Versicherungslexikon

Das Kfz-Versicherungslexikon: Alle Begriffe kurz und verständlich erklärt

Wenn Sie eine Auto­ver­si­che­rung abschlie­ßen, ist es wich­tig, dass Sie die wich­tigs­ten Begriffe rund ums Thema ken­nen. In unse­rem Kfz-​Versicherungslexikon kön­nen Sie diese nach­le­sen.

Wenn man ein Auto besitzt, ist eine Kfz-​Versicherung von gro­ßer Bedeu­tung. Dabei wer­den immer wie­der Begriffe genannt, mit denen der Fahr­zeug­hal­ter nicht allzu viel anfan­gen kann. An die­ser Stelle soll das Kfz-​Versicherungslexikon Abhilfe schaf­fen. Hier fin­den Sie die wich­tigs­ten Begriffe, die Sie in Zusam­men­hang mit einer Auto­ver­si­che­rung ken­nen soll­ten.

Kfz-​Versicherungslexikon: Wich­tige Begriffe im Über­blick

VersicherungslexikonKfz-​Haftpflichtversicherung: Eine Kfz-​Haftpflichtversicherung ist gesetz­lich vor­ge­schrie­ben. Ohne sie darf das Fahr­zeug nicht in Betrieb genom­men wer­den. Die Ver­si­che­rung deckt die Kos­ten für Personen-​, Sach– und Ver­mö­gens­schä­den eines Drit­ten, die durch den Ver­si­che­rungs­neh­mer ent­stan­den sind.

Teil­kas­ko­ver­si­che­rung: Die Teil­kas­ko­ver­si­che­rung ver­si­chert den Fahr­zeug­hal­ter gegen Schä­den am eige­nen Fahr­zeug. Als Ergän­zung zur Haft­pflicht­ver­si­che­rung bie­tet sie zusätz­li­chen Schutz bei bestimm­ten Gefah­ren.

Voll­kas­ko­ver­si­che­rung: Die Voll­kas­ko­ver­si­che­rung schließt den Ver­si­che­rungs­schutz der Teil­kas­ko­ver­si­che­rung mit ein und kommt dar­über hin­aus für wei­tere Schä­den am eige­nen Fahr­zeug auf. Sie ist vor allem für neuere Fahr­zeuge geeig­net.

Schutz­brief: Der Kfz-​Schutzbrief ist ein Pro­dukt, das dem Ver­si­che­rungs­neh­mer von man­chen Ver­si­che­rern neben einer Ver­si­che­rung ange­bo­ten wird. So ist dem Fahr­zeug­hal­ter im Fall einer Panne, eines Unfalls oder eines Dieb­stahls Hilfe durch den Ver­si­che­rer garan­tiert.

Per­so­nen­scha­den: Ein Per­so­nen­scha­den liegt dann vor, wenn bei einem Unfall Men­schen ver­letzt oder sogar getö­tet wer­den. Auch Ver­let­zun­gen der Psy­che fal­len in diese Kate­go­rie. Per­so­nen­schä­den wer­den durch die Haft­pflicht­ver­si­che­rung abge­deckt.

Sach­scha­den: Es han­delt sich um einen Sach­scha­den, wenn bei einem Unfall Gebäude, Stra­ßen, Kraft­fahr­zeuge und sons­tige Gegen­stände beschä­digt oder zer­stört wer­den.

Ver­mö­gens­scha­den: Hier unter­schei­det man zwi­schen ech­ten und unech­ten Ver­mö­gens­schä­den. Situa­tio­nen, bei denen zwar keine Per­son oder Sache einen Scha­den erlei­det, jedoch einem Drit­ten finan­zi­el­ler Scha­den zuge­fügt wird, beschrei­ben einen ech­ten Ver­mö­gens­scha­den. Ein unech­ter Ver­mö­gens­scha­den hin­ge­gen ist ein Fol­ge­scha­den, der aus einem Per­so­nen– oder Sach­scha­den her­vor­geht.

Scha­den­re­gu­lie­rung: Man spricht von Scha­den­re­gu­lie­rung, wenn die abge­schlos­sene Auto­ver­si­che­rung die Schä­den der ver­si­cher­ten Per­son begleicht und die Kos­ten deckt.

Scha­den­frei­heits­ra­batt: Der Scha­den­frei­heits­ra­batt eines Ver­si­che­rungs­neh­mers steigt, umso län­ger er scha­den­frei fährt. Er wird bei­spiels­weise bei der Voll­kas­ko­ver­si­che­rung berück­sich­tigt. Der Sta­tus des Fahr­zeug­hal­ters wird dabei durch ver­schie­dene Scha­den­frei­heits­klas­sen aus­ge­drückt.

Scha­dens­er­satz: Scha­dens­er­satz bezeich­net den Aus­gleich eines Scha­dens, der bei einem Unfall zustande gekom­men ist. Ob der Scha­dens­er­satz­an­spruch eines Drit­ten gerecht­fer­tigt ist, wird im Vor­aus über­prüft. Dies ist vom Scha­dens­er­satz­recht sowie dem Ver­si­che­rungs­ver­trag abhän­gig.

Typ­klasse: Die Typ­klasse eines Fahr­zeugs ist ein Fak­tor, der bei der Berech­nung der Ver­si­che­rungs­prä­mie berück­sich­tigt wird. Bei der Haft­pflicht­ver­si­che­rung ist die Typ­klasse von der Fahr­zeugart und der Fahr­weise abhän­gig. In Kas­ko­ver­si­che­run­gen wer­den zur Ein­stu­fung auch Ver­kehrs­un­fälle, Dieb­stähle, Fahr­zeug­brände oder Glas­schä­den berück­sich­tigt.

Selbst­be­tei­li­gung: Bei Kas­ko­ver­si­che­run­gen besteht für den Ver­si­cher­ten die Mög­lich­keit, sich bei der Repa­ra­tur selbst zu betei­li­gen und Bei­träge zu sen­ken. Je mehr der Ver­si­cherte sich selbst betei­ligt, desto güns­ti­ger ist der Ver­si­che­rungs­bei­trag, den er zah­len muss.

Nach­haf­tung: Wenn ein Fahr­zeug abge­mel­det wird, gilt die eigent­li­che Haft­pflicht­ver­si­che­rung für die­ses Auto als been­det. In die­sem Fall kommt die Nach­haf­tung zur Gel­tung. Der Ver­si­che­rer haf­tet dann noch einen Monat für das Fahr­zeug.

Wie­der­be­schaf­fungs­wert: Der Wie­der­be­schaf­fungs­wert eines Fahr­zeugs bestimmt die maxi­male Ent­schä­di­gungs­höhe einer Ver­si­che­rung im Scha­den­fall. Der Preis für ein gebrauch­tes Fahr­zeug mit glei­cher Aus­stat­tung ist so ein Richt­wert für den Wie­der­be­schaf­fungs­wert des beschä­dig­ten Autos.

Zen­tral­ruf: Der Zen­tral­ruf ist eine Aus­kunfts­telle, die Ver­kehrs­teil­neh­mer bei Scha­dens­er­satz­an­sprü­chen unter­stützt. Wenn bei einem Unfall die Haft­pflicht­ver­si­che­rung des Ver­ur­sa­chers nicht bekannt ist, kann der Zen­tral­ruf den Ver­si­che­rer aus­fin­dig machen.

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