Tipps zum Gebrauchtradverkauf

Von günstigen Preisen sollte man sich jedoch nicht blenden lassen. Ein kleiner Check-up, bevor man das Rad mit nachhause nimmt, ist ratsam. Sonst kann der Fahrspaß, dank gerissener Kette oder geplatztem Reifen, ganz schnell wieder vorbei sein.

Probefahrt vor Radkauf

Der Allgemeine Fahrrad Club Deutschland (ADFC) rät, kein Fahrrad ohne Probefahrt zu fahren. René Filippek vom ADFC sagt: „Ein seriöser Anbieter wird immer eine Probefahrt ermöglichen. Dabei sollte man überprüfen, ob das Fahrgefühl stimmt, ob das Fahrrad leicht läuft, ob sich enge Kurven sicher fahren lassen und ob das Rad spurtreu geradeaus läuft.“
Gleichzeitig stelle man natürlich fest, ob das Inserat mit dem tatsächlichen Fahrrad übereinstimmt, so Filippek weiter.

Vorsicht vor Mehrkosten durch Mängel

Wenn Sie in nächster Zeit keine Fahrradwerkstatt mit großem Ersatzteillager aufsuchen wollen, dann sollten Sie auf eine rostfreie Kette und einen Rahmen ohne Risse achten. Falls Sie bei der Probefahrt bereits feststellen, dass der Lenker beim Steuern einrastet oder das Tretlager Spiel hat, dann können Sie mit zusätzlichen Kosten rechnen, die auf Sie zukommen werden.

Der ADFC warnt vor Unfallschäden, die häufig an einem verbogenen Lenker oder verbogenen Rädern zu erkennen sind. Weiter ist es ratsam, die Bremsen zu prüfen. Die Bremsgriffe dürfen sich nicht bis zum Anschlag durchziehen lassen.

Faustregel für Gebrauchtradkauf

Filippek hat für alle Käufer von Gebrauchträdern eine Faustregel als Orientierungshilfe: „Wenn Neupreis und Alter des Rades bekannt sind, kann man sich an diesen Faustregeln orientieren: Ein Fahrrad verliert beim Neukauf rund 20 Prozent an Wert. Nach zwei Jahren liegt er nur noch bei 50 Prozent. Und danach halbiert sich der Wert alle vier Jahre. Am Ende zählt natürlich der Zustand des Fahrrads, um einen angemessenen Preis zu verhandeln.“

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