Zündkerzen wechseln

Anleitung: Zündkerzen wechseln

Zündkerzen im Auto müssen bei bestimmten Anzeichen gewechselt werden, am besten sogar regelmäßig. Hier erfahren Sie, woran Sie defekte Zündkerzen erkennen und wie man sie wechseln kann.

Zünd­ker­zen dür­fen in einem Auto mit Ben­zin­mo­tor nicht feh­len, weil sie dafür mit­ver­ant­wort­lich sind, dass das Auto über­haupt fährt. Die Zünd­ker­zen sor­gen im rich­ti­gen Moment für die Ent­zün­dung des Benzin-Luft-Gemischs im Zylin­der, um den Motor zu star­ten. Die meis­ten Autos sind mit einer Zünd­kerze pro Zylin­der aus­ge­stat­tet. Den nöti­gen Strom erhal­ten die Zünd­ker­zen durch die Auto­bat­te­rie, die wäh­rend der Fahrt wie­der gela­den wird. Der Ver­schleiß hängt von der Fahr­weise und dem Auto ab, in der Regel soll­ten die Zünd­ker­zen jedoch nach etwa 30.000 Kilo­me­tern aus­ge­tauscht wer­den.

Vor­aus­set­zun­gen für einen Zünd­ker­zen­wech­sel

Wenn Sie den Zünd­ker­zen­wech­sel selbst durch­füh­ren wol­len, gibt es einige Dinge, auf die Sie unbe­dingt ach­ten soll­ten. Die Zünd­ker­zen dür­fen nur bei abge­kühl­tem Motor gewech­selt wer­den, weil sowohl die Zünd­kerze als auch der Zylin­der­kopf sich beim Erwär­men aus­deh­nen. Wenn näm­lich die neue, kalte Zünd­kerze in den hei­ßen Zylin­der­kopf geschraubt wird, kann es pas­sie­ren, dass sie sich nach Abküh­len dort fest­setzt. Außer­dem muss die Zün­dung des Autos aus­ge­stellt sein. Auch der Mas­se­pol der Bat­te­rie muss im Vor­aus abge­klemmt wer­den. Wenn Sie diese Vor­aus­set­zun­gen berück­sich­ti­gen, ist der erste Schritt für einen siche­ren Zünd­ker­zen­wech­sel bereits getan.

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Aller­dings benö­ti­gen Sie auch das rich­tige Werk­zeug, um die Zünd­ker­zen aus­zu­tau­schen. Zum einen brau­chen Sie einen spe­zi­el­len Zünd­ker­zen­schlüs­sel, der im Auto­f­ach­han­del erhält­lich ist. Da es die­sen Schlüs­sel in ver­schie­de­nen Aus­füh­run­gen gibt, müs­sen Sie vor­her fest­stel­len, wel­cher zu Ihrem Fahr­zeug passt. Als Alter­na­tive kön­nen Sie dafür auch soge­nannte Zündkerzen-Nüsse ver­wen­den. Das sind Steck­schüs­sel mit spe­zi­el­len Zünd­ker­zen­ein­sät­zen, die die Kerze nach dem Her­aus­dre­hen fest­hal­ten. Da die Zünd­ker­zen oft schwer zugäng­lich sind, ist außer­dem eine Ratschen-Verlängerung not­wen­dig. Zuletzt brau­chen Sie noch einen Dreh­mo­ment­schlüs­sel, einen gro­ßen Pin­sel und einen gerei­nig­ten Lap­pen. Mit die­sem Zube­hör kön­nen Sie dann den Aus­tau­sch vor­neh­men.

Schritt-für-Schritt: So wech­seln Sie Zünd­ker­zen

  1. Zuerst muss ein Zugang zu den Zünd­ker­zen her­ge­stellt wer­den. Bei älte­ren Fahr­zeu­gen ist das ein­fach, da man nach Öff­nen der Motor­haube bereits die Zünd­ker­zen­ste­cker vor sich hat. Bei neue­ren Autos müs­sen teil­weise jedoch zuerst Ver­klei­dun­gen demon­tiert wer­den, die die Zünd­ker­zen ver­ste­cken.
  2. Wenn Sie einen Zugang zu den Zünd­ker­zen haben, müs­sen die Zünd­ker­zen­ste­cker abge­zo­gen wer­den. Diese sind je einem Zylin­der zuge­ord­net und müs­sen auch nach dem Wech­sel wie­der an der rich­ti­gen Stelle ange­bracht wer­den
  3. Nun ist der obere Teil der Zünd­kerze zu sehen. Bevor Sie die Zünd­ker­zen her­aus­schrau­ben, emp­fiehlt es sich aller­dings, den Zünd­ker­zen­schacht mit dem har­ten Pin­sel zu säu­bern. So stel­len Sie sicher, dass nach dem Her­aus­dre­hen kein Schmutz in die Zylin­der gelangt.
  4. Als nächs­tes schrau­ben Sie die Zünd­kerze mit­hilfe des Zünd­ker­zen­schlüs­sels her­aus. Dabei soll­ten Sie vor­sich­tig arbei­ten, um das Gewinde im Zylin­der­kopf nicht zu beschä­di­gen. Gege­be­nen­falls kön­nen Ver­un­rei­ni­gun­gen im Gewinde auch noch mit dem Lap­pen ent­fernt wer­den.
  5. Jetzt kann die neue Zünd­kerze manu­ell ein­ge­schraubt wer­den. Mit dem Ein­schrau­ben per Hand kön­nen Sie bes­ser fest­stel­len, ob das Gewinde von Kerze und Zylin­der­kopf rich­tig zusam­men­passt.
  6. Sobald die Zünd­kerze sicher im Gewinde sitzt, kön­nen Sie sie mit dem Dreh­mo­ment­schlüs­sel und dem ent­spre­chen­den Anzugs­mo­ment fest­zie­hen.
  7. Zuletzt müs­sen nur noch die Ker­zen­ste­cker auf die oberen Hälf­ten der Zünd­ker­zen gesteckt wer­den.

Bei defek­ten Zünd­ker­zen recht­zei­tig han­deln

Wenn Sie diese Anlei­tung und ent­spre­chende Vor­aus­set­zun­gen beach­ten, kön­nen Sie die Zünd­ker­zen Ihres Fahr­zeugs pro­blem­los selbst wech­seln, auch wenn gerade keine Werk­statt in der Nähe ist. Beson­ders wich­tig ist es, defekte Zünd­ker­zen früh­zei­tig zu erken­nen.

Diese machen sich meist schon nach kur­zer Zeit bemerk­bar. Wenn es bei­spiels­weise zu Zünd­aus­set­zern kommt oder nicht mehr die volle Motor­leis­tung gege­ben ist, ist der Grund dafür womög­lich eine defekte Zünd­kerze.

Auch wenn das Auto ruckelt oder der Ben­zin­ver­brauch steigt, emp­fiehlt es sich, abge­nutzte Zünd­ker­zen aus­zu­tau­schen. Wenn der Zünd­ker­zen­wech­sel nicht schnell genug vor­ge­nom­men wird, kann das für den Motor einige Schä­den nach sich zie­hen. Durch Zünd­aus­set­zer kann unver­brann­ter Kraft­stoff in den Fahr­zeug­ka­ta­ly­sa­tor gelan­gen und die­sen im schlimms­ten Fall zer­stö­ren. Wenn Sie eines der Anzei­chen an Ihrem Auto erken­nen, soll­ten Sie die Zünd­ker­zen umge­hend über­prü­fen. Damit kön­nen Sie Start­schwie­rig­kei­ten und Motor­schä­den recht­zei­tig vor­beu­gen.

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