Autoreparatur

Worauf Sie bei einer Mietwerkstatt achten sollten

In einer Miet­werk­statt kön­nen auch pri­vate Schrau­ber kleine Repa­ra­tu­ren am Fahr­zeug durch­füh­ren und dabei auf Hilfe vom Profi und hoch­wer­tige Werk­zeuge zurück­grei­fen. Der ACV zeigt, wor­auf Sie bei Eigen­re­pa­ra­tu­ren in einer Miet­werk­statt ach­ten müs­sen.

Mietwerkstatt MechanikerHebe­bühne, Dia­gno­se­ge­rät oder Spe­zi­al­werk­zeuge – wer selbst Repa­ra­tu­ren an sei­nem Pkw durch­füh­ren will, muss seine Garage nicht gleich in eine pro­fes­sio­nelle Werk­statt umbauen. In einer Miet­werk­statt fin­den auch pri­vate Auto­schrau­ber pro­fes­sio­nelle Aus­rüs­tung und Bera­tung von Exper­ten vor. So kön­nen Fahr­zeug­be­sit­zer mit Know-​How ein­fa­chere Repa­ra­tu­ren selbst durch­füh­ren und Kos­ten spa­ren, die bei der Dienst­leis­tung in der Auto­werk­statt ange­fal­len wären.

Das Ange­bot an Selbst­hil­fe­werk­stät­ten ist groß, bei der Wahl einer Miet­werk­statt soll­ten Hobby-​Schrauber auf Qua­li­tät und Aus­stat­tung ach­ten.

Check­liste: Dar­auf soll­ten Sie bei der Miet­werk­statt ach­ten

    • Qua­li­fi­zier­tes Fach­per­so­nal, das schwie­ri­gere Repa­ra­tu­ren abnimmt
    • Gute Licht­ver­hält­nisse
    • Ord­nung und Sau­ber­keit
    • Gute Belüf­tung der Werk­statt
    • Qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ges Werk­zeug
    • Umfas­sen­des Sor­ti­ment an Werk­zeu­gen inkl. Spe­zi­al­werk­zeug
    • Dia­gno­se­ge­rät

Wel­che ist die rich­tige Miet­werk­statt?

Die Preise der Hob­by­werk­stät­ten, die stun­den­weise gemie­tet wer­den kön­nen, vari­ie­ren stark. Ach­ten Sie bei der Wahl aber nicht nur auf den Preis, son­dern vor allem auf die Qua­li­tät.

Wich­tig ist bei­spiels­weise, dass immer ein Kfz-​Meister anwe­send ist. Er sollte sei­nen Kun­den bei Fach­fra­gen unter­stüt­zend zur Seite ste­hen und am Schluss die selbst durch­ge­führ­ten Repa­ra­tu­ren abneh­men – bevor das Auto wie­der auf die Straße rollt.

Repa­ra­tur in sau­be­ren und hel­len Werk­statt­hal­len

Ein wei­te­rer Hin­weis, der auf eine gute Miet­werk­statt hin­deu­tet, ist die Sau­ber­keit und Ord­nung in der Werk­statt­halle und an den Arbeits­plät­zen. Her­um­lie­gen­des Werk­zeug und Gegen­stände wei­sen nicht nur auf eine nach­läs­sige Füh­rung hin, son­dern kön­nen auch ris­kante Stol­per­fal­len sein.

Ins­be­son­dere dann, wenn die Licht­ver­hält­nisse in der Werk­statt schlecht sind. Helle Räum­lich­kei­ten sind für die Durch­füh­rung von Repa­ra­tu­ren uner­läss­lich.

Mietwerkstatt

Aus­le­se­ge­rät & Spe­zi­al­werk­zeug

Bei der Aus­wahl der rich­ti­gen Miet­werk­statt für die Arbeit, die Sie an Ihrem Auto durch­füh­ren wol­len, soll­ten Sie zudem auf die Qua­li­tät und Aus­wahl der Werk­zeuge ach­ten. Ein Dia­gno­se­ge­rät, das über die OBD Schnitt­stelle die Feh­ler aus­liest ist not­wen­dig, zudem soll­ten die Arbeits­ge­räte auf dem neu­es­ten Stand der Tech­nik sein, Spe­zi­al­werk­zeuge für unter­schied­li­che Anwen­dungs­be­rei­che soll­ten vor­han­den sein.

Ersatz­teile und Zube­hör wie zum Bei­spiel Motoröl müs­sen Sie selbt mit­brin­gen. Einige Miet­werk­stät­ten bie­ten jedoch die Bestel­lung von Ersatz­tei­len an, die häu­fig am nächs­ten Tag bereits zur Ver­fü­gung ste­hen.

Das Risiko bei der Eigen­re­pa­ra­tur in einer Miet­werk­statt liegt vor allem in den man­geln­den Kennt­nis­sen über das Fahr­zeug und über den rich­ti­gen Ein­bau der Ersatz­teile”

Jochen Haupt, ACV Fahr­zeug­ex­perte

Autowerkstatt MechanikerDie Risi­ken von Repa­ra­tu­ren in einer Miet­werk­statt

Der ACV warnt jedoch davor, sein Auto kom­plett in Eigen­re­gie zu über­ho­len. „Das Risiko bei der Eigen­re­pa­ra­tur in einer Miet­werk­statt liegt vor allem in den man­geln­den Kennt­nis­sen über das Fahr­zeug und über den rich­ti­gen Ein­bau der Ersatz­teile”, erklärt ACV Fahr­zeug­ex­perte Jochen Haupt. Mon­ta­ge­feh­ler seien nicht nur Gift für das Auto. „Viel­mehr bringt sich der Fah­rer damit selbst in Gefahr, wenn das Auto an der nächs­ten Kreu­zung zum Bei­spiel nicht mehr zuver­läs­sig bremst.”

Wich­tig sei es, bei der Eigen­re­pa­ra­tur auf Ersatz­teile von guter Qua­li­tät zurück­zu­grei­fen. Das zahlt sich nicht nur meist bei der Lang­le­big­keit der ersetz­ten Teile aus, son­dern mit hoch­wer­ti­gen Ersatz­tei­len trägt man auch zur eige­nen Sicher­heit bei.

Bei Mon­ta­ge­feh­lern greift die Ver­si­che­rung nicht

Hobby-​Schrauber soll­ten außer­dem beach­ten, dass bei Mon­ta­ge­feh­lern der Ver­si­che­rungs­schutz erlischt: zum Bei­spiel wenn Brems­be­läge falsch mon­tiert oder Schrau­ben nicht vor­schrifts­mä­ßig ange­zo­gen sind. Vor Gericht könnte das den ver­ant­wort­li­chen Kfz-​Haltern dann als grobe Fahr­läs­sig­keit ange­las­tet wer­den.

Man­che Repa­ra­tu­ren sind nichts für eine Miet­werk­statt

Der ACV rät Hobby-​Schraubern daher gene­rell dazu, die Do-​It-​Yourself-​Arbeiten am eige­nen Auto auf ein­fa­che Tätig­kei­ten zu beschrän­ken. Der regel­mä­ßige Ölwech­sel, die Prü­fung des Rei­fen­drucks oder die Aut­opf­lege kön­nen selbst erle­digt wer­den. Auch Schei­ben­wi­scher oder Bir­nen kann man selbst wech­seln. „Repa­ra­tu­ren an Brem­sen, Rei­fen, Len­kung, Achs­tei­len und Fahr­werk dage­gen soll­ten grund­sätz­lich von einer Fach­werk­statt über­nom­men wer­den”, unter­streicht ACV Fahr­zeug­ex­perte Haupt.