Keilriemen wechseln

Do it yourself – Keilriemen wechseln

Bei längerem Gebrauch verliert der Keilriemen an Elastizität und fängt an auf der Keilriemenscheibe zu verrutschen. Deswegen ist es notwendig, in regelmäßigen Abständen den Keilriemen zu wechseln. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie beim Wechsel achten müssen.

Wann ist es an der Zeit, den Keil­rie­men zu wech­seln? Als Kom­po­nente der Kraft­über­tra­gung im Motor ist der Keil­rie­men (auch Antriebs- oder Treib­rie­men) stän­di­ger Rei­bung und Hitze aus­ge­setzt. Über kurz oder lang kommt es des­we­gen zum Ver­schleiß oder sogar zu Ris­sen im Gum­mi­ma­te­rial. Der Rie­men ver­liert dann an Spann­kraft und fängt an über die Keil­rie­men­scheibe zu rut­schen. Nor­ma­ler­weise erken­nen Sie den Ver­schleiß an Quietsch­ge­räu­schen wäh­rend der Fahrt. In Extrem­fäl­len kann der Antriebs­rie­men auch mit einem lau­ten Knall rei­ßen. PKW-Besitzer soll­ten Ihren Keil­rie­men oder Keil­rip­pen­rie­men also in regel­mä­ßi­gen Abstän­den wech­seln, um mög­li­chen Fol­ge­schä­den vor­zu­beu­gen.

Keilriemen wechseln

Keil­rie­men sel­ber span­nen und wech­seln

Nor­ma­ler­weise wird der Antriebs­rie­men über die Licht­ma­schine gespannt, die an einer Schiene befes­tigt ist. Mit etwas Geschick kön­nen des­halb auch Laien einen Keil­rie­men span­nen oder wech­seln. Um den Rie­men mehr unter Span­nung zu set­zen, müs­sen die Schrau­ben an der Schiene gelöst wer­den und die Licht­ma­schine vom Motor weg­ge­scho­ben wer­den bis der Antriebs­rie­men wie­der mehr Span­nung hat. Danach müs­sen die Schienen-Schrauben unter Bei­be­hal­tung der Span­nung wie­der ange­zo­gen wer­den. Wenn Ihr PKW jedoch eine Spann­rolle zum auto­ma­ti­schen Span­nen des Rie­mens hat, ist ein manu­el­les Span­nen nicht mehr mög­lich.

Auch beim Wech­sel des Keil­rie­mens wird die Ver­schrau­bung der Licht­ma­schine gelöst, sodass der alte Rie­men locker abge­zo­gen wer­den kann. Machen Sie vor­her am bes­ten ein Foto vom Rie­men­ver­lauf, dann ist das Ein­set­zen des neuen Treib­rie­mens auf die rich­ti­gen Keil­rie­men­schei­ben ein­fa­cher. Abschlie­ßend müs­sen alle Schrau­ben wie­der rich­tig ange­zo­gen wer­den. Aber Ach­tung: Nicht bei jedem Auto ist der Keil­rie­men ein­fach zu errei­chen. Bei neue­ren Autos befin­det sich häu­fig viel mehr Tech­nik im Motor­raum und der Rie­men kann nur mit Hilfe von Spe­zi­al­werk­zeu­gen und einer Hebe­bühne aus­ge­wech­selt wer­den. Hier lohnt sich für den Keil­rie­men­wech­sel dann in jedem Fall die Fahrt zu Fach­werk­statt.

Fol­ge­schä­den bei Keilriemen-Verschleiß

Je nach­dem, wel­che Funk­tio­nen der Antriebs­rie­men in Ihrem PKW hat, kann ein Scha­den am Rie­men unter­schied­li­che Fol­gen haben. Diese rei­chen von einer schwer­gän­gi­gen Len­kung, über den Aus­fall der Licht­ma­schine bis zu einem hand­fes­ten Motor­scha­den. Wenn näm­lich der Treib­rie­men auch für den Antrieb der Was­ser­pumpe und damit für die Motor­küh­lung zustän­dig ist, über­hitzt sich bei einem Aus­fall der Motor inner­halb von weni­gen Minu­ten. Bei anhal­ten­dem Quiet­schen sollte der Keil­rie­men also unbe­dingt neu gespannt oder aus­ge­wech­selt wer­den.

Regel­mä­ßige Kon­trolle

Eine regel­mä­ßige Qua­li­täts­kon­trolle kann vor unnö­ti­gen Schä­den am Wagen schüt­zen und auf einen nöti­gen Wech­sel auf­merk­sam machen. Gene­rell gilt: Ein gut gespann­ter Treib­rie­men sollte sich nicht mehr als ein bis zwei Zen­ti­me­ter bewe­gen las­sen, wenn man daran zieht. Spröde und ris­sige Stel­len im Mate­rial las­sen auf einen schlech­ten Zustand schlie­ßen. Wei­tere Anzei­chen dafür, den Keil­rie­men schnell zu wech­seln, sind: Ver­här­tete und glatt­ge­schlif­fene Außen­rän­der, sowie die Bil­dung von Ein­lauf­spu­ren. Soll­ten Sie bei einer Kon­trolle diese Merk­male ent­de­cken, ist es an der Zeit eine Fach­werk­statt auf­su­chen oder sel­ber den Keil­rie­men zu wech­seln.

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