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Winterauto: lohnt sich ein Zweitwagen für Schnee und Eis?

Die kalte und nasse Jahreszeit ist nicht nur gefährlicher zum Autofahren, sondern setzt den Pkws auch erheblich zu. Ein Winterauto speziell für diese Wetterverhältnisse kann da Abhilfe schaffen. Auf was Sie beim Kauf achten sollten, erfahren Sie hier.

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Trotz freier Stra­ßen set­zen Schnee, Salz und Kälte Ihrem Fahr­zeug im Win­ter zu.

Es gibt meh­rere Gründe, warum ein Win­ter­auto sinn­voll ist. Wich­tig ist dabei vor allem die­ser: Auto­fah­ren ist im Win­ter erwie­se­ner­ma­ßen gefähr­li­cher als im Som­mer. Die Sicht ist schlech­ter, die Stra­ßen wer­den durch Feuch­tig­keit, Schnee und Kälte rut­schig und Zahl der Unfälle steigt. Ein auf diese Wit­te­rungs­be­din­gun­gen zuge­schnit­te­nes Fahr­zeug bringt Sie siche­rer ans Ziel als ein nor­ma­ler Pkw.

Außer­dem altert Ihr Auto bei die­sen Wit­te­rungs­be­din­gun­gen schnel­ler, denn Feuch­tig­keit und Salz grei­fen das Mate­rial an, die Fol­gen sind Rost und Krat­zer. Ein Win­ter­auto kann Schnee­mat­sch, Glatt­eis und Streu­salz bes­ser trot­zen, wäh­rend Ihr Haupt­wa­gen in der Garage geschützt vor allen Wit­te­run­gen über­win­tert.

Gerade Auto­lieb­ha­ber, die im Som­mer gerne ihre Old­ti­mer oder ihren Sport­wa­gen aus­füh­ren, schaf­fen sich des­we­gen häu­fig ein Win­ter­auto an. Die­ser Ersatz­wa­gen kann dann im Win­ter ohne Sor­gen genutzt und ver­braucht wer­den. Auch wer in stark schnee­rei­chen Regio­nen lebt, für den lohnt sich ein Win­ter­auto. Aber wel­che Kri­te­rien sollte ein Win­ter­auto erfül­len?

Kri­te­rien für ein gutes Win­ter­auto

Natür­lich muss das Win­ter­auto in ers­ter Linie bezahl­bar sein. Daher bie­ten sich vor allem Gebraucht­wa­gen an, die schon ein paar Jahre auf dem Buckel haben aber noch gut in Schuss sind. Bei der Aus­w­sahl eines geeig­ne­ten Win­ter­au­tos soll­ten Sie außer­dem auf fol­gende Kri­te­rien ach­ten:

  • Der Wagen sollte eine noch min­des­tens sechs Monate gül­tige TÜV-Plakette besit­zen.
  • Über­prü­fen Sie per­sön­lich, dass die Brems­an­lage, der Motor und das Licht ohne Pro­bleme funk­tio­nie­ren.
  • Natür­lich dür­fen auch die Hei­zung, Lüf­tung und Wischwasser-Automatik nicht kaputt sein.
  • Wer­fen Sie einen Blick in die Fahr­zeug­pa­piere und ver­glei­chen Sie die Anga­ben mit dem Zustand des Autos.
  • Es emp­fiehlt sich, ein Auto­mo­dell mit Front- bzw. All­rad­an­trieb aus­zu­su­chen, damit Sie auf glat­ten Fahr­bah­nen einen siche­ren Halt haben.

Für wen lohnt sich das Win­ter­auto?

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Wer in Regio­nen mit star­kem Schnee­fall lebt, für den macht ein star­kes Win­ter­auto mit All­rad­an­trieb Sinn.

Die Frage danach, ob Sie ein Win­ter­auto brau­chen oder nicht, ist davon abhän­gig, aus wel­chen Grün­den Sie einen Ersatz­wa­gen haben wol­len.

Auto­fah­rer, die in Gebie­ten ohne har­ten Win­ter leben, brau­chen nicht unbe­dingt ein Auto, das mit star­ken Wit­te­run­gen umge­hen kann. Wenn Sie jedoch in schnee­rei­chen Regio­nen wie dem tiefs­ten Bay­ern oder im Schwarz­wald leben, kann die Anschaf­fung eines win­ter­taug­li­chen Wagens schon eine Not­wen­dig­keit sein.

Sinn­voll ist ein Win­ter­auto auch für Fah­rer, die ihr teu­res Som­mer­auto vor Schä­den durch Wind und Wet­ter schüt­zen wol­len. In die­sen Fäl­len ist dann jedoch wie­der die Frage, ob Sie wirk­lich auf den Kom­fort und Luxus Ihres Som­mer­au­tos ver­zich­ten wol­len. Das klas­si­sche Win­ter­auto besitzt näm­lich weder Mul­ti­me­dia­an­lage, noch Fahras­sis­ten­ten. Das Pro­blem bei den meis­ten Model­len, die als güns­ti­ges Win­ter­auto in Frage kämen, ist die ver­al­tete Sicher­heits­tech­nik. Tech­ni­sche Hilfs­mit­tel wie ESP und ASR sind oft noch gar nicht vor­han­den.

Wer keine Abstri­che beim Kom­fort machen möchte, aber nicht bereit ist, in zwei hoch­wer­tige Fahr­zeuge für jede Jahs­res­zeit zu inves­tie­ren, für den lohnt es sich eher, das eigene Auto mit guten Win­ter­rei­fen und Frost­schutz wet­ter­fest zu machen.