10 Tipps: So kommen Sie durch die Hauptuntersuchung

Alle zwei Jahre wird in der Hauptuntersuchung (HU) entschieden, ob ein Pkw weiterhin am Straßenverkehr teilnehmen darf oder nicht. Mit diesen Tipps erhöhen Sie Ihre Chancen, ohne Mängel durch den TÜV zu kommen.

Die Kfz-Hauptuntersuchung ist für alle Autobesitzer ein wichtiger Pflichttermin, denn ohne Prüfplakette darf der Pkw nicht am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen. Gerade für Besitzer von älteren Autos oder Gebrauchtwagen ist eine bevorstehende Hauptuntersuchung mit einigem Zittern und Bangen verbunden. Kommt das Auto auch wirklich durch den TÜV oder werden eventuell „erhebliche Mängel“ festgestellt?

Jedes vierte Fahrzeug fällt durch

Jedes Jahr fällt fast jedes vierte Fahrzeug durch die Prüfung und muss für viel Geld noch einmal geprüft werden, häufigster Grund dafür sind Beleuchtungsmängel. Dabei können Sie als Besitzer im Vorfeld einer Untersuchung schon einiges selbst überprüfen. Die folgenden 10 Tipps sollen Sie deswegen auf die Hauptuntersuchung vorbereiten und dafür sorgen, dass Sie beim nächsten TÜV-Termin nicht nur Zeit, sondern auch Geld sparen.

1. DOKUMENTE

Denken Sie am Tag der Hauptuntersuchung daran, alle wichtigen Wagenpapiere einzupacken. Vorzeigen müssen Sie folgende Unterlagen:

  • die Zulassungsbescheinigung Teil I
  • die Bescheinigung der Umweltverträglichkeitsuntersuchung
  • die Betriebserlaubnis
  • gegebenenfalls Anbaubescheinigungen

2. BELEUCHTUNG

Die Beleuchtungsanlage kann jeder Autobesitzer in Eigenregie überprüfen. Abblend- und Fernlicht sowie Blinker und Bremslichter müssen einwandfrei funktionieren. Die meisten Glühlampen lassen sich ganz einfach ersetzen. Wer moderne Xenon- oder LED-Scheinwerfer hat, dem bleibt allerdings meist der Gang in die Werkstatt nicht erspart.

3. BREMSANLAGE

Werfen Sie im Vorfeld einer Hauptuntersuchung einen Blick auf die Schläuche, Scheiben, Leitungen und Trommeln der Bremsanlage und testen Sie die Funktionsweise der Handbremse. Außerdem muss unter Umständen die Bremsflüssigkeit nachgefüllt werden.

4. HUPE


Zu den leichteren Übungen zählt auch das Testen der Hupe, die gehört nämlich zu den Pkw-Teilen, die häufiger defekt sind.

5. LENKUNG

Vibrationen und Flattern des Lenkrads können auf Schäden in der Lenkung hinweisen. Außerdem sollten Sie vorher das Lenkspiel überprüfen. Dies überprüfen Sie so: Stehen Sie außen neben der Fahrertür und drehen Sie durch das geöffnete Fenster das Lenkrad. Lässt sich dieses zwei oder mehr Fingerbreiten weit drehen, ohne dass sich die Räder mitbewegen, sollten Sie die Werkstatt aufsuchen. Eventuelle Fehlerquellen sind die Spurstangenköpfe oder andere Gelenke.

6. REIFEN

Auch die Reifen lassen sich sehr einfach selbst überprüfen. Achten Sie auf den korrekten Reifendruck und dass die Profiltiefe mindestens 1,6 Millimeter beträgt.

Außerdem sollten Sie die Reifen und Felgen auf eventuelle Schäden wie Risse, Beulen oder falsche Befestigungen absuchen.

7. MOTOR + GETRIEBE

Sollten Sie einmal einen Ölfleck unter Ihrem Auto entdecken, machen Sie sich auf die Suche nach der Problemstelle. Entweder beseitigen Sie diese selber oder Sie lassen das Leck in einer Werkstatt reparieren. Selber überprüfen und nachfüllen können Sie die Kühlerflüssigkeit.

8. SCHEIBE + SPIEGEL

Eine gute Sicht ist das A und O beim Autofahren. Deswegen bemängeln die Prüfgesellschaften beschädigte Frontscheiben und Spiegel besonders streng. Außerdem müssen die Scheibenwaschanlage und die Wischer voll funktionstüchtig sein.

9. SICHERHEITSGURTE


Als Mängel gelten Sicherheitsgurte immer dann, wenn sie nicht richtig blockieren, ausgefranst sind oder sich nicht von selbst wieder aufrollen. Im Zweifelsfall tauschen Sie einen Gurt lieber aus.

10. VERBANDSKASTEN


Stellen Sie sicher, dass Sie einen vollständigen Erste-Hilfe-Kasten mit Warnweste und Warndreieck im Auto haben. Selbst abgelaufene Verbandskästen können zu einer Nachprüfung führen.

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