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Giga­li­ner: ACV & ACE for­dern Gesamt­kon­zept für Güter­ver­kehr

ACV und ACE for­dern: Gesamt­kon­zept für Güter­ver­kehr

Aus Sicht der Clubs ist es zwin­gend not­wen­dig, ein poli­ti­sches Gesamt­kon­zept für den Güter­ver­kehr im Logis­ti­kland Deutsch­land zu erstel­len. „Straße, Schiene und Was­ser­wege sind im Güter­ver­kehr keine Kon­kur­ren­ten, son­dern müs­sen auf­ein­an­der abge­stimmt wer­den, um die Logis­ti­kan­for­de­run­gen wirt­schaft­lich, umwelt­freund­lich und sozial zu erfül­len. In einem Gesamt­kon­zept muss daher dis­ku­tiert wer­den, wie der Stra­ßen­gü­ter­ver­kehr opti­miert wer­den kann – den umwelt­ver­träg­li­che­ren Ver­kehrs­trä­gern Schiene und Was­ser­straße ist dabei Vor­rang ein­zu­räu­men“, so Mat­thias Knobloch, Abtei­lungs­lei­ter Ver­kehrs­po­li­tik beim ACE.

Auto­clubs sehen Riesen-​Lkw nur in Aus­nah­me­fäl­len auf der Straße

In Aus­nah­me­fäl­len und unter unbe­ding­ter Beach­tung der Ver­kehrs­si­cher­heit könn­ten auch Groß-​Lkw in ein Güter­ver­kehrs­kon­zept inte­griert wer­den. „Im Umkehr­schluss sind aber grö­ßere Lkw außer­halb eines Güter­ver­kehrs­kon­zep­tes strikt abzu­leh­nen, da dadurch nicht das Mit­ein­an­der im Güter­ver­kehr gestärkt, son­dern die Kon­kur­renz Schiene – Straße ver­schärft würde“, so Knobloch wei­ter.

Inter­mo­dale Trans­port­ket­ten und effi­zi­ente Ver­kehrs­trä­ger­ver­net­zung

Der ACV weist auf jetzt schon vor­han­dene gute Bei­spiele im Güter­ver­kehr hin. „Der Kom­bi­ver­kehr ver­bin­det die Vor­teile von Schiene und Lkw“, so ACV Spre­cher Jür­gen Kog­lin. „Die Poli­tik ist auf­ge­for­dert, sol­che Lösun­gen enga­giert vor­an­zu­brin­gen und Inno­va­tio­nen in effi­zi­en­ter Ver­kehrs­we­ge­ver­net­zung zu för­dern. Ein Regel­be­trieb von Groß-​Lkw würde kom­bi­nierte Lösun­gen unat­trak­ti­ver machen“, so der ACV. „Zudem könn­ten Was­ser­stra­ßen sofort mehr Schiffe und Güter auf­neh­men und damit an frü­her geleis­tete Trans­port­vo­lu­men anknüp­fen. Beson­ders hohe Poten­ziale lie­gen hier auf dem Rhein“, so Kog­lin wei­ter. Gleich­zei­tig müsse die Bahn ihre Kapa­zi­tä­ten effi­zi­ent nut­zen, um Trans­port­zei­ten zu ver­rin­gern und ihre Preis­ge­stal­tung kon­kur­renz­fä­hig aus­bauen.

Wach­sen­der Güter­ver­kehr for­dert von der Poli­tik ein Güter­ver­kehrs­kon­zept

Beide Ver­bände for­dern die Bun­des­re­gie­rung auf, ein Güter­ver­kehrs­kon­zept zu erstel­len, das ange­sichts des Wachs­tums im Güter­ver­kehr prak­ti­sche Lösun­gen in Ver­bin­dung aller Ver­kehrs­trä­ger anbie­tet. Eine Güter­ver­kehrs­po­li­tik, die Ver­kehrs­trä­ger gegen­ein­an­der aus­spielt, bie­tet keine Zukunfts­per­spek­tive. Gerade auch die Dis­kus­sion um den Erhalt der Stra­ßen­in­fra­struk­tur in Deutsch­land zeigt, dass Deutsch­land nicht nur auf das Sys­tem Straße set­zen darf, son­dern das gerade im Export– und Tran­sit­land Deutsch­land ver­netzte Lösun­gen zwin­gend not­wen­dig sind, so die Spre­cher der Ver­bände.