Unfallbericht schreiben

So schreiben Sie einen Unfallbericht

Wenn's mal gekracht hat, hilft ein Unfallbericht allen Beteiligten dabei, dass Unfallhergang und Schäden dokumentiert sind und mit der Versicherung alles glatt läuft. Der ACV liefert Tipps und Hilfestellungen, damit Sie im Ernstfall an alles denken.

Ein Unfall ist selbst für den erfah­rens­ten Auto­fah­rer ein Schock und das Schrei­ben des Unfall­be­rich­tes keine all­täg­li­che Auf­gabe. Des­we­gen ist es umso wich­ti­ger, in der Aus­nah­me­si­tua­tion die Ruhe zu bewah­ren und einige Maß­nah­men zu tref­fen. Dazu gehö­ren natür­lich zunächst die Siche­rung des Unfall­or­tes und die Erste Hilfe bei mög­li­chen Ver­letz­ten, aber auch die sorg­fäl­tige Anfer­ti­gung des Unfall­be­rich­tes. Viele Unfall­be­tei­ligte ste­hen beim Schrei­ben vor den glei­chen Fra­gen: Was gehört in den Bericht? Wer muss was veri­fi­zie­ren? Und was ist eigent­lich mit der Schuld­frage? Was genau Sie beim Schrei­ben des Berich­tes beach­ten müs­sen und mit wel­chen Hilfs­mit­teln der ACV Sie unter­stützt, kön­nen Sie hier nach­le­sen.

Unfallbericht schreiben

Unfall­be­richt schrei­ben – mit oder ohne Poli­zei?

Zunächst ein­mal soll­ten Sie wis­sen, dass es im Unfall­be­richt nicht um Schuld­zu­wei­sun­gen geht. Viel­mehr geht es darum, in einem nüch­ter­nen Ton den Unfall­her­gang, die Betei­lig­ten und die Schä­den zu doku­men­tie­ren. Mit Hilfe des Berich­tes ermit­teln die Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men dann, wer für wel­chen Scha­den auf­kommt. Den Unfall müs­sen Sie dafür inner­halb einer Woche bei Ihrer Ver­si­che­rung ange­zeigt haben, bei einem Unfall mit Todes­op­fern ver­rin­gert sich diese Frist auf 48 Stun­den. Sollte Ihr Unfall­geg­ner dar­auf bestehen, die Schuld­frage mit in den Bericht auf­zu­neh­men, kön­nen Sie die Unter­schrift ver­wei­gern. Dann hat das Doku­ment für Kfz-Versicherungen kei­nen Wert mehr.

Die Ant­wort auf die Frage nach der Anwe­sen­heit von Poli­zei bei der Erstel­lung des Berich­tes rich­tet sich nach der Schwere des Unfalls. Bei Unfäl­len mit Per­so­nen­schä­den, Behin­de­run­gen des rest­li­chen Ver­kehrs oder Beschä­di­gung von Ver­kehrs­ein­rich­tun­gen muss die Poli­zei zwin­gend dazu­ge­holt wer­den. Hier über­neh­men die Beam­ten dann die Anfer­ti­gung des Unfall­be­rich­tes. Anders ist das bei leich­ten Sach­schä­den, hier kön­nen die Betei­lig­ten sel­ber aktiv wer­den. Sollte Ihr Unfall­geg­ner jedoch nicht ruhig und koope­ra­tiv sein, kön­nen Sie auch in sol­chen Fäl­len die Poli­zei für Hilfe kon­tak­tie­ren.

Unfall­be­richt schrei­ben – das muss rein

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Die ACV App Co-Pilot bie­tet eine prak­ti­sche Unfall­auf­nahme

Um die Lage so weit wie mög­lich zu doku­men­tie­ren, kön­nen Sie sich an gän­gi­gen Vor­la­gen ori­en­tie­ren, wie bei­spiels­weise am ein­heit­li­chen euro­päi­schen Unfall­be­richt. Es lohnt sich für den Not­fall, immer zwei aus­ge­druckte Exem­plare im Hand­schuh­fach zu haben. Nach einem Unfall müs­sen näm­lich zwei iden­ti­sche Unfall­be­richte ange­fer­tigt wer­den, die von bei­den Unfall­par­teien unter­schrie­ben wer­den. Dabei ist es unwich­tig, wer die bei­den Berichte aus­füllt, wich­tig ist nur, dass beide Par­teien unter­schrei­ben.

Grund­sätz­lich müs­sen beim Schrei­ben des Berich­tes die gro­ßen fünf W-Fragen beant­wor­tet wer­den: wer, was, wo, wann und warum? Neh­men Sie alle Betei­lig­ten, Zeu­gen, Schä­den und Fahr­zeuge in den Bericht mit auf. Für die Doku­men­ta­tion des Unfall­her­gangs ist eine exakte Unfall­skizze not­wen­dig.

Wei­te­res Bild- oder Video­ma­te­rial von den Schä­den an bei­den Pkws und der Gesamt­si­tua­tion ist eben­falls sehr hilf­reich. Wenn es mög­lich ist, ver­än­dern Sie nicht die Unfall­po­si­tion des Wagens, son­dern zeich­nen Sie mit Kreide die Unfall­si­tua­tion nach und foto­gra­fie­ren Sie diese. Sollte es Zeu­gen vom Unfall­her­gang geben, neh­men Sie unbe­dingt die Per­so­na­lien in das Unfall­pro­to­koll mit auf.

Beim Schrei­ben des Unfall­be­rich­tes soll­ten Sie unbe­dingt dar­auf ach­ten, einen sach­li­chen Ton anzu­schla­gen, prä­zise zu arbei­ten und sich an die Fak­ten zu hal­ten. Nur so kann die Ver­si­che­rung den Unfall­her­gang schnell auf­klä­ren.

Unfall doku­men­tie­ren – per App oder For­mu­lar

Damit Sie in der Unfall­si­tua­tion nicht auf sich alleine gestellt sind, hält der ACV zwei Hil­fe­stel­lun­gen bereit.

Mit der Pannehilfe-App ACV Co-Pilot fällt das Schrei­ben eines Unfall­be­rich­tes viel leich­ter, denn die Smartphone-App funk­tio­niert im Not­fall wie ein Unfal­las­sis­tent. Als inter­ak­tive Unter­stüt­zung führt Sie der ACV Co-Pilot durch die Unfall­auf­nahme und Beweis­si­che­rung. So kann aus allen Daten ein voll­stän­di­ger Unfall­be­richt gene­riert wer­den, der sofort an Ihre E-Mail-Adresse und an die Ver­si­che­rung geschickt wer­den kann.

Wer lie­ber mit Papier und Stift arbei­tet, der kann sich hier den Euro­päi­schen Unfall­be­richt her­un­ter­la­den und aus­dru­cken. Dort kön­nen Sie in eine Skizze die Schä­den und den Unfall­her­gang ein­tra­gen sowie die Daten des Unfall­geg­ners wie Ver­si­che­rungs­da­ten und Kon­takt­adresse fest­hal­ten. Mit die­sem Unfall­be­richt in dop­pel­ter Aus­füh­rung im Hand­schuh­fach kön­nen Sie auch in einer chao­ti­schen Unfall­si­tua­tion einen küh­len Kopf bewah­ren und alle wich­ti­gen Infor­ma­tio­nen sichern.

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