| Rubrik: Pres­se­mit­tei­lun­gen emp­feh­len

ACV Akzep­tanz­stu­die: Auto­no­mes Fah­ren

Auto­nome Fahr­zeuge wer­den von Kame­ras, Sen­so­ren und Laser­scan­nern gesteu­ert, die sie dazu ver­an­las­sen, von alleine zu brem­sen, zu len­ken und zu fah­ren. Voll­stän­dig auto­nome Fahr­tech­no­lo­gie soll ab 2030 ver­füg­bar sein. Die Dis­kus­sio­nen um auto­nome Fahr­zeuge dre­hen sich der­zeit vor allem um die Frage was tech­nisch alles mög­lich ist. Wann beginnt die Debatte dar­über was die Men­schen wol­len?

Mensch ver­sus Maschine: Frauen ver­trauen auf eigene Fahr­künste

Den hal­ben Weg hat die Auto­mo­bil­in­dus­trie bereits geschafft. Ins­be­son­dere vor dem Hin­ter­grund, dass die Tech­nik im All­tag und auf den Stra­ßen noch nicht prä­sent ist. 38 % der Per­so­nen kön­nen sich heute bereits vor­stel­len, auto­nom zu fah­ren. Beson­ders auf­ge­schlos­sen sind junge Män­ner (42 Pro­zent), wäh­rend es 44 Pro­zent der Frauen noch Angst macht. Ledig­lich 27 Pro­zent der weib­li­chen Befrag­ten wür­den das Steuer ohne Pro­bleme wäh­rend der Fahrt los­las­sen.
Ähn­li­che Ver­tei­lung spie­gelt sich auch im Wett­be­werb Mensch ver­sus Maschine wider. 41 Pro­zent der Män­ner ver­trauen dar­auf, dass auto­nome Autos bes­ser und siche­rer fah­ren als Men­schen. Frauen (26 Pro­zent) sind davon nicht über­zeugt, sie ver­las­sen sich lie­ber auf ihre eigene Fahr­kom­pe­tenz.

Angst vor Tech­nik­aus­fäl­len und Kon­troll­ver­lust am höchs­ten

Die Stu­die ergab, dass es gleich­zei­tig noch einige Wider­stände gibt. Eine der nächs­ten Haus­auf­ga­ben der Auto­mo­bil­in­dus­trie wird sein, das Ver­trauen in die Ver­läss­lich­keit der Elek­tro­nik zu stär­ken. Die Angst vor Tech­nik­aus­fäl­len lag mit 58 Pro­zent, die Angst vor dem Kon­troll­ver­lust über das eigene Auto mit 48 Pro­zent an der Spitze der Wider­stände.

Daten­lie­fe­rant Auto

Viele Men­schen regis­trie­ren besorgt wel­che Daten­menge gesam­melt wird. 28 Pro­zent gaben an, grund­sätz­lich keine per­sön­li­che Daten preis­ge­ben zu wol­len. Bie­tet man ihnen dafür den zusätz­li­chen Kom­fort an, den auto­no­mes Fah­ren bie­tet, dann sind immer­hin 22 Pro­zent bereit, ihre Daten offen­zu­le­gen.
Gleich­zei­tig gibt es einen gro­ßen Teil der Befrag­ten (42 Pro­zent), für den auto­no­mes Fah­ren einen Ver­lust an Fahr­spaß bedeu­tet. Der Auto­mo­bil­in­dus­trie wird es schwer fal­len, diese Spaß­fah­rer von Autos zu über­zeu­gen, die von alleine fah­ren.

Junge Men­schen wol­len im Alter mobil sein

Die Vor­teile auto­no­men Fah­rens lie­gen auf der Hand. Weni­ger Stress beim Auto­fah­ren, Erleich­te­rung in bestimm­ten Ver­kehrs­si­tua­tio­nen und vor allem die Mobi­li­täts­er­hal­tung im Alter. Inter­es­sant ist, dass vor allem junge Men­schen bis 24 Jah­ren, denen häu­fig nach­ge­sagt wird, sich nicht darum zu küm­mern was in 40 Jah­ren sein wird, mit 54 Pro­zent die Mobi­li­täts­er­hal­tung als Vor­teil sehen. Der Wunsch nach indi­vi­du­el­ler Mobi­li­tät scheint heute schon sehr hoch.

Erfah­run­gen beein­flus­sen Ein­stel­lun­gen

Vor allem bei auto­ma­ti­schen Park­vor­gän­gen (50 Pro­zent) und auf Auto­bah­nen (49 Pro­zent) schät­zen die Men­schen den Vor­teil, den auto­no­mes Fah­ren bie­tet. Par­kas­sis­ten­zen und auto­ma­ti­sche Abstands­reg­ler wer­den heute schon in Autos ver­baut. Gelern­tes und Erfah­run­gen beein­flus­sen die Ein­stel­lun­gen. Es ist davon aus­zu­ge­hen, dass die Akzep­tanz durch erste posi­tive Erfah­run­gen mit auto­no­men Fahr­zeu­gen stei­gen wird.
Die Auto­mo­bil­in­dus­trie hat einen Weg ein­ge­schla­gen, der zwar noch holp­rig ist, aber an dem es nicht mehr vor­bei geht. Ein Teil, vor allem Män­ner, sind heute schon bereit ihn zu gehen. Den Rest muss die Auto­mo­bil­in­dus­trie noch über­zeu­gen.

Hier geht’s zur Stu­die: ACV Akzep­tanz­stu­die: Auto­no­mes Fah­ren – Deut­sche sind offen für Robo­ter­au­tos

Daten­ba­sis: Die Umfra­ge­da­ten wur­den vom Markt­for­schungs­in­sti­tut You­Gov erho­ben. Die Stich­pro­ben­größe ist 1021. Die Umfrage wurde vom 19.01.2015 bis zum 21.01.2015 durch­ge­führt. Die Daten wur­den mit­tels Online-​Befragung erho­ben. Die Ergeb­nisse sind gewich­tet und reprä­sen­ta­tiv für die deut­sche Bevöl­ke­rung ab 18 Jah­ren.