In welchen Ländern ist Wildcamping erlaubt, in welchen verboten?

Für viele Urlau­ber hat das Wild­cam­pen, abseits von offi­zi­el­len Cam­ping­plät­zen oder Hotels, einen roman­ti­schen Charme. Aber nicht in jedem Land ist das Wild­cam­ping erlaubt. Wie die Rechts­lage in ver­schie­de­nen euro­päi­schen Län­dern ist, erfah­ren Sie hier!

wildcampenWild­cam­pen, das riecht nach Frei­heit und Aben­teuer in der unbe­rühr­ten Natur und abseits des tou­ris­ti­schen Tru­bels. Pro­ble­ma­tisch wird es nur dann, wenn man mit sei­nen Urlaubs­plä­nen gel­ten­des Recht über­schrei­tet: In vie­len euro­päi­schen Län­dern dür­fen Sie sich nicht ein­fach irgendwo mit Ihrem Zelt oder Wohn­mo­bil nie­der­las­sen.

Die gesetz­li­chen Rege­lun­gen und Stra­fen bezüg­lich des Wild­cam­pens sind näm­lich kei­nes­falls ein­heit­lich in Europa. Daher soll­ten Sie sich vor der gro­ßen Aben­teu­er­reise erst infor­mie­ren, ob Sie sich mit der Wahl Ihres Schlaf­plat­zes nicht auf recht­lich dün­nem Eis bewe­gen.

Wo ist Wild­cam­pen nicht erlaubt?

Gene­rell gilt zunächst ein­mal, dass Wild­cam­pen in den meis­ten euro­päi­schen Län­dern ver­bo­ten ist. Gerade die süd­li­chen Län­der sind mit dem Ver­bot sehr streng: In Frank­reich kann das uner­laubte Schla­fen an öffent­li­chen Plät­zen oder Strän­den bis zu 1.500 Euro kos­ten.

In Spa­nien dro­hen sogar Geld­bu­ßen von bis zu 5.000 Euro. Aus­ge­nom­men sind nur die letz­ten 100 km der Pil­ger­wege nach San­tiago de Com­postella, hier dür­fen die Pil­ger auch am Weges­rand ihr Zelt auf­schla­gen.

Eben­falls ver­bo­ten ist das Wild­cam­pen in Däne­mark und Öster­reich. Beson­ders streng geahn­det wer­den Wild­cam­per in der Schweiz, hier kann der Aben­teu­er­ur­laub auch schnell mal 10.000 Euro kos­ten.

  • Frank­reich
  • Spa­nien
  • Ita­lien
  • Däne­mark
  • Nie­der­lande & Bel­gien
  • Öster­reich & Schweiz

In Deutsch­land gilt das Prin­zip des Ver­bots­vor­be­halts: Wo es nicht aus­drück­lich ver­bo­ten ist, kön­nen Sie cam­pen. Grund­sätz­lich ver­bo­ten ist es in Natio­nal­parks, Natur­schutz­ge­bie­ten, Bio­to­pen, Wild– und Was­ser­schutz­ge­bie­ten.

Wo ist Wild­cam­pen erlaubt?

wildcampenGanz anders ist das in den nor­di­schen Län­dern, hier gilt das soge­nannte Jeder­manns­recht, das die freie Bewe­gung in der Natur und Wild­nis erlaubt. Beson­ders frei­zü­gig aus­ge­legt ist die­ses Recht in Schwe­den, wo Sie sogar auf Pri­vat­grund­stü­cken für eine Nacht unge­fragt über­nach­ten dür­fen.

Aber Ach­tung: Sie dür­fen es sich nur außer­halb der Sicht­weite eines Pri­vat­hau­ses gemüt­lich machen und Feuer sind strikt unter­sagt. Nor­ma­ler­weise bezieht sich das Jeder­manns­recht nur auf Grund­stü­cke, die dem Staat gehö­ren, und es gilt nur für Wan­de­rer, Rad­fah­rer, Kanu­ten oder Rei­ter.

Wer mit dem Wohn­mo­bil unter­wegs ist, darf die­ses jedoch auf öffent­li­chen Park­plät­zen, am Strand und am Ende von Stra­ßen abstel­len. Schwe­den, Nor­we­gen, Est­land und Lett­land gel­ten daher als Wildcamping-​Paradiese. Außer­dem ist das Über­nach­ten in der freien Natur bis zu einem gewis­sen Grad auch in Schott­land, Irland und auf dem Bal­kan erlaubt. Wenn Sie auf Num­mer sicher gehen wol­len, soll­ten Sie sich vor dem Cam­ping­ur­laub ganz genau über die Rechts­lage in Ihrem Ziel­land infor­mie­ren.

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