugs bezahlt in die­sem Fall 180 Euro. Wird die Fah­rer­karte nicht mit­ge­führt und so das Prü­fen ver­hin­dert, droht dem Fah­rer sogar ein Buß­geld­be­scheid über 250 Euro.

Über­la­dung

Lkw wer­den in der Regel ein­ge­setzt, um Waren zu trans­por­tie­ren. Dabei muss der Fah­rer immer das zuläs­sige Gesamt­ge­wicht sei­nes Fahr­zeugs im Auge behal­ten – bei Über­la­dung dro­hen Buß­gel­der und Punkte. Der Betrag des Buß­gelds hängt von der Höhe der Über­la­dung ab und kann zwi­schen 10 und 425 Euro betra­gen. Eine Beson­der­heit bei Über­la­dung: Auch der Hal­ter des Fahr­zeugs muss Buß­geld zah­len und kas­siert Punkte. Ein Fahr­ver­bot droht bei Über­la­dung laut dem Buß­geld­ka­ta­log Lkw aller­dings nicht.

Abstand: Wer dicht auf­fährt, ris­kiert Unfälle

Ein ange­mes­se­ner Abstand zum vor­aus­fah­ren­den Fahr­zeug kann schwere Unfälle ver­mei­den. Auch Lkw müs­sen sich an den Sicher­heits­ab­stand von 50 Metern hal­ten – bei Miss­ach­ten droht ein Buß­geld­be­scheid. Fährt ein Lkw mit zuläs­si­gem Gesamt­ge­wicht über 3,5 Ton­nen mehr als 50 km/​h auf einer Auto­bahn und miss­ach­tet den Sicher­heits­ab­stand, dro­hen zum Bei­spiel 80 Euro Strafe.

Ob Abstand, Geschwin­dig­keit oder andere Ver­he­gen: Im ACV Buß­geld­rech­ner kön­nen alle Buß­gel­der für Lkw und Pkw indi­vi­du­ell berech­net wer­den.

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