In Deutschland ist zum Fahren eines Kraftfahrzeuges zwingend ein Führerschein vorgesehen. Geraten Sie in eine Verkehrskontrolle, müssen Sie Ihre Befähigung zum Fahren – also den Führerschein – im Original vorlegen können. Wenn Sie den Führerschein nicht dabeihaben, droht in einem solchen Fall ein Verwarnungsgeld in Höhe von 10 Euro.
Deutlich härter fallen die Strafen aus, wenn Sie ohne Fahrerlaubnis fahren. Hier kommen verschiedene Szenarien in Frage: Sie haben den Führerschein nie gemacht, er wurde Ihnen entzogen oder Sie unterliegen derzeit einem Fahrverbot. In allen Fällen handelt es sich um eine Verkehrsstraftat, wenn Sie dennoch Auto fahren.
Das Fahren ohne Fahrerlaubnis ist ebenso eine Straftat wie Fahren, während Ihnen der Führerschein entzogen wurde oder Sie einem Fahrverbot unterliegen. In all diesen Fällen droht eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr. Der Gesetzgeber stuft das Fahren ohne Fahrerlaubnis als A-Verstoß ein, sodass Sie zusätzlich mit drei Punkten in Flensburg rechnen müssen. Gemäß § 21 Abs. 3 StVG kann das betroffene Fahrzeug auch eingezogen werden, wenn es zu wiederholten Verstößen kommt. Werden Sie bei der Gerichtsverhandlung wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis zu einer Geldstrafe mit mehr als 90 Tagessätzen verurteilt, gelten Sie zudem als vorbestraft. Wer mehrmals beim Fahren ohne Fahrerlaubnis erwischt wird, muss mit höheren Strafen rechnen.
Auch das Fahren ohne Zulassungspapiere ist nicht erlaubt. Die Polizisten prüfen in einem solchen Fall vor Ort bei der Verkehrskontrolle, ob das Fahrzeug ordnungsgemäß zugelassen ist. Ist dies der Fall und Sie haben lediglich Ihre Zulassungspapiere vergessen, droht ein Verwarnungsgeld in Höhe von 10 Euro. Stellt sich im Rahmen der Kontrolle jedoch heraus, dass Ihr Fahrzeug nicht zugelassen ist, drohen 70 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg. Eine Kopie des Fahrzeugscheins reicht nicht aus, um die ordnungsgemäße Zulassung zu beweisen. Sie müssen das Dokument im Original vorlegen können.