| Rubrik: Pres­se­mit­tei­lun­gen emp­feh­len

53. Ver­kehrs­ge­richts­tag: Unfall­ri­siko Land­straße

Arbeitskreis IV: Unfallrisiko Landstraße

Die Zahl der Ver­kehrs­to­ten wird nach Anga­ben des Sta­tis­ti­schen Bun­des­am­tes im Jahr 2014 vor­aus­sicht­lich sta­gnie­ren und etwa 3.350 betra­gen. Damit hätte der Stra­ßen­ver­kehr in die­sem Jahr durch­schnitt­lich neun Men­schen pro Tag das Leben gekos­tet. Beson­ders viele Unfälle ereig­nen sich auf Land­stra­ßen.

Das große Unfall­auf­kom­men auf Land­stra­ßen ist kein neues Phä­no­men. Der ACV for­dert die schnelle Umset­zung wirk­same Maß­nah­men, wel­che die Zahl der Ver­letz­ten und Toten merk­lich redu­ziert. Dazu sind die Bereit­stel­lung von Per­so­nal und die Sicher­stel­lung von Finan­zen unab­ding­lich. Eine rei­bungs­lose Kom­mu­ni­ka­tion und Zusam­men­ar­beit zwi­schen Poli­zei, Stra­ßen­ver­kehrs­be­hörde und Stra­ßen­bau­be­hörde wäre wün­schens­wert. Damit ist sicher­ge­stellt, dass poten­zi­elle Gefah­ren­stel­len und even­tu­elle Pla­nungs­feh­ler in der Infra­struk­tur­pla­nung früh­zei­tig erkannt, dis­ku­tiert und besei­tigt wer­den kön­nen.

Kor­rek­tur von Infra­struk­tur­pla­nun­gen

Es gilt jedoch nicht nur künf­tige Feh­ler zu ver­mei­den, viel­mehr müs­sen bereits began­gene Fehl­pla­nun­gen wie­der kor­ri­giert wer­den. Dafür muss jeder Ort, an dem sich ein erhöh­tes Unfall­auf­kom­men abzeich­net, von Exper­ten besucht und bewer­tet wer­den. Mög­li­che Maß­nah­men, die zur Ver­kehrs­si­cher­heit bei­tra­gen, kön­nen sein: Geschwin­dig­keits­re­du­zie­run­gen, (pro­vi­so­ri­sche) Kreis­ver­kehre, künst­li­che Boden­wel­len, Ände­run­gen der Fahr­spur­mar­kie­run­gen, Blitz­an­la­gen oder im Ein­zel­fall auch der Ein­griff in die Natur am Stra­ßen­rand. Zum Bei­spiel: Abtra­gung von Erde, damit der Fah­rer die Kurve bes­ser ein­se­hen kann.
Der ACV möchte oben genannte Maß­nah­men nicht ver­all­ge­mei­nern, statt­des­sen dar­auf hin­wei­sen, dass jeder Unfall­ort, der mit sicher­heits­för­dern­den Maß­nah­men ver­se­hen wer­den soll, von Ver­kehrs­ex­per­ten ein­zeln bewer­tet und bear­bei­tet wer­den muss.