Do it yourself – Keilriemen wechseln

Bei längerem Gebrauch verliert der Keilriemen an Elastizität und fängt an auf der Keilriemenscheibe zu verrutschen. Deswegen ist es notwendig, in regelmäßigen Abständen den Keilriemen zu wechseln oder zumindest zu spannen. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie beim Wechsel achten müssen.

Wann ist es an der Zeit, den Keilriemen zu wechseln?

Als Komponente der Kraftübertragung im Motor ist der Keilriemen ständiger Reibung und Hitze ausgesetzt. Über kurz oder lang kommt es deswegen zum Verschleiß oder sogar zu Rissen im Gummi. Der Riemen verliert dann an Spannkraft und fängt an über die Keilriemenscheibe zu rutschen. Normalerweise erkennen Sie den Verschleiß an Quietschgeräuschen während der Fahrt. In Extremfällen kann der Antriebsriemen auch mit einem lauten Knall reißen. Pkw-Besitzer sollten Ihren Keilriemen oder Keilrippenriemen also in regelmäßigen Abständen wechseln, um möglichen Folgeschäden vorzubeugen.

Keilriemen selber spannen und wechseln

Normalerweise wird der Antriebsriemen über die Lichtmaschine gespannt, die an einer Schiene befestigt ist. Mit etwas Geschick können deshalb auch Laien einen Keilriemen spannen oder wechseln. Wir zeigen Ihnen beide Schritte.

1. KEILRIEMEN SPANNEN

Um den Riemen mehr unter Spannung zu setzen, können Sie an einigen Fahrzeugmodellen den Keilriemen wieder neu spannen. Dazu müssen die Schrauben an der Schiene gelöst werden und die Lichtmaschine vom Motor weggeschoben werden, bis der Antriebsriemen wieder mehr Spannung hat. Danach müssen die Schienen-Schrauben unter Beibehaltung der Spannung wieder angezogen werden. Wenn Ihr Pkw jedoch eine Spannrolle zum automatischen Spannen des Riemens hat, ist ein manuelles Spannen nicht mehr möglich.

2. KEILRIEMEN WECHSELN

Auch beim Wechsel des Keilriemens wird die Verschraubung der Lichtmaschine gelöst, sodass der alte Riemen locker abgezogen werden kann. Machen Sie vorher am besten ein Foto vom Riemenverlauf, dann ist das Einsetzen des neuen Treibriemens auf die richtigen Keilriemenscheiben einfacher. Abschließend müssen alle Schrauben wieder richtig angezogen werden. Aber Achtung: Nicht bei jedem Auto ist der Keilriemen einfach zu erreichen. Bei neueren Autos befindet sich häufig viel mehr Technik im Motorraum und der Riemen kann nur mit Hilfe von Spezialwerkzeugen und einer Hebebühne ausgewechselt werden. Hier lohnt sich für den Keilriemenwechsel dann in jedem Fall die Fahrt zu Fachwerkstatt.

Tipp

Regelmäßige Kontrolle

Eine regelmäßige Qualitätskontrolle kann vor unnötigen Schäden am Wagen schützen und auf einen nötigen Wechsel aufmerksam machen. Auf folgende Anzeichen sollten Sie achten:

  • Ein gut gespannter Treibriemen sollte sich nicht mehr als ein bis zwei Zentimeter bewegen lassen, wenn man daran zieht.
  • Spröde und rissige Stellen im Material lassen auf einen schlechten Zustand schließen.
  • Verhärtete und glattgeschliffene Außenränder sind weitere Anzeichen dafür, den Keilriemen schnell zu wechseln.
  • Die Bildung von Einlaufspuren sind ebenfalls ein Anzeichen.

Sollten Sie bei einer Kontrolle diese Merkmale entdecken, ist es an der Zeit eine Fachwerkstatt aufsuchen oder selber den Keilriemen zu wechseln.

Folgeschäden bei Keilriemen-Verschleiß

Je nachdem, welche Funktionen der Antriebsriemen in Ihrem Pkw hat, kann ein Schaden am Riemen unterschiedliche Folgen haben. Diese reichen von einer schwergängigen Lenkung, über den Ausfall der Lichtmaschine bis zu einem handfesten Motorschaden. Wenn nämlich der Treibriemen auch für den Antrieb der Wasserpumpe und damit für die Motorkühlung zuständig ist, überhitzt sich bei einem Ausfall der Motor innerhalb von wenigen Minuten. Bei anhaltendem Quietschen sollte der Keilriemen also unbedingt neu gespannt oder ausgewechselt werden.

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